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Duderstadt Bowling und Soccer in der alten Tennishalle?
Die Region Duderstadt Bowling und Soccer in der alten Tennishalle?
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00:20 28.07.2018
Architekt Michael Schmutzer (l.) und Fitmaxx-Inhaber Michael Redemann tauschen sich über die Planungen für den Umbau der Tennishalle aus. Quelle: Eichner-Ramm
Duderstadt

Sie ist inzwischen in die Jahre gekommen – die Tennishalle in Duderstadt, die nun im 18. Jahr den Namen Fitmaxx trägt und außer Tennisplätzen ein Fitness- und Gesundheitszentrum beherbergt. Michael Redemann ist Betreiber der Halle, Besitzer der Immobilie der Duderstädter Unternehmer Hans Georg Näder. Der hatte mit Blick auf ohnehin notwendige Modernisierungs- und Sanierungsarbeiten an der Halle die Idee, die Halle mit neuen Angeboten attraktiver zu machen.

Eingang künftig an der Parkplatz-Seite

Architekt Michael Schmutzer hat nach den Vorgaben Näders und in Abstimmung mit Redemann inzwischen eine Vorentwurfsplanung erstellt. Dem Entwurf zufolge soll der Eingang besser sichtbar von der Westseite hinter der Halle nach Norden verlegt werden, wo sich auch die Parkplätze befinden. Die künftig erweiterten Nutzungsbereiche sollen von hier aus zentral erreichbar sein, erläutert Schmutzer. Der vorhandene Gastronomiebereich sowie Sanitäranlagen, Sauna und Umkleiden sollen überarbeitet und modernisiert werden.

Auch für den Fitnessbereich sieht Schmutzers Entwurf keine wesentlichen Änderungen vor, so dass der Betrieb während des Umbaus weitergehen soll, sagt Redemann. Dort, wo sich zurzeit die beiden Tennisplätze befinden, wird es die wesentlichen Veränderungen geben. Nach Süden hin soll die bestehende Halle durch einen Anbau vergrößert werden. Dieser soll die beiden Tennisplätze aufnehmen.

Sechs Bowlingbahnen und „Lounge-Ambiente“

Angrenzend an den Fitnessbereich soll es künftig sechs Bowlingbahnen geben, die für bis zu acht Spieler je Bahn ausgelegt sind. Damit sollen sportliche Events zum Beispiel im Rahmen von Betriebsfeiern möglich sein. erklärt der Architekt. Die Inneneinrichtung des um einen weiteren Gastronomiebereich im „Lounge-Ambiente“ ergänzten etwa 400 Quadratmeter großen Areals mit den Bowlingbahnen soll Schmutzers Worten zufolge „eine besondere Ausstattung“ erhalten.

Angrenzend an die Bowlingbahnen ist in Schmutzers Konzept ein Soccerbereich vorgesehen. Dort könne auf 30 mal 50 Meter großen Spielfeldern zum Beispiel Kleinfeldfußball gespielt werden. Es soll eine mobile Anlage sein, dieser Teil der alten Halle auch für andere Ballsportarten oder für Events genutzt werden können, führt Schmutzer aus und nennt den Begriff „multifunktional“. Denn der daran angrenzende Anbau mit den Tennisplätzen könnte mit genutzt werden. Etwa 1300 Quadratmeter groß soll der Anbau werden.

Glasboden für die Tennisplätze?

Wie der Bodenbelag der Tennisplätze beschaffen sein wird, steht noch nicht fest. Schmutzer erläutert, dass im Laufe der Jahre mehrere Varianten verwendet wurden. Schwingboden mit Filzbelag etwa sei heute nicht mehr zeitgemäß, neuere Beläge hätten eine höhere Dämpfung als ein Sandplatz und böten besseren Spielkomfort, erklärt der Architekt. In der Duderstädter Halle sollen die Beläge zum einen auf die Bedürfnisse des Tennissports ausgelegt sein, aber auch multifunktionale Nutzungen ermöglichen. Prüfen will Schmutzer auch noch eine ganz neue Variante des Bodenbelags, die noch als Besonderheit gelte, aber ähnlich gute Dämmungseigenschaften wie normale Beläge habe. „In Dresden gibt es eine Halle mit Glasboden“, berichtet er, „dort kann man die Linien je nach Sportart, die gerade gespielt wird, einblenden“.

Transparenz und gegenseitige Blickachsen sollen zum zentralen Thema der ganzen Anlage werden, führt Schmutzer aus. Daher sollen bei den einzelnen Bereichen transparente Elemente zur Gestaltung eingesetzt werden. „Ein Place to be“, ein Platz für Begegnungen, nennt Redemann das Konzept, denn die Kommunikation werde durch die Architektur unterstützt.

Fassadendämmung und neue Dacheindeckung

Die geplanten Bauarbeiten beinhalten außer dem Anbau auch eine energetische Sanierung der Fassade und eine neue Dacheindeckung. Außerdem sind einige Reparaturen und Erneuerungen wie etwa von Sanitäranlagen und Heizung geplant. Schließlich soll die Sportsauna einen größeren Außenbereich bekommen.

Die Entwürfe, so Schmutzer, würden jetzt mit dem Bauherren abgestimmt und die Kosten ermittelt. Sobald es das Go des Bauherren gebe, werde eine Genehmigungsplanung erarbeitet. Noch in diesem Jahr rechnet Schmutzer damit, dass die Baugenehmigung erfolgt, so dass im Frühjahr 2019 mit den Arbeiten begonnen werden könnte. Dann wäre Fertigstellung etwa Mitte 2020.

Schon einmal Umbau

Schon einmal war der Sporthallenbau von Ende der 70er-Jahre umgebaut worden. Seinerzeit war der Tennisboom in Folge der sportlichen Erfolge von Boris Becker und Steffi Graf abgeflaut, drei Tennisplätze nicht mehr notwendig. Stattdessen wurden auf zwei Ebenen ein Fitnessbereich eingebaut, außerdem ein Gesundheitsbereich, eine Sauna und ein kleiner Gastronomiebereich. Zugunsten der neuen Nutzung reduzierte sich die Zahl der Tennisplätze von drei auf zwei.

Von Britta Eichner-Ramm

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