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Duderstadt Zwei Tage Martinimarkt in der Fußgängerzone
Die Region Duderstadt Zwei Tage Martinimarkt in der Fußgängerzone
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19:22 28.11.2018
Der Martinimarkt auf der Duderstädter Marktstraße: Die historische Fachwerkkulisse teilen sich in diesem Jahr rund 35 Marktbeschicker mit umfangreichem Angebot. Quelle: Markus Hartwig
Duderstadt

„Der Martinimarkt, das ist unser Jahrmarkt, der noch bis zum Donnerstag, 29. November, seine Tore geöffnet hat.“ Das sagt Bernd Raabe, der Marktmeister für die Märkte der Stadt, und lädt zum Besuch der Veranstaltung ein, die traditionell über zwei Tage geht.

Rund 35 Marktbeschicker bieten in der Duderstädter Fußgängerzone ihre Waren feil.

In diesem Jahr gehen Martinimarkt und Weihnachtstreff, der am Freitag öffnet, nahtlos ineinander über, erläutert Raabe. Viele Budenbetreiber die eigentlich zum Weihnachtsmarkt hier seien, hätten bereits jetzt ihre Stände errichtet. Es ist Mittwoch und Marktmeister Raabe ist gerade auf dem Areal zwischen Rathaus und St. Servatius unterwegs. Er hat seine Runde mit dem Einholen der Standgebühren beinahe beendet. Jetzt ist es 14 Uhr, sein Tag hat um 6 Uhr begonnen. Um diese frühe Stunde ging es um das Einteilen der Platze auf dem Areal. Viele hätten ihren angestammten Platz, er müsse sich aber auch um Nachzügler kümmern und ihnen Restplätze zuweisen.

Vorweihnachtlicher Krammarkt

„Der zweitägige Martinimarkt in Duderstadt ist ein vorweihnachtlicher Krammarkt, welcher vor der Fachwerkkulisse der Oberen Marktstraße abgehalten wird“, heißt es auf der Website www.jahrmaerkte-in-deutschland.de. Seine Tradition reiche bis ins 15. Jahrhundert zurück. Diese Kulisse teilen sich in diesem Jahr rund 35 Marktbeschicker. „Ich kenne die meisten“, blickt Raabe die Marktstraße Richtung Westen entlang, und gibt einen Überblick: „Es ist ein vielseitiges Angebot. Es reicht von Haushaltswaren wie Scheren und Besteck über Körbe, Bekleidung für die kalte Jahreszeit, darunter Mützen und Schals sowie Schmuck und Uhren.“ Da im Anschluss der Weihnachtsmarkt seine Besucher empfängt, sind auch schon Buden errichtet, die zum Martinimarkt den ersten Glühwein, herzhafte Bratwurst und andere Leckereien anbieten.

„Wir lassen uns inspirieren“

Unter den 35 Ständen befindet sich auch das Angebot der Firma Sahib aus Mühlhausen. Uhren, Geschenk- und Weihnachtsartikel sowie Weihnachtsbeleuchtung stünden bei ihm hoch im Kurs, so der Standbetreiber, während er die Batterie einer Uhr wechselt. Sie gehört einer Dame, die mit ihrer Begleitung am Stand steht und die Reparatur in Auftrag gegeben hat. „Wir schlendern über den Markt, lassen uns inspirieren und nehmen die Gelegenheit zu einem Kauf oder einem Getränk auf dem Markt wahr, wenn es sich bietet.“

Nur ein paar Meter weiter hat auf der gegenüberliegenden Seite Manfred Wittig seinen raumgreifenden Stand mit Süßigkeiten aller Art errichtet. Gerade ist er dabei, in seiner – einer Zentrifuge ähnelnden Mandelmaschine – die süßen Nüsse herzustellen. „Ich bin hier jedes Jahr“, sagt er, und bedient das Ehepaar Czandernas. „Besonders meiner Frau schmeckt es hier sehr gut“, sagt Guntram Czanderna. Und seine Frau Gisela ergänzt: „Hier gibt es ein großes Programm, von allem ein bisschen.“

Während Holger Bils an seinem Stand mit Scheibenwischern und auf einer Windschutzscheibe drapierten Autopolitur auf Kundschaft wartet, beklagt er, dass sich beispielsweise Scheibenwischer bloß alle zwei Jahre gut verkaufen: „Das macht es nicht leicht.“ Währenddessen er das sagt, nimmt ein älteres Ehepaar die Auslagen entlang der Marktstraße unter die Lupe. Sie kommen von außerhalb und besuchen Verwandte in Duderstadt. „Für uns ist es Gewohnheit, Ende November über den Markt zu schlendern“, sagen sie, und überlassen es dem Zufall, ob sie etwas aus dem Angebot erwerben.

„Liebesäpfel sind mein Favorit“

Marktbesuch als Tradition – so sehen es Monika und Johannes Borchard. „Man muss hin“, sagen sie, und ihnen kommen Fischbrötchen, Bratwurst und Zuckerwatte und der Geruch von gebrannten Mandeln in den Sinn. Monika Borchard erinnert sich besonders an den Geschmack von Liebesäpfeln. Die, sagt sie, seien ihr Favorit. Dass der Markt in die Zeit passt, bestätigen schließlich Jutta und Werner Fricke. „Diese Atmosphäre braucht man nach dem heißen Sommer“, sagen sie scherzhaft und wärmen ihre Hände an einem Becher Glühwein.

Der Martinimarkt hat am Donnerstag von 9 bis 18 Uhr geöffnet.

Von Markus Hartwig

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