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Duderstadt Mobilität aus dem Hause Ottobock
Die Region Duderstadt Mobilität aus dem Hause Ottobock
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10:40 02.11.2018
Sven Ehrich von der Forschungs- und Entwicklungsabteilung bei Ottobock in Duderstadt erklärt bei den Förderfreunden des PS.Speichers in Einbeck die Funktionsweise des Exoskeletts. Quelle: Eichner-Ramm
Einbeck/Duderstadt

 Mobilität steht beim PS.Speicher in Einbeck naturgemäß im Mittelpunkt. Mobilität, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt, ist das Metier des Duderstädter Unternehmens Ottobock, wie deren Vertreter bei einem Vortrag betont haben.

Sven Ehrich, Leiter für Forschung und Entwicklung in Duderstadt, sowie Mark C. Schneider, Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, von der Ottobock SE & Co. KGaA haben auf Einladung der Förderfreunde PS.Speicher zum Thema „Der Mensch im Mittelpunkt – wie Ottobock nach 100 Jahren an der Zukunft der Mobilität arbeitet“ berichtet. Dabei stellten beide immer wieder den Bezug zum Automobil her. Günter Diener, Geschäftsführender Vorstand der Förderfreunde, sagte einleitend, dass Mobilität bei behinderten Menschen eine ganz entscheidende Rolle spiele. Insofern sei der Bezug zum PS.Speicher und seiner Ausstellung gegeben. Aus dem Fahrzeug-Fundus hatten die Einbecker Gastgeber denn auch thematisch passend zwei „Fahrstühle aus den 50er-Jahren“ neben der Bühne platziert.

E-HAWK18 und Exoskelett

Weiter hinten in der PS.Halle entdeckte Ehrich den E-HAWK18, einen Elektro-Rennwagen, den Studenten der HAWK entwickelt haben. „Teile davon stammen von Ottobock“, sagte Ehrich und wies auf die Unterstützung der HAWK durch das Duderstädter Unternehmen hin.

Das Duderstädter Unternehmen Ottobock besteht im kommenden Jahr seit 100 Jahren, zähle derzeit weltweit mehr als 7000 Mitarbeiter und erzielte den Angaben von Schneider zufolge 2017 einen Umsatz von rund 927,4 Millionen Euro. Firmengründer Otto Bock sei das, was Henry Ford für das Automobil gewesen sei, hob der Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung eine weitere Parallele hervor. Beide hätten den Grundstein für eine industrielle Serienfertigung gelegt.

Eines der neuesten Produkte, das vom Team um Ehrich im Hause Ottobock entwickelt wurde, habe ebenfalls Bezug zur Automobilindustrie. In Zusammenarbeit mit dem Automobilkonzern VW ist das Paexo entstanden. Dabei handelt es sich um ein Exoskelett, das längere Über-Kopf-Arbeiten ermöglicht und dabei Schultergelenke und Oberarme entlastet. Die Resonanz nach dem dreimonatigen Testlauf im VW-Werk im slowenischen Bratislava sei riesig, sagten Schneider und Ehrich. Andere Automobilhersteller und sogar die Flugzeugindustrie hätten Interesse signalisiert. Das Paexo-Exemplar, das die Duderstädter zur Ansicht mit nach Einbeck gebracht haben, stieß bei den Zuhörern ebenfalls auf reges Interesse.

Der Bericht wurde aktualisiert.

Von Britta Eichner-Ramm

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