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Duderstadt Kreuzwegstationen ohne Schimmel und Stock
Die Region Duderstadt Kreuzwegstationen ohne Schimmel und Stock
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00:16 19.10.2016
Pfarrer George segnete die restaurierten Bilder, nachdem er in seiner Predigt auf das Kirchweihfest eingegangen war, das die kleine Gemeinde in jedem Jahr feiert. Quelle: NE
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"Die Bilder gehören in unsere Kirche" - mit diesen Worten und sichtlich bewegt beendete Marie-Theres Rathswohl ihren kurzen Beitrag, in dem sie den Besuchern des Sonntagsgottesdienstes zum Kirchweihfest schilderte, welchen Weg die 14 Bilder des Kreuzwegs genommen hatten, um an diesem Tag wieder ohne Stock- und Schimmelflecken und ohne Löcher und Lücken an den Wänden der Kirche zu hängen.

Bereits vor Jahren habe sich abgezeichnet, dass die 1893 erstellten Kreuzwegbilder langsam verwitterten. "Wir konnten zusehen, wie der Zustand immer schlechter wurde", erklärte das Mitglied des Kirchengemeinderates. Temperaturschwankungen in der Kirche, Feuchtigkeit und Schimmel, dazu Silberfische hatten den Bildern zugesetzt. So habe sie im Internet recherchiert, ob bei Kirchenauflösungen Kreuzwegbilder verkauft würden - aber bald schon festgestellt, dass eine Neuanschaffung zu Folge hätte, dass der ganze Innenraum der Kirche hätte gestrichen werden müssen.

"Hinter den Bildern haben sich schwarze Ablagerungen gebildet. Die wären sichtbar geworden, wenn wir Bilder in anderer Größe aufgehängt hätten", sagte sie. Also habe sie im Denkmalamt des Bistums um Hilfe gebeten - und sie bekommen. Die Papierrestauratorin Kirsten Meyer sei ihr empfohlen worden, eine von nur 14 Spezialisten auf dem Gebiet. Dank der Einnahmen aus zwei Pfarrfesten und der finanziellen Unterstützung aus Hildesheim habe die Kirchengemeinde die Arbeiten an den Chromolithografien, farbigen Steindrucken, bezahlen können. 

Pfarrer George segnete die restaurierten Bilder, nachdem er in seiner Predigt auf das Kirchweihfest eingegangen war, das die kleine Gemeinde in jedem Jahr feiert. "Die Kirche ist das Herzt einer Pfarrei", sagte er. "In ihr strömt Lebenskraft." Die Kirche sei eine Raststätte auf dem irdischen Pilgerweg, predigte Pfarrer George. Ein Ort, an dem Freude, Leid und andere Anliegen vorgebracht werden könnten. Am Tag der Kirchweih dürfte bei den Gottesdienstbesuchern die Freude überwogen haben - und die Dankbarkeit. Wie Rathswohl sagte, sei es ein Verdienst aller Gemeindemitglieder, dass die Kreuzwegbilder wieder in der Kirche hingen.

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