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Duderstadt Private Krippensammlung in Mingerode
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18:39 30.11.2018
Hiltrud und Alois Deppe öffnen wieder ihre Krippenausstellung in Mingerode für Besucher. Quelle: Eichner-Ramm
Mingerode

Auf „bestimmt 80 Krippen“ ist die Sammlung von Hiltrud und Alois Deppe inzwischen angewachsen. In der Adventszeit öffnet das Paar aus Mingerode wieder ihre Ausstellung für Besucher.

„Krippen aus aller Welt“ nennen die Mingeröder ihre Ausstellung im privaten Wintergarten an der Hildesheimer Straße 33. Ab Sonntag, 2. Dezember, wollen sie wie schon in den Vorjahren Menschen in der Region die Gelegenheit geben, ihre Krippensammlung zu bewundern. Das komme auch gut an, sagen beide, viele kämen sogar aus Göttingen. Zu sehen seien auch immer wieder neue Exponate, sagt Hiltrud Deppe. Außerdem wechsle die Präsentation der Krippen. Neu ist zum Beipsiel eine Olivenholzkrippe aus Israel. Wie für viele andere Krippenfiguren hat auch in diesem Fall Alois Deppe den passenden Stall dazu gebaut.

Holzschemel wird zum „Palast“

In seiner Werkstatt sägt, drechselt, hämmert, poliert oder lackiert der 79-Jährige allerlei Werkstoffe, um der Sammlung seiner 78 Jahre alten Frau ein passendes Umfeld zu gestalten. Fehlt zum Jesuskind ein Futtertrog? Oder ein Tannenbaum aus Holz? Oder ein „Palast“ für die Engelsfiguren aus Porzellan? Kein Problem, Alois Deppe legt Hand an und fertigt das fehlende Teil an. Dabei nutzt er alles, was ihm in die Finger kommt. „Ich kann nichts wegwerfen“, sagt er und lacht. Den „Palast“ zum Beispiel sei früher ein alter Holzschemel gewesen. Auch Heiligenfiguren, denen eine Hand oder gar ein ganzer Arm fehlen werden im Hause Deppe keinesfalls entsorgt sondern von dem Rentner repariert.

Mingeröder Paar zeigt in Adventszeit gerne ihre Krippen

Zu tun hat er bei der Sammelleidenschaft seiner Gattin eigentlich immer etwas. Egal ob sie auf dem Flohmarkt oder auf Basaren Figuren für ihre Krippensammlung entdeckt, vorbeigehen könne sie meist nicht, gesteht sie. Viele Krippen oder Figuren bekomme sie auch geschenkt, berichtet Hiltrud Deppe – von den Kindern und Großkindern, oder aber von Nachbarn und Bekannten. „Manchmal passt etwas nicht“, sagt sie, und dann komme ihr Mann und sein handwerkliches Geschick ins Spiel. Und wenn beide über ihre Hobbys erzählen, stellt der Zuhörer schnell fest, wie gut sich die Eheleute ergänzen.

Firuren aus Margarine oder Naturmaterialien

„Meine erste Krippe habe ich geschenkt bekommen, als ich zehn Jahre alt war“, erinnert sich die 78-Jährige. Inzwischen hat sie in ihrem Krippen-Fundus außer vielen klassischen Krippen in unterschiedlichen Größen und Materialien auch eine Reihe an Besonderheiten. Da sind zum Beispiel die Tier- und Heiligenfigürchen aus Margarine, die ein bekannter Margarine-Hersteller in den 50er-Jahren als Sammelstücke herausgegeben hat. Oder eine Krippenszene mit afrikanischen Figuren aus Namibia – gefertigt aus Naturmaterialien wie Stöckchen oder Bast. Das Ganze präsentieren Deppes in einem im afrikanischen Design gestalteten ausgehöhlten Kürbis. Ebenfalls aus der Reihe fällt die Krippen-Szene aus Burkina Faso, wo Tiere und Figuren um eine Rundhütte gruppiert sind. Die passende Holzscheibe als Untergrund und den Zaun hat Alois Deppe in seiner Werkstatt gefertigt, „denn das muss schon passen“, wie er meint.

Auch Puppen werden gesammelt

Krippenfiguren als Ausstechförmchen setzen die beiden Mingeröder ebenso in Szene wie Krippenszenen mit Porzellanpuppen. Solche sammelt Hiltrud Deppe übrigens ebenfalls. „Ich habe auch etwa 200 Puppen“, sagt die 78-Jährige und streicht dabei dem Jesuskind in der Krippenausstellung liebevoll übers goldene Haar. Viele der Puppen sind sogar selbst hergestellt – in der Werkstatt von Alois Deppe steht ein Brennofen, und die Kleider näht Hiltrud Deppe selbst.

Besucher willkommen

Gerne zeigen Hiltrud und Alois Deppe Besuchern auch in diesem Advent wieder ihre Ausstellung – und bestimmt haben sie den Besuchern auch viel über ihre Hobbys zu erzählen. Besucher können ab Sonntag, 2. Dezember, täglich ab 15 Uhr die Krippenausstellung bei Familie Deppe an der Hildesheimer Straße 33 in Mingerode bewundern. Außerhalb dieser Zeiten können Besichtigungstermine unter Telefon 05527/2541 vereinbart werden.

Von Britta Eichner-Ramm

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