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Duderstadt Patenschaften im Duderstädter Heimatmuseum
Die Region Duderstadt Patenschaften im Duderstädter Heimatmuseum
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22:56 22.05.2017
Quelle: Hinzmann
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Duderstadt

Der Anstoß für diese Idee kam durch den Jützenbacher Ortsheimatpfleger Christoph Schmidt. „Er wollte 2014 die Reliquie des Heiligen Johannes von Nepomuk für eine Ausstellung zu 890 Jahre Kloster Gerode ausleihen“, erinnert sich Kästner. Doch sei diese in keinem guten Zustand gewesen. „Der Glasdeckel war mehrfach gesprungen und notdürftig geklebt. Und im Innenleben zeigten sich die filigranen Blüten und Perlen stark verschmutzt und zum Teil gelockert.“ Weil Schmidt aber die Reliquie für die Kloster-Ausstellung wollte, habe er den Kontakt zu Restauratoren hergestellt, die Reliquie dorthin gebracht und am Ende die Kosten übernommen.

„Das könnte ein Weg sein, auch andere Exponate in einen guten Zustand zu versetzen“, möchte die pädagogische Leiterin kunst- und geschichtsinteressierte Menschen dazu anregen, über eine Restaurationspatenschaft nachzudenken und historisch wertvolle Ausstellungsstücke vor dem Verfall zu bewahren. Dabei gehe es nicht darum, dass eine Person die gesamte Summe bezahle. „Aber jeder Beitrag könnte ein Anstoß sein, dass auch andere das Museum unterstützen." rf

 

Kontakt per E-Mail unter heimatmuseum.duderstadt@gmx.de beziehungsweise freitags bis sonntags zu den Öffnungszeiten

 

Mögliche Exponate für Restaurierungspatenschaften im Duderstädter Heimatmuseum:

 

1. Gemälde der 14 Nothelfer aus dem späten 15. Jahrhundert

"Bei dem Gemälde sollen die alten Retuschen abgenommen werden", so Sandra Kästner. Dann müsse man schauen, wie alte Fehlstellen aufgearbeitet werden können.

Quelle: Hinzmann

 

2. Pièta aus dem 15. Jahrhundert

Die Piéta ist gereinig und weist viele Fehlstellen auf. Hier gelte es nach Kästners Angaben nachzuschauen, ob sie restauriert werden soll oder ob es noch die Originalfassung gebe. Auf jeden Fall sei sie mit einem Lack der 40er-/50er-Jahre überpinselt worden. "Die Originalfassung hätte eine ganz andere Auro", so Kästner

Quelle: Hinzmann

 

3. Zylinder und Hutschachtel aus dem frühen 20. Jahrhundert

Eine Möglichkeit mit kleinen Beiträgen zu helfen, böten der Zylinder und die Hutschachtel. Hier gelte es den Allgemeinzustand zu verbessern, so Kästner.

Quelle: Hinzmann

 

4. Nepomuk-Figur aus Holz aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts

Bei Nepomuk soll der Verfallszustand aufgehalten werden. Die Figur habe zum Beispiel Abplatzungen. "Sie stand im Außenbereich", so Kästner. Deshalb müsse die Fassung gereinigt werden, wie bei den Heiligenfiguren von St. Cyriakus. In einem zweiten Schritt soll sie restauriert und die Fehlstellen behoben werden.

Quelle: Hinzmann

 

5. Keramik mit unklarer Herkunft

"Über die Keramik ist nichts bekannt", so die pädagogische Leiterin. Sie habe keine Inventarnummer. Eine der zu klärenden Fragen sei zum Beispiel, ob sie ein regionales Produkt sei oder von jemandem aus dem Urlaub mitgebracht wurde. Auch sei unklar, aus welcher Zeit sie stamme.

Quelle: Hinzmann

 

6. Spiegel unklarer Herkunft, geschätzt auf Anfang des 19. Jahrhunderts

Auch über den Spiegel ist nicht viel bekannt. Nach Kästners Angaben habe er aber keine Originalvergoldung. Ein echter Rokokospiegel wäre zum Beispiel mit echtem Blattgold verziert. Darüber hinaus seien einige Stellen locker und es müssten Klebereste entfernt werden.

Quelle: Hinzmann
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