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Duderstadt Grundschüler begeistern im Zirkuszelt in Hilkerode
Die Region Duderstadt Grundschüler begeistern im Zirkuszelt in Hilkerode
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00:23 01.10.2018
Kinder der Paul-Maar-Grundschule in Hilkerode beim Mitmachzirkus Inakso. Quelle: CHH
Hilkerode

60 Kinder begeistern in der Manege. In einem echten Zirkuszelt haben die Schüler der Paul-Maar-Grundschule Hilkerode am Freitag ihren Eltern und Verwandten gezeigt, was sie während ihres Zirkusprojektes einstudiert hatten.

Zwei Stunden Show

Geschickte Jongleure, anmutige Hula-Hoop-Tänzerinnen, wilde Tiger, springende Zwerge, aufeinander abgestimmte Akrobaten, coole Fakire und natürlich zwischendrin lustige Clowns – die rund zwei Stunden dauernde Show auf dem Schützenplatz in Hilkerode bot eigentlich alles, was das Zirkusherz begehrte. „Ich weiß nicht, was ich sagen soll“, zeigte sich auch Andrea Ohse, Schulleiterin der Paul-Maar-Grundschule, nach der Aufführung begeistert. „Ich habe heute Kinder erlebt, die ich sonst ganz anders kenne.“

60 Kinder der Paul-Maar-Grundschule haben in einer Projektwoche mit dem Team des Zirkus Inakso verschiedene Nummern einstudiert und zum Abschluss der Woche in der Manege aufgeführt.

Seit Jahren spezialisiert

„Wir haben von Dienstag bis Freitag trainiert“, sagte Zirkusdirektor Karl Lagrin. Er führt den Zirkus Inakso in vierter Generation. „Wir treten auch mit einem eigenen Programm auf, haben uns seit einigen Jahren aber spezialisiert auf den Mitmachzirkus.“ Das Ensemble, bestehend aus seiner Frau Madeleine und seinen Kindern Luciano (7 Jahre) und Mary-Lou (4), ziehe das ganze Jahr über durch Deutschland und übe mit Kindern Zirkusshows ein. „Wir haben für alle Altersgruppen unterschiedliche Programme“, sagt Lagrin. Er arbeitet an Kindergärten und Grundschulen, fährt aber auch Haupt- und Realschulen sowie Gymnasien an.

Mehr als Purzelbäume

„Es ist total faszinierend, welche Leistungen die Kinder gezeigt haben“, sagte Ohse und bezog auch die inklusiv geschulten ein. Dabei hätten die einzelnen Gruppen, für die sich die Kinder selbst entscheiden durften, pro Tag nur eine halbe Stunde geprobt. „Klar lernen die Kinder in drei Tagen keinen Flic Flac oder vierfachen Salto“, sagt Lagrin. Aber es seien eben auch nicht nur Purzelbäume, die gezeigt werden.

Pyramiden

Und so sahen die Gäste bei der Abschlussshow gute Vorführungen. Die Akrobaten bauten zum Beispiel menschliche Pyramiden, die Trampolinzwerge sprangen über mehrere andere Teilnehmer. „Das Üben war ein bisschen anstrengend, war aber auch sehr schön“, erzählte der siebenjährige Maximilian. Als Tiger in der Dressur sprang er mit seinen Mitschülern unter anderem durch Reifen. Richtig spektakulär wurde es zum Abschluss in der Fakirshow. „Es war megacool“, sagte der achtjährige Eliah. Mit ihm und fünf Mitschülern hatte Lagrin verschiedene Feuereinlagen einstudiert. „Das tut nicht weh“, versicherte der Drittklässler. Auch nicht, als er sich auf dem Bauch auf Scherben gelegt hatte.

Kinder der Paul-Maar-Grundschule in Hilkerode beim Mitmachzirkus Inakso Quelle: CHH

Herbstferien verdient

„Ich fand die Show super“, sagte Benjamin Mahrla aus Langenhagen. Sein Sohn hatte bei der Jonglage mitgemacht. Aber auch die Kinder waren begeistert von der Woche. „Das war ein toller Abschluss des ersten Teils unseres Schuljahres“, sagte Ohse zu den Kindern. „Ihr habt Euch die Herbstferien richtig verdient.“

Neuer Mitschüler

Während der Projektwoche hatten die Hilkeröder Kinder einen neuen Mitschüler, Luciano Lagrin. „Er geht immer in die Schule, wo wir gerade auftreten“, erklärte sein Vater. In Hessen und Nordrhein-Westfalen gebe es sogar eine Zirkusschule, die in den Zirkussen unterrichten. „Er hat seinen Lehrplan dabei“, erklärte Ohse. Danach bekomme er die Aufgaben. Hinterher werde der Lehrplan abgezeichnet.

Dorfzusammenhalt

Das Gastspiel war auch ein Beispiel des Dorfzusammenhaltes. Der Förderverein und die Ortsräte hatten die Beiträge für die Kinder übernommen. Die Feuerwehr, der Schützenverein, der Sportverein und die Eltern unterstützten das Projekt ebenfalls. Und Osteopath Gregor Rymcak kam nach der Show zu Lagrin, um dessen Frau zu helfen. Sie hatte am Dienstag einen Bandscheibenvorfall erlitten. „Ich muss das tun“, sagte Rymcak. „Er war so ein netter Mann.“

Von Rüdiger Franke

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