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Duderstadt Nach 20 Wintern Abschied vom Waffeleisen
Die Region Duderstadt Nach 20 Wintern Abschied vom Waffeleisen
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19:07 23.12.2009
Gut gelaunt: Monika Thriene (l.) und Brigitte Weller backen seit 20 Jahren leckere Waffeln. Quelle: OT
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Zwei Dekaden Weihnachtsmarkt-Erfahrung haben Thriene und Weller damit gesammelt. Wohl zum letzten Mal waren sie in diesem Jahr mit ihrem Waffel- und Glühweinstand auf dem Duderstädter Weihnachtstreff vertreten – zum großen Bedauern ihrer vielköpfigen Stammkundschaft. Geboren wurde die Waffel-Idee während einer Urlaubsreise vor 21 Jahren: Monika Thriene und Ehemann Dieter verbrachten einige Tage auf Norderney und hatten auf dem dortigen Weihnachtsmarkt einen ähnlichen Stand gesehen. Den nahm sich Monika Thriene zum Vorbild und setzte die Idee gemeinsam mit Brigitte Weller in der Brehmestadt kurzerhand in die Tat um.

Jetzt wollen die beiden Frauen ihre Weihnachtsmarkt-Ära beenden: Aus Altersgründen wie sie sagen. Thriene wird 60 Jahre, Weller hat ihren 55. Geburtstag gefeiert.

Nach 19 Jahren Unterkirche und einem Jahr Markt am Rathaus ist ihr Urteil eindeutig. An der Unterkirche habe es deutlich mehr Laufkundschaft gegeben. Auch welches der schönste Weihnachtsmarkt in den vergangenen zwei Jahrezehnten war, darin sind sich die beiden Damen spontan einig: „Als die Eisbahn an der Unterkirche stand und Katharina Witt aufgetreten ist!“ Die Eisbahn habe der vorweihnachtlichen Szenerie noch einmal einen ganz besonderen Akzent verliehen.
Was in den 20 Jahren Waffel-Betrieb aber immer gleich geblieben sei, das sei der Kampf gegen die Kälte gewesen. „Das ist nicht so schön, aber im Winter eben normal. Da muss man durch“, schmunzelt Thriene. Zum Aufwärmen werden eben ab und zu auch mal selbst am Glühwein genippt.
Tonnenweise Teig haben die Gerblingeröderinnen in den vielen Jahren wohl gerührt. Zubereitet wurde er jeden Morgen frisch – kurz vor der Standeröffnung. Ob die bewährte Geschmacksrichtung auch getroffen wurde, haben die Standbetreiberinnen Tag für Tag selbst getestet. Das Rezept ihrer ganz besonders lecker und lockeren Eisenkuchen wollen die humorvollen Damen aber nicht preisgeben – egal, ob sie vielleicht doch weitermachen, oder nicht. „Das wird höchstens an unsere Kinder vererbt“, lacht Weller verschmitzt.

Die Waffelfrauen sollen bleiben – das wollen nicht nur die Markt-Besucher. Auch Hubertus Werner, Ortsbürgermeister und als Treffpunkt Stadtmarketing-Vorsitzender Organisator des Duderstädter Weihnachtstreffs hat Hoffnung, dass Thriene und Weller weiter backen: „Eigentlich wollten sie schon im vergangenen Jahr aufhören, haben ihre Waffeleisen aber doch wieder angeheizt. Sie sind ein fester Bestandteil unseres Marktes und dürfen nicht fehlen.“ Interessenten für einen Stand gäbe es zwar viele, doch lokale Betreiber hätten Vorrang. „Und Monika und Brigitte allemal“, betont Werner.

Matthias Monecke

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