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Duderstadt Feuerwehr verlangt Anbau oder Umzug
Die Region Duderstadt Feuerwehr verlangt Anbau oder Umzug
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00:16 30.01.2018
Der Feuerwehrstandort am Schützenring genügt nicht mehr den wachsenden Ansprüchen.       Quelle: Niklas Richter
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Duderstadt

Nach dem „sehr sinnvollen“ Einbau der Fenster im Jahr 2016 sei im Bereich des Feuerwehrhauses „nichts mehr passiert“. Krone: „Wir möchten unsere Aufgaben möglichst professionell abarbeiten. Dafür benötigen wir auch professionelle Rahmenbedingungen, die wir im Moment allerdings nicht haben.“

Der Stabraum sei eine „wichtige Komponente, die uns einfach bei größeren Einsätzen fehlt“, nannte er ein Beispiel. Die Jugend- und Kinderfeuerwehr warte seit langem auf die Fertigstellung ihres Bereichs. Dies scheitere an einem Durchbruch, der notwendig sei, „um den zweiten Rettungsweg sicher zu stellen“.

Krone erinnerte daran, dass nach dem Feuerwehrbedarfsplan 2019 und 2020 zwei Fahrzeuge „ersatzbeschaffen“ werden, die so groß seien, dass sie nicht mehr in das Gerätehaus passen. Der Ortsbrandmeister sprach von einem merklich größer werdenden „Unmut in der Truppe“. Bei einen Neubau müsste die Erreichbarkeit ein zentraler Aspekt sein. „Aus unserer Sicht sollte sich ein Standort möglichst zentral zwischen den Wohngebieten befinden, um zu gewährleisten, dass auch die Ausrückzeiten sich hinterher nicht zum Negativen entwickeln.“

2017 rückt die Feuerwehr zu 168 Einsätzen aus

Das abgelaufene Geschäftsjahr sei wieder einmal ein Jahr gewesen, „in dem der Schwerpunktfeuerwehr enorme Leistung abverlangt, aber auch viel Ausbildung betrieben wurde“. Die Aktiven mussten 2017 zu 168 Einsätzen ausrücken, erläuterte Krone. Außer vielen Entstehungsbränden und Verkehrsunfällen mit teilweise eingeklemmten Personen, mehreren Zimmerbränden, den Dachstuhlbränden in Nesselröden, Lütgenhausen und Brehme, dem Garagenbrand auf der Marktstraße und vielen kleineren Einsätzen hätten dazu vor allem „Einsätze im Bereich besonderer Wetterlagen“ gehört. Krone verwies unter anderem auf den Hochwassereinsatz Ende Juli.

Kaum Kommunikation mit Thüringer Wehr möglich

Der Ortsbrandmeister thematisierte Schwierigkeiten mit dem Digitalfunk. So gebe es immer noch „massive Kommunikationsprobleme“ bei der Zusammenarbeit mit den Wehren aus Thüringen, da sie nach wie vor den Analogfunk nutzten „und dementsprechend kaum Kommunikation möglich ist“. Krone: „Auch haben wir es erlebt, dass es mehrfach zum Ausfall der Alarmierung gekommen ist und wir uns hier irgendwelche Improvisationsmittel geschafft haben.“ Er nannte Alarmierungen über WhatsApp, die Sirenen der Ortschaften und sprach von den alten analogen Alarmgebern.

Planungskosten und Bauinvestitionen im Haushaltsplan

Mit den Wünschen der Feuerwehr befasste sich Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU). „Wir haben in den letzten Jahren kleine Schritte weiterentwickelt. Der große Schritt ist aber noch nicht getan“, sagte er, die Gedanken dafür seien aber „weiterentwickelt“ worden. Im Entwurf des Haushaltes 2018 stünden 100 000 Euro Planungsaufwand für dieses Jahr und Bauinvestitionen in Höhe für die Jahre 2019 und 2020 von jeweils 1,45 Millionen Euro für die Feuerwehr.

Im „gesamten Rahmen der Stadtentwicklungsüberlegungen“ habe es noch Einflussfaktoten gegeben, „die uns noch mal zu einer kleinen Atempause geführt haben“. Diese Atempausen würden benötigt, „um noch mehr Festigkeit in die Entscheidung zu bekommen“, sagte der Bürgermeister. Dabei gehe es um die Frage, ob der jetzige Standort auch der Zukunftsstandort ist.

Von Axel Artmann

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