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Duderstadt Mehr Autarkie durch Dorfbudget?
Die Region Duderstadt Mehr Autarkie durch Dorfbudget?
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19:49 11.10.2018
Für Desingerode soll die Möglichkeit eines Dorfbudgets geprüft werden . Quelle: Christina Hinzmann
Desingerode

Seit dem Verlust des Gemeinde-Status durch die Gebietsreform in den 1970er-Jahren kommt es vielen Dörfern immer wieder zu Diskussionen über den Handlungsspielraum von Ortsräten. Die einen wollen sie stärken, die anderen am liebsten ganz abschaffen. Der Ortsrat Desingerode/Werxhausen/Esplingerode hat jetzt einen Anlauf für mehr Eigenverantwortlichkeit genommen. Das Schlüsselwort, das Ortsbürgermeister Dennis von Ahlen (CDU) als Option für die Zukunft in Erwägung zieht, lautet Dorfbudget. Zunächst hat der Ortsrat an die Stadt Duderstadt den Antrag gestellt, die jährlichen Durchschnittskosten für die Pflege der Grünflächen in Desingerode zu ermitteln. „Wir wollen ein Stück mehr Selbstständigkeit“, sagt der Desingeröder Ortsvorsteher von Ahlen und hat dabei „die beschränkten Ortsratsmittel in Höhe von jährlich 2500 Euro sowie die Belastung des städtischen Bauhofes“ im Blick: „Statt der Verankerung von Ortsratsmitteln im städtischen Etat wollen wir mehr Eigenverantwortung bekommen.“ Im Vorfeld dieses Vorstoßes sollten die Ausgaben und Einnahmen der Stadt für Desingerode aufgelistet werden.

Von der Stadt prüfen lassen will der Ortsrat auch ein mögliches neues Modell für Straßenausbaubeiträge. Danach könnten Kosten statt nur auf die betroffenen Anlieger auf alle Haushalte eines Dorfes umgelegt werden. Über eine jährliche Pauschale könnte ein Budget für künftige Arbeiten geschaffen werden, sagt von Ahlen. Dadurch könnte vermieden werden, dass einige Anwohner kleiner Straßen zu stark belastet würden.

Von Kuno Mahnkopf

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