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Duderstadt Hallenbad in Duderstadt soll saniert und modernisiert werden
Die Region Duderstadt Hallenbad in Duderstadt soll saniert und modernisiert werden
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00:42 29.04.2018
Während einer Vollsanierung soll das Hallenbad modernisiert werden. Quelle: Niklas Richter
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Duderstadt

„Wir wollen das Schwimmsportangebot in Duderstadt erhalten“, betonte Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU), „erkennen aber schnell unsere Grenzen.“ Die Finanzierung könne die Stadt mit der derzeitigen Förderung von 3,32 Millionen Euro ebenso wenig heben wie auch die Folgekosten.

Vier Vorschläge

Vier Realisierungsvorschläge waren in der Beschlussvorlage vorgegeben, zunächst die im Antrag vom 8. Dezember 2017 dargestellte Alternative eines Ersatzneubaus mit Gesamtaufwendungen von rund 8,39 Millionen Euro. Hier hätte sich die Stadt Duderstadt verpflichten müssen, die bestehende Finanzierungslücke von mindestens 5 067 876 Millionen Euro auszugleichen und in die Finanzhaushalte 2018 bis 2020 aufzunehmen. Darin sei aber noch kein Preissteigerungsindex von zusätzlich zehn bis 15 Prozent enthalten.

Ersatzneubau mit Ergänzungen

Die zweite Alternative beinhaltete zum Ersatzneubau weitere mögliche Ergänzungen, die teilweise oder komplett hätten aufgenommen werden können: eine fünfte Schwimmbahn mit zusätzlichen Kosten von 310 000 Euro, ein Bewegungsbecken (1 100 000 Euro), eine Sauna-/ Wellnesslandschaft (1 400 000 Euro) sowie die Technikerneuerung am Freibad (1 000 000 Euro).

Umfassende Sanierung und Modernisierung

Als dritte Variante sah die Beschlussvorlage die umfassende Sanierung und Modernisierung des bestehenden Hallenbades „Auf der Klappe“ vor. Hierfür seien Kosten von rund 6,79 Millionen Euro ermittelt worden. Voraussetzung sei, dass die Zuwendung von bis zu 3,32 Millionen Euro aus dem Förderprogramm des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit auch für eine Sanierung genutzt werden dürfe. Eine Ergänzung um ein Bewegungsbecken sei vorzusehen und zu einem späteren Zeitpunkt separat zu entscheiden. Außerdem seien Vorschläge zur Erneuerung der Freibadtechnik zu prüfen.

„Abgespeckte Version“

Als letzte Variante stand eine, wie Nolte sie nannte, „abgespeckte Version“ zur Wahl. Das Hallenbad „Auf der Klappe“ werde ohne umfassende Sanierung und Modernisierung weiter betrieben. Rund 100 000 Euro kosten die dringend notwendigen Instandsetzungsmaßnahmen zur Aufrechterhaltung des Schwimmbetriebes. „Das wäre dann wirklich nur für eine Saison“, erklärte Markus Kuhlmann, Geschäftsführer der Eichsfelder Blockheizkraft- und Bädergesellschaft (EBB). Und die Freibadtechnik sei jetzt abgängig.

Klares Bekenntnis zum Schwimmsportangebot

„Nach einer Phase der Euphorie sind wir nun auf den Boden der Realitäten zurückgekehrt“, sagte Dieter Thriene (CDU). „Wir müssen nun endlich bekennen, dass ein Neubau aus finanziellen Gründen einfach nicht machbar ist und zu einer vernünftige Variante zurückkommen.“ Allerdings halte er es für nötig, das Schwimmsportangebot zu erhalten. „Es wäre ein Armutszeugnis, wenn wir als Stadt unsere Schüler nach Gieboldehausen fahren müssten.“

Große Pläne untergegangen

„Es ist bitter, dass wir feststellen müssen, dass die großen Pläne im Überschwemmungsgebiet untergegangen sind“, erklärte Doris Glahn (SPD). Auf jeden Fall müsse ein ganzjähriges Schwimmsportangebot erhalten bleiben. „Wir wollen auch die Förderung erhalten“, ergänzte sie. Das sei eine große Chance für die Stadt. „Wir sollten das Geld nutzen, um ein attraktives Bad zu bekommen.“ Das könne sich dann auch positiv auf die Besucherzahlen auswirken. Zustimmung erhielt sie von Marliese Frisch-Dvorák (Grüne).

Möglichkeiten offenhalten

Lothar Dinges (WDB) verglich die Situation mit einem weißen Porsche, dem man sehnsüchtig auf der Autobahn hinterherschaue. Er forderte, trotzdem möglichst viele Dinge umzusetzen, „die uns hinterher noch Möglichkeiten geben“. Zum Beispiel für ein Bewegungsbad, wenn es dafür eine Fördermöglichkeit geben sollte.

Verlängerung

Schlussendlich stimmten die Ausschussmitglieder für die Sanierungsvariante. Der Bürgermeister soll nun klären, ob die Fördermittel auch dafür genutzt werden dürfen. Außerdem muss geklärt werden, ob es nicht doch eine Verlängerung über den Mai hinaus bis 30. September gebe, in der weitere Fördermittel akquiriert werden können. Auch die Ausführungsfrist müsse bei der derzeitigen Lage im Baugewerbe über das Jahr 2020 hinaus verlängert werden.

Vollsanierung

Wenn der Rat am 8. Mai sich ebenfalls dafür entscheiden sollte, bekommt Duderstadt zwar keinen Neubau, aber trotzdem ein fast neues Hallenbad.„Wir sprechen von einer Vollsanierung“, erklärte Kuhlmann. Stehenbleiben würden nur die Glaselemente und die Decke. In einem ersten Bauabschnitt sollen die Sanierungen des Bestands erfolgen, wofür dann die bis zu 3,32 Millionen Euro Förderung eingesetzt werden. Darüber hinaus wolle sich die Stadt um Fördergelder aus einem gerade in der Entwicklung befindlichen Programm bemühen, um später ein Bewegungsbad anzubauen.

Von Rüdiger Franke

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