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Duderstadt Pflegemedaille als positiver Anreiz im Ehrenamt
Die Region Duderstadt Pflegemedaille als positiver Anreiz im Ehrenamt
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00:19 21.09.2017
Quelle: GT
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Duderstadt

„Es ist eine gute Idee“, sagt der Ausschussvorsitzende Matthias Schenke (SPD). Eine Umsetzung sei aber mit großem Aufwand verbunden, um gerecht zu bewerten, wer für solch eine Auszeichnung in Frage käme. Es müsse überlegt werden, wie das ganze in ein ganz klares Gerüst gepackt werden könne. „Der Vorschlag hört sich erst einmal leicht an“, so Schenke, lasse sich aber innerhalb einer Behördenstruktur schwieriger umsetzen als im privaten Bereich.

Beide Spitzenverbände, der Niedersächsische Städtetag und der iedersächsische Städte- und Gemeindebund sehen die Umsetzung vor dem Hintergrund der freiwilligen Aufgabe im Rahmen der Kommunalen Selbstverwaltung durchaus für denkbar, zumal anderweitige Ehrungen auf Landesebene nicht entgegenstehen, heißt es in der Sitzungsvorlage. Anders als in anderen Bundesländern werde ehrenamtliches Engagement für pflegende Angehörige in dieser Form in Niedersachsen noch nicht explizit durch die Aushändigung einer Medaille honoriert. Es stünden aber noch die Antworten oder Einschätzungen des Landkreises Göttingen und auch des Sozialministeriums zur Thematik aus.

Auswahlkriterien als Herausforderung

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Andreas Diedrich erklärt, dass seine Fraktion der Idee grundsätzlich positiv gegenüberstehe. Zunächst müssten aber noch die konkreten Stellungnahmen abgewartet werden. Auch er sagt, dass die Rahmenbedingungen geklärt sein müssten, bevor die Idee in die Realität umgesetzt werden könne. „Die Auswahlkriterien werden die Herausforderung bei der Umsetzung“, so Diederich. Aber er sieht auch das Land und den Bund in der Pflicht, erst einmal allgemein die Rahmenbedinungen für die Pflege festzulegen.

„Ich persönlich halte es zwar für nachvollziehbar, ehrenamtlich Pflegende zu ehren“, sagt Jochen Mitschke, Fraktionsvorsitzender der Grünen. Auch er hält es aber für sinnvoller, für vernünftige Rahmenbedingungen in der Pflege zu sorgen, damit der Beruf die Anerkennung erhalte, die ihm zustünde.

Anregung für andere

„Das muss unterstützt werden“, erklärt FDP-Fraktionsvorsitzender Thorsten Feike. Die Frage sei, wie die Auswahl bewertet würde. So könne er sich vorstellen, dass auch jemand berücksichtigt werden könne, der seit Jahren für seinen Nachbarn einkaufen geht, weil dieser es nicht mehr könne. „So etwas könnte dann als Anregung dienen für andere“, so Feike. Es sei wichtig für die Gesellschaft, wenn sich Menschen an anderen, die Gutes tun ein Beispiel nehmen.

Auch die Fraktion der Freien Wähler stehe der Idee grundsätzlich positiv gegenüber, sagt der Vorsitzende Lothar Dinges. Bei der Pflege von Angehörigen dürfe nicht nur der finanzielle Aspekt im Vordergrund stehen. „Es geht dabei auch um menschliche Nähe.“

Seniorenarbeit, St. Martini und Dorf-FSJler

Außer der Duderstädter Pflegemedaille steht unter anderem die Seniorenarbeit in der Stadt Duderstadt auf der Tagesordnung zur dritten Sitzung des Ausschusses für Jugend, Familien, Senioren und Soziales im Rat der stadt Duderstadt. Thematisiert werden auch die Entwicklung und Zukunft des St.-Martini-Krankenhauses sowie das Projekt „Dorf-FSJler/Dorf-BFDler zur Verbesserung der sozialen Daseinsvorsorge im Eichsfeld“. Des Weiteren soll über das Mehrgenerationenhaus JuFi gesprochen werden. Die öffentliche Sitzung beginnt am Dienstag, 19. September, um 16.30 Uhr im Lorenz-Werth­mann-Haus in Duderstadt, Scharrenstraße 9/11.

Von Rüdiger Franke

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