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Duderstadt Letztes Konzert im Duderstädter Kultursommer 2017
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00:17 06.09.2017
Im Rahmen des 23. Duderstädter Kultursommers sind „PHIL“ zu Gast im Stadtpark in Duderstadt. Quelle: Arne Bänsch
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Duderstadt

Coverbands können bekannte Stücke nachspielen, Eintritt dafür verlangen und darauf hoffen, dass das Publikum auf nicht mehr achtet als „Das kenn’ ich“. Oder aber sie wagen das Experiment, sich an den ganz Großen zu versuchen und Qualität abzuliefern. Selten genug passiert es, dass sich eine Band an die Helden der Popmusik herantraut. Und oft bleibt es beim Versuch. Denn: Damit das funktioniert, braucht es gute Musiker und Entertainment gleichermaßen. „Phil“ hat beides mitgebracht. Die zehn Musiker haben die Gäste des Abschlusskonzerts im diesjährigen Duderstädter Kultursommer mitgenommen auf eine Reise durch die Musikgeschichte, die Phil Collins solo und mit Genesis schrieb.

Wie die Erinnerung an die guten alten Zeiten

„Jeder hat seine persönliche Erinnerung an eine verkorkste Kassette mit einem Genesis-Stück, an einen Kuss oder an einen coolen Song im Radio“, hatte Gerald Werner, Kulturprokurist der LNS-Gesellschaft in den Abend eingeleitet. Und offenbar hatte er recht. Das Publikum im Duderstädter Stadtpark ließ sich auf „Phil“ ein wie auf eine in dem Moment zurückgekehrte Erinnerung an die guten alten Zeiten: Kaum erklangen die ersten Töne der Stücke, ging ein Raunen durch die Masse, oft auch spontaner Applaus. Dabei spielten Alter oder Geschlecht keine Rolle. Mittzwanzigerinnen schwenkten zu „Against all odds“ die Feuerzeuge, Mittfünfziger bekamen ihren Wunsch nach „Carpet Crawlers“ in den Zugaben erfüllt. Und dazwischen? Reisten zehn Musiker durch die Jahrzehnte und die Charts der jeweiligen Zeit.

Die Band „Phil“ spielt Songs von Collins und Genesis.

Allen voran Jürgen Mayer: Von eher kleiner Gestalt und - vorsichtig formuliert - mit eher spärlichem Haarwuchs kam er seinem Idol schon recht nahe. Und dann die Stimme! Eine, die der Phil Collins’ erstaunlich ähnelte, trotz Bronchitis bis zum Donnerstag zuvor, wie das Publikum erfuhr.

Das hatte schnell einen Narren an dem Frontmann gefressen. Trennte anfangs noch die gesamte Rasenfläche die Menschen von der Bühne - der nasse Rasen hielt die Gäste zunächst davon ab, sich dem Ort des Geschehens zu nähern, rückten die rund 900 Musikfans, die die Veranstalter zählten, bereits zum ersten Song merklich vor. Rhythmisch applaudierend zog Sänger Mayer die Gäste binnen kürzester Zeit in seinen Bann - und damit an die Bühne. Immer wieder animierte er das Publikum, führte einen Schellentanz mit Schellenkranz auf, steuerte die Luftgitarre zum Gitarrensolo bei und lockte Sprüche heraus: „Wir sind extra 378 Kilometer gefahren, um euch zu sehen.“ Gelächter. „Und spielen wahrscheinlich ein Paar Phil-Collins-Songs.“ Jubelstürme.

Mehr als leichte Unterhaltung

Doch - und das zeichnete die Band aus - es blieb längst nicht bei leichter Unterhaltung. „No Son of mine“ zum Einstieg, „Land of confusion“, „Mama“, „Follow you, Follow me“, „In the air tonight“, „You can’t hurry Love“ und „Sussudio“ sind nicht gerade musikalische Leichtgewichte. „Phil“ brachten sie rüber - insbesondere dank einer ausgefeilten Rhythmus-Sektion und eingespielter Bläser. Die Professionalität, die es den Musikern ermöglichte, die Stücke leichtfüßig klingen zu lassen, imponierte dem Publikum. Der starke Groove, die Songauswahl und die beeindruckenden Stimmen - auch im Background - ebenfalls. Die Gäste des Kultursommers feierten, klatschten und sangen mit - und vergaßen für einige Zeit die so gar nicht sommerlichen Temperaturen und den nassen Rasen.

Von Nadine Eckermann

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