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Duderstadt Ein edler Rollstuhl für Näders Finger
Die Region Duderstadt Ein edler Rollstuhl für Näders Finger
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00:19 10.12.2017
Leibniz-Ring 2017. Siegerring beim Goldschmiedewettbewerb gestaltet von Marco Kurapkat, Ringträger wird am 19.12.17 Prof. Hans Georg Näder Quelle: Torsten Hamacher
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Hannover/Duderstadt

Kurapkat habe sich nach Ansicht der Jury, die beim diesjährigen Goldschmiedewettbewerb aus 16 Schmuckstücken den Leibniz-Ring 2017 auswählte, „intensiv mit dem Wirken von Hans Georg Näder, Firmenchef des Medizintechnikunternehmens Ottobock aus Duderstadt, auseinandergesetzt. Das Kuratorium des Presseclubs Hannover hatte im Juni Näder als Preisträger des Leibniz-Rings 2017 bekanntgegeben und ihn als „Mann mit großem Herzen und jeder Menge Leidenschaft“, gelobt.

Herrenring aus Sterlingsilber, Gelb- und Roségold

Goldschmiedemeister Kurapkat habe das Thema Inklusion in eindringlicher Weise umsetzt und damit das Lebenswerk Näders auf eine sehr intelligente und gleichzeitig sinnliche Weise würdigt, heißt es in der Mitteilung des Presseclubs zur Entscheidung der Jury. „Der mit großem handwerklichem Geschick und technischem Know-How gefertigte Herrenring aus Sterlingsilber, Gelb- und Roségold öffnet sich zum detailreichen Rollstuhl inklusive kleiner beweglicher Räder“. Der Ring dokumentiere damit, „dass dank des Engagements von Menschen wie Hans Georg Näder und innovativer Technik, wie die der Ottobock Firmengruppe, die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in der Gesellschaft möglich wird“. Die Idee des Rollstuhls stehe damit stellvertretend für die Prothetik- und Orthetik-Produkte des weltweit agierenden Konzerns, so der Presseclub in seiner Mitteilung weiter.

Leibniz-Wahlspruch als Gravur: „Theoria cum praxi“

Und für Kurapkat selbst stehe der Rollstuhl im Ring sinnbildlich für Näders Devise „Menschen wieder mobil zu machen, ist das Schönste was es gibt!“. Mit der Ring-Gravur habe er sich den Wahlspruch von Gottfried Wilhelm Leibniz – „Theoria cum praxi“, was frei übersetzt soviel bedeutet wie „Die Wissenschaft möge den Menschen dienen“ – nicht nur theoretisch zu arbeiten, sondern auch praktisch, zu eigen gemacht, beschreibt Kurapkat seinen Bezug zum Namensgeber des Preises.

Der edle Rollstuhl für den Finger ist nach Angaben des Goldschmiedes Wandelbar. Er könne als normaler Ring getragen werden, oder aber durch Aufklappen und Verdrehen einzelner Ringsegmente als Ringrollstuhlobjekt aufgestellt werden. Gefertigt habe er den Ring in traditioneller Handarbeit, betont Kurapkat, „ohne Verwendung eines 3-D-Druckers, einer Drehbank, Fräse oder eines Lasers“.

Besondere Sicherheitsvorkehrungen

Der Siegerring ist mit einem Preisgeld in Höhe von 3500 Euro ausgestattet, teilt der Presseclub mit. Nach dem Diebstahl der Wettbewerbsringe für Maria Furtwängler im vorigen Jahr, stehe der Wettbewerb 2017 unter Schirmherrschaft des Hannoverschen Polizeipräsidenten Volker Kluwe. Außerdem würden zum Schutz der Ringe „besondere Sicherheitsvorkehrungen vorgenommen“, heißt es weiter.

Maffay und Gabriel beim Festakt mit dabei

Zur feierlichen Verleihung des Leibniz-Rings an Näder am 19. Dezember im Hannover-Congress-Centrum erwartet der Presseclub zahlreiche Gäste. Die Laudatio werde auf Wunsch des Duderstädters dessen Freund und Wegbegleiter sowie amtierender Vizekanzler und Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) halten. Ein weiterer Freund Näders werde – ebenfalls „auf ausdrücklichen Wunsch des künftigen Preisträgers“ – den musikalischen Beitrag des Festaktes beisteuern: Peter Maffay mit Band und Chor. Maffay, selbst Träger des Leibniz-Rings (2015), werde ihm unplugged ein Ständchen singen, wird Näder zitiert. „Neben unserer Freundschaft verbindet uns das Engagement für Kinder und der Fun daran, es richtig rocken zu lassen.“

Von Britta Eichner-Ramm

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