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Duderstadt Matthias Rejnowski neuer Dekanatsseelsorger
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12:00 16.09.2018
Matthias Rejnowski Quelle: r
Duderstadt

Kaplan Matthias Rejnowski (34) ist der neue Jugendseelsorger im Dekanat Duderstadt. Am Sonntag ist der gebürtige Hannoveraner in der Basilika in sein Amt eingeführt worden.

„Ich hatte bereits ein Studium zum Sozialarbeiter und Sozialpädagogen abgeschlossen, als ich mich entschloss, Priester zu werden“, erzählt Rejnowski. Die Entscheidung, sich beruflich neu zu orientieren, sei nach Studium während seines Anerkennungsjahres im Jugendpastoralen Zentrum Tabor in Hannover gefallen, einem katholischen Jugendzentrum wie dem Emmaus in Duderstadt. Den Ausschlag hätten die spirituellen Angebote dort gegeben, etwa Jugendfreizeiten in die ökumenische Gemeinschaft im französischen Taizé.

„Mit Zustimmung des Bistums Hildesheim habe daraufhin ein zweites Mal studiert, diesmal an der Jesuitenhochschule St. Georgen in Frankfurt“, berichtet Rejnowski. Es sei eine Herausforderung für ihn gewesen, noch einmal fünf Jahre lang in einem zwölf Quadratmeter großen Zimmer zu leben und kein eigenes Geld zu verdienen, bekennt er.

Als Kaplan in der Hildesheimer Pfarrei St. Mauritius

„2015 wurde ich dann zum Diakon geweiht und übte dieses Amt ein Jahr lang in Buxtehude aus“, sagt der Theologe. Zu Pfingsten 2016 habe ihn Bischof Norbert Trelle zum Priester geweiht. Die vergangenen zwei Jahre sei er dann in der Hildesheimer Pfarrei St. Mauritius als Kaplan tätig gewesen. Nun komme er nach Duderstadt.

„Die Stelle des Jugendseelsorgers, der auch das Emmaus leitet, war ein Jahr lang unbesetzt, deshalb ist vieles nicht weitergeführt worden“, weiß der Kaplan. Mit den beiden Jugendreferenten Laura Busch und Frederik Roth mache er einen Neuanfang. Er wolle dabei verstärkt die jungen Menschen in die Planung einbinden, erfahren, was sie sich wünschten, und das gemeinsam umsetzen. Das Emmaus und das Jugendcafé Emma würden dabei wie gewohnt weiter geführt.

Unterstützung von Bischof Heiner Wilmer

„Da Jugendliche heute bis nachmittags in der Schule sind, suche ich die Zusammenarbeit mit den Bildungseinrichtungen“, kündigt Rejnowski an. Unterstützung für die Jugendarbeit komme vom neuen Hildesheimer Bischof, Heiner Wilmer, der früher als Lehrer und Schulleiter gearbeitet habe, freut sich der Kaplan. Bei Wilmers Jugendpilgertagen, einer führte durchs Eichsfeld, habe er nicht teilnehmen können. Er sei im Urlaub gewesen.

„Das Eichsfeld kenne ich seit frühester Kindheit“, berichtet Rejnowski. Als Kolpinger sei er früher mehrmals im Jahr mit den Eltern und auch alleine in der Kolping-Ferienstätte auf dem Pferdeberg gewesen, hätte Wochenend-Seminare und Freizeiten besucht. Er freue sich, die einzige „katholische Gegend des Bistums“, neben den Hildesheimer Stiftsdörfern, genauer kennenzulernen.

Kontakt zu Pfarrer Georg Velooparampil aus Nesselröden

„Gespannt bin ich zudem auf die Kontakte zu den indischen Priestern im Dekanat“, sagt der Kaplan. Sie stammten aus dem Bundesstaat Kerala. Auf Vermittlung von Pfarrer Georg Velooparampil aus Nesselröden habe er dort ein halbes Jahr arbeiten dürfen. Er habe bei Priestern gewohnt, die dort jeweils in Gruppen zusammen lebten und von Nonnen aus kleinen Konventen in der Nachbarschaft betreut würden.

„Das christlich geprägte Kerala im hinduistischen Indien ähnelt ein wenig dem katholischen Eichsfeld im evangelischen Niedersachsen“, meint Rejnowski. Viele Katholiken in Kerala besuchten täglich die Messe und würden sich nachmittags in Privatwohungnen zum Rosenkranzgebet treffen. Das Christentum in Kerala blicke auf eine lange Geschichte zurück. Der Überlieferung nach sei es dort vom Apostel Thomas verbreitet worden. Entsprechend selbstbewusst seien die indischen Thomaschristen, die eigene Gottesdienstordnung besäßen.

Von Michael Caspar

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