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Duderstadt Pfunds-Kerle spielen im Festzelt
Die Region Duderstadt Pfunds-Kerle spielen im Festzelt
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13:33 05.05.2017
Die Pfunds-Kerle Josef Wachter, Martin Köhle und Paul Köhle (v.l.) wollen die Besucher im Nesselröder Festzelt mit Gesang und vielen Instrumenten unterhalten. Quelle: R
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Nesselröden

Der 46-Jährige verspricht ab 20.30 Uhr ein Showprogramm mit "lustigen Geschichten und Witzen". Wie der Abend im Festzelt genau verlaufe, "entscheiden wir vor Ort", erzählt der Musiker. Je nachdem was ankomme, werde das Programm fortgesetzt, sagt Köhle im Tageblatt-Interview und fügt mit ruhiger Stimme hinzu: "Kein Auftritt ist so wie der andere". 

Humor verstehe die Gruppe, zu der sein Bruder Paul als Bandleader und Josef Wachter als Hauptsänger gehören, auch musikalisch zu verbreiten. "An meinem Overall sind Hupen angenäht, die muss ich Händen und Füßen drücken", nennt der Tiroler ein Beispiel.

Während eines Konzerts könnten 15 bis 20 Instrumente zum Einsatz kommen. Das reiche von Alphorn über Dudelsack, steirische Harmonika und Gitarre bis zur Bassgitarre, bei moderneren Stücken spielten die Musiker auch Keyboard und E-Gitarre.

"Im Eichsfeld mag das Publikum gerne ein bisserl Volksmusik", so Köhles Erfahrung. Die Hälfte des Repertoires bestehe aus eigenen Stücken, die andere Hälfte sei gecovert. Besonders gut komme derzeit unter anderem ihre Interpretation von Andreas Gabaliers Hit "Hulapalu" an.      

Die Gruppe freue sich in Nesselröden auch auf ein Wiedersehen mit Mitgliedern des regionalen Fanclubs. "Die kommen gerne zu Konzerten, wenn wir in der Nähe sind und jedes Jahr zum Pfunds-Kerle-Fest in unserer Heimat", so Köhle.
Auffallend sei, dass in Niedersachsen, Thüringen und Hessen die Zuhörer relativ leicht zu begeistern seien. "In Bayern kann es passieren, dass in der ersten Stunde nicht viel vom Publikum zurückkommt, die schauen erst mal, aber wenn du sie erst einmal begeistert hast, dann sind sie auch ein Super-Publikum."

Auf der Alm fing alles an  

Das gemeinsame Musizieren habe 1992 auf einer Alm begonnen, wo er gelegentlich mit seinem Bruder für Wanderer spielte. Der damalige Student Josef Wachter sei mit einer von der örtlichen Musikkapelle geliehenen Posaune zum Mitspielen dazugekommen. Einmal wöchentlich habe das Trio mit großer Resonanz einen Hüttenabend ausgerichtet und im Sägewerk des verstorbenen Vaters daraufhin ein Probenstudio eingerichtet. Martin Köhle kam auf die Idee für den Namen der Gruppe. Sein Lehrer habe ihn in der Beufsschule nie mit seinem richtigen Namen angesprochen, sondern mit "Pfunds-Kerl", da er aus der Gemeinde Pfunds stamme.

Außer regelmäßigen Auftritten in Österreich, der Schweiz, Deutschland und Südtirol sei die Gruppe in früheren Zeiten auch in den USA aufgetreten. Die Flüge hätten allerdings mehrmals Spuren an den Instrumenten hinterlassen. "Wir haben da zum Teil große Schäden gehabt, fliegen wollen wir den Instrumenten nicht mehr antun", so Köhle. Zum 25-jährigen Bühnenjubiläum könnten Fans im kommenden Jahr mit der Gruppe zu einer Kreuzfahrt nach Island starten, kündigt er an.

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