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Duderstadt Oskar Müller’s Disney-Interpretationen bei „Lebenslust“
Die Region Duderstadt Oskar Müller’s Disney-Interpretationen bei „Lebenslust“
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17:00 07.08.2018
Der Künstler Oskar Müller und Inhaberin Nadine Eberhardt vor den Werken im Geschäft "Lebenskunst"- Quelle: hö
Duderstadt

Interpretiert hat Müller die bekannte Trickfilm-Figur in gewohnt eigenwilliger Manier: Auf mit Beton bestrichenen Leinwänden schimmern Micky und seine Freundin Mini in Acrylfarben, jeweils in wechselnden Posen. Mal torkelt ein sichtlich zugedröhnter Micky durchs Bild, eine Flasche „Heimatliebe“ in der Hand. Mal posiert Mini als Ballerina – im grellen, farbenfrohen Tütü.

Jetzt hängen die 14 Leinwände im Bioladen „Lebenskunst“ in Duderstadt. Über den Spirituosen Micky Maus mit seinem Bier, über den Konserven Micky, der aus einer Campbell-Tomatensuppen-Dose späht - zugekleckert mit reichlich Soße. Dass das an Andy Warhol erinnert, ist alles andere als ein Zufall: Müller bekennt sich zu seinem Faible für Pop-Art.

Begeistert ist davon auch Nadine Eberhardt, Besitzerin von „Lebenskunst“: „Die Werke passen sich so gut an“, sagt die Einzelhändlerin über die Leinwände. Eberhardt hat schon öfter ihr Geschäft für Ausstellungen geöffnet, auch Müller stellt nicht zum ersten Mal bei ihr aus. „Lebenskunst“ habe schließlich auch etwas mit „Lebenskünstlern“ zu tun, erklärt sie das Konzept. Und außerdem stecke das „Kunst“ ja bereits im Namen ihres Bioladens.

Begehrte Ausstellungsfläche für Kunst

Für Müller ist es außerdem wichtig, eine Ausstellungsfläche mit viel Publikumsverkehr zu haben – woran es ihm zufolge ansonsten in Duderstadt mangelt. „So ergänzt man sich“, sagt Müller über die funktionierende Zusammenarbeit mit Eberhardt. Diese berichtet, dass sich seit Ausstellungsbeginn bereits mehrere Kunden nach den Preisen der Werke erkundigt hätten – wohl auch, weil er dieses Mal auf bewusst auf kleinere Formate gesetzt habe, so Müller.

Dass eine Serie über Micky und Mini Maus entstanden ist, hat laut dem aus Berlin kommenden Künstler zwei Gründe: Einerseits habe seine Frau Dorothea gedrängt, sich den beiden Trickfilmfiguren zu widmen. Und andererseits sieht er sich dabei in der Tradition der „Duckumenta“ – einer Ausstellung, zu der schon seit Jahren weltweit bekannte Künstler ihre Interpretationen von Disney-Figuren beitragen.

Nächste Serie über Donald und Daisy

„Das Thema reicht noch über Micky und Mini Maus hinaus“, sagt Müller auch deshalb. Eine nächste Serie sei schon fast fertig. Sie widmet sich Donald Duck und Daisy, einem weiteren Disney-Pärchen, dass die Duderstädter bald auf Beton-Leinwand gebannt bewundern können.

Von Christoph Höland

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