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Duderstadt Ortsrat Westerode erwartet mehr Mittel im Haushaltsplanentwurf
Die Region Duderstadt Ortsrat Westerode erwartet mehr Mittel im Haushaltsplanentwurf
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09:01 14.02.2019
Kellerbrand: Feuerwehreinsatz in Westerode. Quelle: R
Westerode

Vor allem gehe es um fehlende Haushaltsmittel für den Bau des Feuerwehrhauses und die Sanierung des Mehrzweckgebäudes.

„Alle Beschlüsse wurden einstimmig gefasst“, teilte Ortbürgermeister Bernward Vollmer mit. Die Geschlossenheit gründet nicht zuletzt auf einhelligem Unmut. „Wir haben zur Kenntnis nehmen müssen, dass das Stadtkommando der Feuerwehr Duderstadt vorschlägt, bei den anstehenden Neubauten das Feuerwehrhaus in Hilkerode vorzuziehen“, so Vollmer. „Wir hatten angenommen, dass der erste Spatenstich für unser Feuerwehrgerätehaus 2018 passiert. Die Unzufriedenheit ist gewachsen.“

Falls Mittel frei werden: „Neubau in Westerode ist vorzuziehen“

Auf Antrag des stellvertretenden CDU-Fraktionsvorsitzenden Florian Vollmer lautet der Beschluss vom Dienstag im Wortlaut: „Sollten im Haushaltsjahr 2019 durch nicht realisierbare Projekte Haushaltsmittel zur Verfügung stehen, ist der Neubau des Feuerwehr-Gerätehauses in Westerode vorzuziehen.“

655 000 Euro im Entwurf des Haushaltsplans 2020 für Feuerwehrhaus

Michael Kühne, Vorsitzender der WDB-Gruppe, betonte am Tag nach der Sitzung: „Wir haben uns im Ortsrat des Öfteren vehement für den Bau eingesetzt. Diese Prioritätenliste hat das Stadtkommando erstellt, und nicht mit unserer Zustimmung.“ Während in Hilkerode in diesem Jahr gebaut werde, „kommen wir, wenn wir Glück haben, 2020 zum Zuge. Das hängt natürlich von der Finanzlage ab.“ 655 000 Euro stehen aktuell im Entwurf des Haushaltsplans 2020 für den Neubau des Gerätehauses zur Verfügung. Bis auf Weiteres muss das neue Löschfahrzeug weiterhin im Zelt vor der Witterung geschützt werden.

Zukunft der Mehrzweckhalle ungewiss

Die Zukunft der Mehrzweckhalle ist ebenfalls ungewiss. Daher fordert der Ortsrat mit seinem vom Fraktionsvorsitzenden formulierten Beschluss, „die notwendigen Mittel im Rahmen der Dorfentwicklung für den Umbau/Neubau zur multifunktionalen Nutzung als DGH an der Westeröder Straße10 in Höhe von circa jeweils 300 000 Euro (bis zu 63 Prozent Förderung)“ im Investitionsprogramm für die Haushaltsjahre 2020/2021 vorzusehen.

Architekt soll Kosten für bau- oder Sanierungs-Varianten ermitteln

Die Ortsratsmitglieder möchten, dass „ein Architekt zeitnah mit der Aufgabe eines Variantenvergleichs“ beauftragt wird. Er soll die Kosten für Sanierung oder Neubau ermitteln. Der Eigenanteil der Stadt betrage ein Drittel, zwei Drittel würden aus dem Programm der Dorferneuerung finanziert, erklärt Vollmer. „Die Zeit läuft. Der Förderzeitraum endet absehbar“, warnt Kühne. Folglich heißt es im Beschluss des Ortsrats: „Die Variantenfestlegung mit Kostenermittlung soll nach Beratung im Ortsrat bis zum Stichtag 15. September 2019 erfolgen.“

Durchfahrverbot für Lkw: 15 000 Euro für Hinweisschild notwendig

Weitere für den Ort wichtige Beschlüsse des Ortsrates mit Blick auf den Haushalt 2019 und das geplante Investitionsprogramm betreffen die Bereitstellung „notwendiger Mittel zur Hinweisbeschilderung des Durchfahrverbots für Lkw über 7,5 Tonnen und Gefahrguttransporte an der Ortsumgehung Westerode“ im Haushaltsjahr 2019. Außerdem wird erwartet, dass für den Bereich Hochwasserschutz 2019 Planungsmittel bereitgestellt werden. Mindestens 15000 Euro seien notwendig, um ein Planfeststellungsverfahren vorzubereiten, das zum Ziel hat, die Berme an der Nathe im Bereich der Amtmannswiese zu verlängern.

Veranstaltung im Juni anlässlich 25 Jahre AG der Vereine

Aus dem Ortsratsbudget bewilligt wurden Zuschüsse an die Freiwillige Feuerwehr (200 Euro), die Grundschule Mingerode (300 Euro), den Kindergarten Westerode (300 Euro), Mittel für die Seniorenobfrau (300 Euro) sowie für die Seniorenadventsfeier „nach Abrechnung des Ortsbürgermeisters von bis zu 250 Euro“. Zur Finanzierung einer Gemeinschaftsveranstaltung anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Arbeitsgemeinschaft örtlicher Vereine am 22. Juni soll die AG „den zweckgebundenen Zuschuss in Höhe von 250 Euro“ erhalten – „vorbehaltlich der Genehmigung des Haushalts der Stadt Duderstadt“, sagte Vollmer.

Das Tageblatt berichtete: Feuerwehr-Entscheidungen wohl Anfang 2019; Westeroder Feuerwehrauto im Zelt „Da lacht schon die ganze Region“; Duderstädter Feuerwehr-Pläne werden konkret

Von Stefan Kirchhoff

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