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Duderstadt Ratsmitglieder in Duderstadt bekennen sich zu EWB
Die Region Duderstadt Ratsmitglieder in Duderstadt bekennen sich zu EWB
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00:31 11.05.2018
Sitz der Eichsfelder Wirtschaftsbetriebe (EWB) in Duderstadt. Quelle: be
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Duderstadt

Der Ratssaal im Duderstädter Stadthaus war am Dienstag mehr als gut gefüllt. Zusätzliche Stühle mussten aufgestellt werden, denn 67 Zuhörer hatten sich eingefunden, drei Viertel davon aus der Belegschaft der Eichsfelder Wirtschaftsbetriebe (EWB). Sie waren vor allem gespannt auf die Meinung des Rates zum offenen Brief von Ottobock-Chef Hans Georg Näder, der den Verkauf des Unternehmens angeregt hatte, um aus dem Erlös unter anderem den Schwimmbad-Neubau am Freibad mitzufinanzieren.

Kein leichtfertiger Umgang

„Es gibt keinen leichtfertigen Umgang mit einem Unternehmen“, sagte Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU). Es gehe dabei schließlich um Arbeitsplätze. Allerdings habe jeder Bürger das Recht, seine Meinung zu artikulieren. Er appellierte, sachbezogen mit dem Thema umzugehen.

Vorschlag inakzeptabel

Dieter Thriene (CDU) bezog dann deutlich Stellung: „Der Vorschlag, die EEW zu verkaufen, um mit dem Geld eine Schwimmhalle zu finanzieren, ist für mich nicht akzeptabel.“ Auch die SPD-Fraktionsvorsitzende Doris Glahn nannte Näders Vorschlag „völlig inakzeptabel“.

Glücksfall für Duderstadt

Die EWB seien ein Glücksfall für Duderstadt, erklärte das fraktionslose Einzelmitglied Hans Georg Schwedhelm. Das Kanalnetz, die Schwimmbäder – was Geld kostet, habe die Stadt an das Unternehmen abgegeben. Auf der anderen Seite stehen unter anderem 70 Arbeitsplätze und die Gewerbesteuereinnahmen. Marliese Frisch-Dvorák (Grüne) erklärte, dass Näder ein wenig zu kurz gedacht habe. Der Neubau sei weniger das Problem als die spätere Unterhaltung. Deshalb sei für sie das Thema vom Tisch.

Kein Aufreger

Für den WDB-Fraktionsvorsitzenden Lothar Dinges stellte der offene Brief keinen Aufreger dar. Der Rat sei das Entscheidungsgremium. „Wir haben schon früher darüber gesprochen und auch dagegen entschieden.“ Was spreche dagegen, Anregungen zu erhalten? Das bestätigte FDP-Fraktionsvorsitzender Thorsten Feike: „Ich finde es toll, wenn jeder Bürger eine Idee hat und auf uns zukommt.“

Albert Ballhausen fasste für die EWB-Belegschaft zusammen, dass diese zunächst beruhigt sein könne und hoffe, dass der Vorschlag auch zukünftig nicht zum Thema werde.

Von Rüdiger Franke

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