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Duderstadt „Pappschachtel“ verkommt zur Müllkippe
Die Region Duderstadt „Pappschachtel“ verkommt zur Müllkippe
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21:30 14.05.2010
Verwahrlost: Neben der Außentreppe häuft sich Müll. Quelle: Pförtner

Das Gebäude an der Bundesstraße 27 nahe der Kreisgrenze zwischen Göttingen und Osterode – am Rande der Gemarkung Wollershausen – gleicht einer Ruine. Die Polizei ist eingeschaltet. Sowohl in Gieboldehausen als auch in Herzberg sind auf der Wache Beschwerden von Anliegern umliegender Orte und Pendlern laut geworden.

Ebenso wie Reinhold Fehler aus Wollershausen, der sich auch beim Eichsfelder Tageblatt gemeldet hat, beklagen sich die Anrufer über das äußere Erscheinungsbild des Grundstücks Pappschachtel. Das Haus im Bungalowstil, in dem früher ein Ausflugs- und Tanzlokal untergebracht war, zerfällt zunehmend und wird von der Natur allmählich überwuchert. Was aber besonders ins Auge fällt, ist der viele Müll, der sich an der Außentreppe neben zwei Laternen häuft und von der Straße zu sehen ist. Fremder Müll sei dort inzwischen abgelagert worden, berichtet Wolfgang Döring von der Polizei in Gieboldehausen.

Der Beamte, der auf Umweltdelikte spezialisiert ist, hat Kontakt mit verschiedenen Stellen aufgenommen. Nicht ganz einfach. Schließlich gibt es bei der Pappschachtel Probleme aufgrund komplexer Besitzverhältnisse.
Nachdem die Eigentümerin des Anwesens, eine Herzbergerin, im vergangenen Jahr gestorben ist, haben die Hinterbliebenen, zu denen auch Eva Herrman gehört, die Hinterlassenschaft Pappschachtel ausgeschlagen. Der Fiskus als gesetzlicher Erbe, das Land Niedersachsen, hat es wider Willen antreten müssen, wie Norbert Schulz, Leiter des Umweltamtes beim Landkreis Göttingen, bestätigt.

Weil das Land bislang nicht reagiert habe, werde der Landkreis den Abfall in der kommenden Woche beseitigen lassen, obwohl er nicht zuständig sei. „Wie möchten nicht, dass noch mehr Abfälle abgelagert werden“, so Schulz,
Die Pappschachtel war Mitte des vergangenen Jahrhunderts ein beliebtes Ausflugslokal. Bis etwa Anfang der 80er-Jahre war es in Betrieb, zuletzt als „Eiscafe Banana“, das von Eva Herrmans Schwester, die einige Jahre in Gieboldehausen wohnte, betrieben wurde.

Von Heinz Hobrecht

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