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Duderstadt Autofahrer in Nesselröden viel zu schnell
Die Region Duderstadt Autofahrer in Nesselröden viel zu schnell
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00:31 04.06.2018
Ortsbürgermeister Bernd Frölich vor der vom Ortsrat angeschafften Geschwindigkeitsmesstafel in Nesselröden Quelle: Rüdiger Franke
Nesselröden

„Die Schulwegsicherung ist für uns ein entscheidendes Thema“, erklärte Frölich. Sie sei im Ortsrat über Jahre immer wieder diskutiert worden. Dabei seien eingeschränkte Parkverbote, größere Verkehrsschilder und gelbe Linien thematisiert und auch umgesetzt worden. Doch der Einsatz eins Seitenradarmessgerätes habe die Ist-Situation bei 6000 gemessenen Fahrzeugen klar aufgezeichnet.

„Entsetzt über Spitzengeschwindigkeiten“

„Wir waren einigermaßen entsetzt über die Spitzengeschwindigkeiten“, sagte Frölich. Auf der Nathestraße seien in beiden Richtungen Fahrzeuge mit 106 und 107 Stundenkilometern gemessen worden. Und das an einer Stelle ortseinwärts kurz hinter der Einmündung Schulstraße und kurz vor der fast rechtwinkligen Kurve, in der der Tannenweg abzweigt. „Ich kann mir nur schwer vorstellen, an so einer Stelle 107 Stundenkilometer zu fahren.“

Wirkung bereits bei Montage

Die Messtafel soll die Autofahrer nun vor zu hohen Geschwindigkeiten warnen, erläuterte Frölich. Sie zeige die gefahrene Geschwindigkeit und dazu passend ein lächelndes oder ein grimmiges Gesicht. Ist der Fahrer im Rahmen der erlaubten Geschwindigkeit, so blinkt die Anzeige grün, ansonsten rot. Die Wirkung einer solchen Tafel habe sich gleich bei der Montage gezeigt. „Man hat sofort am Geräuschpegel der Fahrzeuge gemerkt, dass sie Tempo rausnehmen.“

Erster Einsatzort am Schulweg

Ihren ersten Einsatzort hat die neue Tafel an der Nathestraße zwischen Schulweg und Tannenweg gefunden. Hier überqueren Grundschulkinder auf ihrem Schulweg die Straße. Aber auch auf dem Weg zum Sport müssen sie die gefährliche Stelle passieren. „Zum Glück ist noch nichts passiert“, sagte der Ortsbürgermeister. Aber die Kinder trainieren ja auch fünf Jahre lang, wie sie sich trotz Linie an der Stelle verhalten müssen.

Mobil einsetzbar

Einvernehmlich habe der Ortsrat sich für die Anschaffung der Messtafel entschieden und „tief in die Tasche gegriffen“, wie der Ortsbürgermeister erklärte. Das Gerät habe 3200 Euro gekostet. Die Anlage sei in der Lage Geschwindigkeiten und Mengenzählungen zu erfassen, so dass die Wirkung der Anzeige messbar sei. „Das Gerät ist mobil einsetzbar, und soll immer wieder wechselnd an neuralgischen Punkten im Ort zum Einsatz kommen.“

Messwerte vergleichbar

Als weiterer Einsatzort drängt sich der die Ortseinfahrt unter den Linden auf. Dort seien die Messwerte vergleichbar, so der Ortsbürgermeister. „Auch dort wurden etwa 250 Meter hinter dem Ortsschild bereits Geschwindigkeiten von mehr als 100 Stundenkilometern gemessen.“ Der Landkreis Göttingen habe seine weitere Unterstützung zugesichert und auch das Ordnungsamt habe den Ortsrat begleitet. „Es ist gut angelegtes Geld“, äußert sich Frölich zu der Investion. „Wir werden nun unsere Erfahrungen machen.“

Weitere Orte mit gleichem Problem:

Immingerode: Viel zu schnell am Ortseingang

Mingerode: Ortsrat diskutiert Maßnahmen

Landolfshausen: Autofahrer zu schnell in den Suhlawiesen

Von Rüdiger Franke

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