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Duderstadt Musikalische Einführung in „Zauberflöte inkognito“
Die Region Duderstadt Musikalische Einführung in „Zauberflöte inkognito“
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10:15 11.09.2017
Zur Einführung zeigte die Lebenshilfe ihre Fassung der „Zauberflöte“. Quelle: Helge Schneemann
Duderstadt

Die Kreismusikschule und die Werkstatt Mosler haben das Integrationsprojekt „Zauberflöte inkognito“ mit Eichsfelder Jugendlichen und Geflüchteten inszeniert. Eine Einführung in die Aufführung am kommenden Wochenende gab es im Duderstädter Rathaussaal, unterstützt von der Lebenshilfe Eichsfeld.

Sabine Gottschalk, Leiterin der Kreismusikschule, hat zur Begrüßung im Rathaussaal kurz das gemeinsame Projekt mit dem Künstler-Ehepaar Christiane und Lüder Mosler vorgestellt. Mit jungen Geflüchteten und Eichsfelder Jugendlichen ist die „Zauberflöte inkognito“ entstanden. Etwa 70 Musikschüler und deren Lehrer haben sich Mozarts Zauberflöte musikalisch gewidmet. Parallel dazu haben die beiden Künstler der Werkstatt Mosler gemeinsam mit den Jugendlichen aus verschiedenen Nationen das Thema der Zauberflöte kreativ bearbeitet. Im Jugendfreizeitheim stellten sie Masken her, die die Darsteller bei den beiden Aufführungen am kommenden Wochenende in der Eichsfeldhalle tragen sollen. Die musikalischen Beiträge werden pantomimisch begleitet, gesungen wird nicht bei der „Zauberflöte inkognito“.

Um in die Hintergründe, die Handlung und die Musik der Mozart-Oper einzuführen, wurde die Sonderveranstaltung im Rathaussaal angeboten.

Zur Einstimmung hat die Theatergruppe „Freistil“ der Lebenshilfe Eichsfeld unter der Leitung der Theatertherapeutin Gerdi Fricke ihre Version der Zauberflöte aufgeführt. Das pantomimische Stück, das von Fricke moderiert und vom Pianisten Uwe Gildein musikalisch begleitet wurde, fand beim Publikum großen Anklang und wurde mit kräftigem Applaus belohnt. Nach einer kurzen Pause referierte Johannes Roger Hanses über Hintergründe zu Mozarts Zauberflöte. „Der Zugang zur Musik und zur Kunst im Allgemeinen hat eine große Bedeutung bei der Bildung der Persönlichkeit“, meinte der Sozialarbeiter. Außerdem würden mit Kunst, Sport und Spiel auch sprachliche und kulturelle Grenzen überwunden werden, sagte Hanses. Und genau diese Themen fänden sich in Mozarts Zauberflöte wieder. Durch die Musik würden die Protagonisten zueinander finden. Außerdem beleuchtete Hanses Mozarts offensichtliche Bezüge der Zauberflöte zum Freimaurertum, hielt aber die Oper eher für eine Belustigung über die Bruderschaft, die den in Geldnot geratenen Komponisten nicht unterstützt habe.

Aufführung am Sonnabend, 16. September

Die „Zauberflöte inkognito“ mit Schülern und Lehrern der Kreismusikschule und den künstlerischen Darbietungen von jungen Menschen aus verschiedenen Nationen wird öffentlich am Sonnabend, 16. September, um 17 Uhr in der Eichsfeldhalle, August-Werner-Allee, aufgeführt. Der Eintritt ist frei. Zuvor gibt es bereits am Freitagvormittag eine nichtöffentliche Aufführung, wozu die Schüler aus den Schulen des Landkreises und Geflüchtete eingeladen sind. „Wir erwarten dazu rund 1200 junge Gäste aus Südniedersachsen und Thüringen“, sagt Gottschalk und hofft auch am Sonnabend für die öffentliche Aufführung auf gute Resonanz.

Zitat: „Der Zugang zur Musik und zur Kunst im Allgemeinen hat eine große Bedeutung bei der Bildung der Persönlichkeit.“ Johannes Roger Hanses, Referent zu den Hintergründen der Zauberflöte.

Von Claudia Nachtwey

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