Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Duderstadt Aufbau nachhaltiger Dorfstrukturen
Die Region Duderstadt Aufbau nachhaltiger Dorfstrukturen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:31 10.05.2018
Projektkoordinatorin Sandra Holzapfel (r.) und die Dorf-FSJler Luna Marie Quinque, Alicia Bohnsack, Luca Raabe und Jonas Aschoff (v.l.) haben positive Rückmeldungen erhalten. Quelle: Foto: Franke
Duderstadt

Zu einer Halbzeitbilanz unter dem Motto „Rückblick und Ausblick – Gemeinsam das Dorfleben gestalten“ trafen sich Dorf-Teams, Ortsbürgermeister sowie Förderer und Sponsoren zum gemeinschaftlichen Austausch. Regenhardt sprach von einem „innovativen Projekt vor dem Hintergrund des demografischen Wandels“. Auf der einen Seite stehe das Engagement der jungen Leute, auf der anderen seien die Dorfteams die Dreh- und Angelpunkte des Projekts.

Neuland betreten

Zunächst einmal mussten die Strukturen aufgebaut werden, denn mit dem Projekt sei Neuland betreten worden. „Es gibt nichts vergleichbares“, so Regenhardt. Es gehe darum, miteinander zu gestalten und Nachhaltigkeit zu entwickeln, um das Dorfleben für ältere Menschen und junge Familien angenehm zu gestalten.

Dorf-FSJ Projektveranstaltung „Rückblick und Ausblick – Gemeinsam das Dorfleben gestalten“ Quelle: Rüdiger Franke

Ehrenamt stößt an Grenzen

„Wir in den Dörfern profitieren enorm von dem Projekt“, betonte Ortsratsmitglied Ingrid Rinkleff vom Dorfteam Krebeck. Das Ehrenamt stoße an seine Grenzen. Deshalb sei sie dankbar für die Unterstützung. Die Strukturen im Orts seien weggebrochen. Früher habe man sich beim Einkauf oder in der Gaststätte getroffen.

Strukturen schaffen

Hilkerodes Ortsbürgermeister Michael Skupski und die Seniorenbeauftragte Claudia Wüstefeld-Ahlborn berichteten, dass ein Ehepaar Ende der 70er-Jahre in Hilkerode die Seniorenarbeit etabliert habe. Seinerzeit seien 60 bis 70 Leute aktiv gewesen. Damals habe es ein soziales Netz gegeben, das funktioniert habe. Jetzt müssten die Strukturen geschaffen werden, um sie später selbst nutzen zu können. Es gebe Leerstand im Ort. Durch solche Projekte könne ein Dorf auch für neue Bewohner wieder interessant werden.

Dorf-FSJ Projektveranstaltung „Rückblick und Ausblick – Gemeinsam das Dorfleben gestalten“ Quelle: Rüdiger Franke

Viele tolle Ideen

Auch in Breitenberg habe das Projekt super eingeschlagen, teilte Ortsbürgermeister Roland Pahl mit. Und in Zusammenarbeit mit der Dorf-FSJlerin hätten auch die Senioren selbst viele tolle Ideen entwickelt.

Wichtiger Aspekt

Daseinsvorsorge sei ein wichtiger Aspekt in den Dörfern, sagte Westerodes Ortsbürgermeister Bernward Vollmer. In seinem Ort gebe es allerdings bereits seit Jahrzehnten ein Dorfteam, so dass für das Projekt auf die Strukturen zurückgegriffen werden konnte. Aber trotzdem gebe es auch neue Ideen wie ein Dorfquiz.

Interesse am Projekt wecken

In Gieboldehausen habe die komfortable Situation bestanden, dass es für die Dorf-FSJlerin ein Büro gebe. Trotzdem sei der Start nicht leicht gewesen, schließlich habe es eine Vakanz in der Seniorenarbeit gegeben. „Es war also die vordringliche Aufgabe, diese Arbeit wieder zu initialisieren.“ Mit kleinen Schritten habe man im Flecken begonnen und zunächst mit einer Informationsveranstaltung versucht, bei den Senioren das Interesse am Projekt zu wecken.

Dorf-FSJ Projektveranstaltung „Rückblick und Ausblick – Gemeinsam das Dorfleben gestalten“ Quelle: Rüdiger Franke

Feedback-Runde

In einer Feedback-Runde diskutierten die Teilnehmer, in welche Richtung das Projekt weiterentwickelt werden soll. „In mehreren Runden zu unterschiedlichen Themen wurde zusammengetragen, welchen Baustellen wir uns stellen müssen“, fasste Projektkoordinatorin Sandra Holzapfel zusammen. Dabei sei das Thema Mobilität, das auch die Ortsbürgermeister angesprochen hatten, sehr präsent gewesen. Das könne der Caritasverband aber nicht allein stemmen. „Wir sind dabei auf die Dörfer angewiesen“, sagte Holzapfel.

Senioren aktiv einbeziehen

Die Gespräche seien sehr ergiebig gewesen, so dass der Zeitrahmen überzogen wurde. Die Ansprechpartner wünschen sich zum Beispiel, die Senioren aktiver einzubeziehen und deren Potenzial zu nutzen.

Projektkoordinatorin Sandra Holzapfel mit den Dorf-FSJlern Jonas Aschoff, Alicia Bohnsack, Luca Raabe und Luna Marie Quinque (von links) Quelle: Rüdiger Franke

Weiche Übergangsphase

Ein ganz wichtiger Punkt ist der Wechsel der FSJler. Für Luca Raabe, Jonas Aschoff, Luna Marie Quinque, Alicia Bohnsack und Sevda Boran endet ihre Projektzeit nach einem Jahr im Sommer. „Der Übergang soll möglichst weich erfolgen“, berichtete Holzapfel.

Von Rüdiger Franke

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Um Nachwuchsmangel vorzubeugen, hat die Duderstädter Polizei mit Partnern im Frühjahr 2017 einen Werbespot gedreht, der jungen Leuten den Polizeidienst schmackhaft machen soll. Seit Veröffentlichung des Clips habe die Bewerber-Nachfrage enorm zugenommen.

10.05.2018

Die Feuerwehr in Westerode im Landkreis Göttingen ist am Montag gegen 17 Uhr zu einem Heckenbrand gerufen worden. Ein Anwohner im Umfeld der Kirche hat nach Polizei­anga­ben bei der Unkrautbeseitigung unsachgemäß mit Feuer gearbeitet. Dabei gingen drei Meter hohe Lebensbäume auf 25 Metern Länge in Flammen auf.

07.05.2018

Eine „Superfood-Wildkräuterwanderung“ mit anschließendem Kocherlebnis wird am Sonntag, 13. Mai, auf Gut Herbigshagen angeboten. Treffpunkt ist um 10 Uhr am Hofbrunnen. Die Aktion dauert bis etwa 13 Uhr.

07.05.2018