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Duderstadt Eichsfeldhalle bleibt für den Übergang stehen
Die Region Duderstadt Eichsfeldhalle bleibt für den Übergang stehen
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00:20 16.06.2018
Das Schützenhaus wird abgerissen, die Eichsfeldhalle bleibt stehen. Quelle: Rüdiger Franke
Duderstadt

Ziel des Masterplans sei, in Duderstadt ein Quartier ganzheitlich zu entwickeln, erklärte Ley in der gemeinsamen Sitzung des Ausschusses mit dem Ortsrat Duderstadt. Derzeitige Bausteine seien eine Brauerei mit Gastronomie, eine neue Veranstaltungshalle, Wohnbebauung und Naherholung. „Ob der See dann wirklich ein See ist oder eine Feuchtwiese oder zwei Teiche, bleibt abzuwarten“, erläuterte Ley, dass die Planungen zum Projekt noch nicht abgeschlossen seien. Der Plan umreiße das Areal. Die einzelnen Bausteine seien noch nicht endgültig gesetzt. Dazu seien auch Teilgutachten zu Lärm, Altlasten, Verkehr und Artenschutz in Auftrag gegeben.

Bilder vom zweiten Tag des Schützenhausabrisses:

Der Abriss des Schützenhauses in Duderstadt geht weiter.

Hans Georg Näder habe mit Birgit Honé, niedersächsische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, sowie Matthias Wunderling- Weilbier, Landesbeauftragter für regionale Landesentwicklung Braunschweig, gesprochen, sagte Ley. Das Duderstädter Projekt soll in einer Kabinettsvorlage landen. Damit soll es auf eine höhere Ebene gezogen werden und vielleicht einmal Modellcharakter für andere Städte bekommen. Das könne auch bei der Vorbereitung der Fördermittelakquise helfen.

Zukunft der Eichsfeldhalle

Ein Punkt, der derzeit viele Fragen aufwirft, ist die Zukunft der Eichsfeldhalle. Ley erklärte, dass aus „wir reißen sie ab und sehen weiter“ ein „wir lassen sie erstmal stehen“ geworden sei. Näder habe darüber hinaus eine kleine Sanierung der Eichsfeldhalle beschlossen – auch mit der Fragestellung zu kleinen technischen Problemen und zum Brandschutz. „Wenn das Konzept dann steht, ist es eine ökonomische Frage“, so Ley.

Für die Übergangszeit könne die Halle aber erst einmal weiter genutzt werden, zum Beispiel für die Zeugnisübergaben oder als Ausweichspielstätte für den Kultursommer. „Man verkauft ja auch nicht sein altes Auto, wenn das neue eine Lieferzeit von einem Jahr hat“, zog Ley einen Vergleich. Da die Stadthalle in Göttingen gerade einen ähnlichen Prozess durchlaufe, habe zum Beispiel das Deutsche Theater aus Göttingen angefragt, ob es einzelne Programmpunkte nach Duderstadt verlegen könne. Ebenso gebe es eine Anfrage des Göttinger Symphonie Orchesters zum Neujahrskonzert.

Hochwasserdiskussion

Was als Ersatz für das Schützenhaus komme, fragte Doris Glahn (SPD). Die planerische Verlegung der ursprünglich dort geplante Brauerei mit Gastronomie auf das Ziegeleigelände habe sich aus der Hochwasserdiskussion ergeben, erläuterte Ley. Deshalb sei auch die Veranstaltungshalle jetzt dort geplant. „Außerdem sollen die Gastronomie und die Veranstaltungshalle interagieren. Die Brauerei beispielsweise könne auch ausgegliedert werden an einen reinen Gewerbestandort.

Zweiter Tag des Abrisses des Schützenhauses in Dudertadt Quelle: Rüdiger Franke

Das Schützenhaus sei eine baufällige Ruine gewesen. Deshalb werde sie abgerissen, erklärte Ley. Schießstand und Eichsfeldhalle seien hingegen funktionierende Baukörper. Die Schützen würden für ihren Schießstand eine ansehnliche Front erhalten. Darüber hinaus bekämen sie einen Streifen um ihr Gebäude, damit die Erreichbarkeit geregelt ist.

Dorfgemeinschaftshaus

Die Frage von Jochen Mitschke (Grüne), ob auf dem Ziegeleigelände ein hochpreisiges Edelwohnquartier entstehen solle, verneinte Ley. Es solle moderner Wohnraum geschaffen werden, der bezahlbar sei. Der Begriff „gated community“, auf das Mitschke sich bezogen hatte, sei in diesem Fall eher so zu verstehen, dass verschiedene Bereiche gemeinsam genutzt werden können. „Auf den Dörfern nennt man das Dorfgemeinschaftshaus“, sagte er.

Um die Realisierung des Masterplans Futuring Duderstadt planungsrechtlich zu ermöglichen, stimmten die Mitglieder des Ortsrates und des Ausschusses für Stadtentwicklung, Umwelt und Feuerschutz der 15. Änderung des Flächennutzungsplans sowie dem Bebauungsplan Nummer 92 „Futuring Duderstadt“ jeweils bei einer Enthaltung zu.

Von Rüdiger Franke

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