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Duderstadt Ist Alkolock „dummes Zeug“?
Die Region Duderstadt Ist Alkolock „dummes Zeug“?
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00:17 19.09.2016
Guido Hagel Quelle: OT
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Duderstadt

Im Bundesverkehrsministerium wird darüber diskutiert, ob die Installierung eines solchen Alkolocks Verkehrssündern auferlegt werden könnte, statt den Führerschein bei Überscheiten der Promillegrenze zu entziehen. Die Kosten sollten die Alkoholsünder selbst übernehmen. Die Wegfahrsperre würde sich im Wagen nur lösen, wenn beim Pusten die zulässige Promillegrenze nicht überschritten würde.

„Wenn jemand schon mit Alkohol im Straßenverkehr erwischt wurde, könnte so ein Alkolock sinnvoll sein“, meinte der Duderstädter Guido Hagel (46). Auf jeden Fall sinnvoll wäre diese Technik bei Berufsfahrern. „Wenn das Gerät täglich genutz würde, hätte sich die Investition ja auch gelohnt“, meinte Hagel.

Peter Dette Quelle: OT

Zweifel an der Zuverlässigkeit einer solchen Technik hegt Peter Dette (41). „Wenn es nicht möglich wäre zu mogeln, wäre das vielleicht sinnvoll, besonders bei Busfahrern. Da geht es ja auch um die Sicherheit unserer Kinder“, sagte der Duderstädter.

Lorena Müller Quelle: OT
Tamara Müller Quelle: OT

Auch die Schwestern Tamara (20) und Lorena (17) Müller glauben nicht an die Technik: „Was ist, wenn man einfach ein anderes Auto fährt?“, fragte Lorena. Bei Berufsfahrern sehen die beiden allerdings auch eine größere Verantwortung, besonders bei der Personenbeförderung. „Da wäre ein Alkolock schon sinnvoll, aber eine zuverlässige Technik wäre vermutlich sehr kompliziert und teuer“, meinen die beiden Duderstädterinnen.

Monika Müller Quelle: OT

Monika Müller (54) kann sich auch nicht so richtig vorstellen, dass die Einführung eines Zwangs-Alkolocks auf Dauer etwas bringen würde: „Ich glaube, das ist dummes Zeug. Ich bin generell für die Null-Promille-Grenze im Straßenverkehr, man hört immer wieder von schweren Unfällen, wo Alkohol im Spiel war“, betont die Duderstädterin.

Norbert Conrad Quelle: OT

„Ich halte nichts davon, die Leute zu zwingen, jedesmal zu pusten, bevor sie losfahren wollen. Aber wenn so ein Alkolock bei bestimmten Berufsgruppen eingeführt werden sollte, dann müsste das auch für Lokomotivführer und Piloten gelten“, findet Norbert Conrad (69) aus Duderstadt. Bei Alkoholsüchtigen würde er mehr an den Erfolg einer Therapie glauben. Und wer nur einmal erwischt wurde, weil er leichtsinnig war, dem würde der Führerscheinentzug ohnehin eine Lehre sein, meint Conrad. ny

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