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Duderstadt Lode van der Linden lebt in der Brehmestadt auf
Die Region Duderstadt Lode van der Linden lebt in der Brehmestadt auf
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20:24 22.04.2010
Selbstportrait: Van der Linden-Schülerin Waltraud Mosiek übergibt Hans-Peter Menge (M.) und Dieter Wagner das Bild. Quelle: EF

Der Name des belgischen Malers, Professors und Architekten, der an der königlichen Akademie für schöne Künste in Antwerpen studierte, ziert zahlreiche Gemälde, Broschen, Schatullen und weitere Objekten, auf denen er sich verewigt hat. Etliche Werke des Künstlers van der Linden mit lokalen Bezügen, darunter viele Landschaftsbilder, befinden sich in Duderstadt und Umgebung. Denn hier der Maler in zwei Schaffensperioden gewirkt. Auch eine Kirchenwand in der Seulinger St. Johanneskirche hat er gestaltet.

In der Zeit von 1918 bis 1927 sowie in den Jahren von 1944 bis 1950 wohnte und arbeitete der am 28. Januar 1888 geborene Maler in Duderstadt. Zunächst war er hier als Kriegsgefangener nach dem Ersten Weltkrieg als Kunstmaler und auch als Lehrer an der Ursulinenschule tätig. In der zweiten Periode im Eichsfeld widmete er sich ausschließlich der Malerei. Auch die Ehefrau des Künstlers, Johanna, ebenfalls eine geborene van der Linden, lebte mit in Duderstadt.

Gesellschaftlich und familiär war das Paar in der Brehmestadt stark verbandelt. Van der Linden, ein geselliger Mensch, gehörte unter anderem der Schützengesellschaft Duderstadt an. Der Künstler aus Belgien, der 1950 wieder nach Antwerpen zog und dort am 23. April 1960 starb, war Firmpate des ehemaligen Duderstädter Amtsgerichtsdirektors Dankwart Jünemann. „Meine Eltern hatten zu van der Lindens eine freundschaftliche Beziehung“, erinnert sich der Duderstädter.

Ein Kenner und Verehrer des Malers van der Linden ist der Duderstädter Rechtsanwalt Hans-Peter Menge. Ihn hat die Stadt Duderstadt als Kurator einer Ausstellung ernannt, die vom 13. bis 28. November dieses Jahres im Duderstädter Rathaus stattfinden soll.
In der Ausstellung sollen rund 50 Werke van der Lindens, darunter auch eine Reihe aus Menges Privatbesitz, der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Auch ein Selbstportrait van der Lindens, dass sich bislang im Besitz einer ehemaligen Ursulinen-Schülerin und van der Linden-Schülerin befand, wird zu bestaunen sein.

In Hannover hat die dort lebende Waltraud Mosiek kürzlich dieses Portrait van der Lindens an Kurator Menge sowie den Leiter des Stadtarchivs, Dieter Wagner, überreicht. Das Bild soll in den Besitz der Stadt Duderstadt übergehen. Wagner und Menge sind übrigens Schulfreunde und erinnern sich gern an ihre gemeinsame Schulzeit am Gymnasium für Jungen in Duderstadt.

Von Kindheit an sei ihm der Künstler van der Linden praktisch ans Herz gewachsen, berichtet Menge, der in der Worbiser Straße in Duderstadt aufwuchs. Dort hatte ehemals auch der flämische Maler und Spätimpressionist gewohnt.

Dass relative viele Bilder von van der Linden in Duderstädter Wohnungen Platz fanden, ist für Menge ein Beweis dafür, das der Maler auf das Geld für die Bilder angewiesen war: „Schließlich musst Lode van der Linden ja seinen Lebensunterhalt damit bestreiten“, so der Duderstädter.

Von Heinz Hobrecht

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