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Duderstadt Pro und Contra Umgehung Duderstadt
Die Region Duderstadt Pro und Contra Umgehung Duderstadt
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00:20 08.02.2018
Im Bereich der geplanten Umgehung ist die Haselmaus gesichtet worden. Quelle: dpa
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Duderstadt

Die Bürgermeister der vier Eichsfeldstädte seien sich einig über die Notwendigkeit des Lückenschlusses der Bundesstraße 247 zwischen Duderstadt und Ferna. Die Umgehung sei für die regionale und lokale Erschließung wichtig, betont Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte und warnt: „Es darf kein Zaudern und Zögern geben“.

Man erwarte „mit großer Hoffnung“ die Planfeststellung sowohl auf niedersächsischer als auch auf thüringer Seite, damit möglichst frühzeitig mit dem Bau begonnen werden könne. Wie Nolte weiter betont, sei die Verzahnung mit der A 38 und der A 7 „elementar und für die Wirtschaft bedeutsam“. In dem Zusammenhang sei auch die Ortsumgehung via Mingerode und Obernfeld nach Gieboldehausen zu sehen.

Thema im Fachausschuss des Landkreises

Gegen die Umgehung von Gerblingerode hat sich die Kreistagsgruppe von Linken, Piraten und Die Partei positioniert und einen entsprechenden Antrag zur Fachausschusssitzung am 12. Februar eingebracht. Das Gremium wird sich damit und mit der Stellungnahme des Landkreises Göttingen im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens befassen.

Die Kreistagsgruppe lehnt die Umgehung unter anderem wegen massiver Eingriffe in das Naherholungsgebiet Pferdeberg, aber auch wegen der hohen Kosten für das geplante Tunnelbauwerk ab.

Schutzgemeinschaft lehnt Querspange ab

Abgelehnt wird das Straßenbauprojekt auch von der Schutzgemeinschaft Hahletal-Pferdeberg. Dabei stößt vor allem die sogenannte Querspange bei Teistungenburg auf Kritik. Diese Querspange war von thüringer Seite noch in die Planung mit aufgenommen worden – „ein intensiver Wunsch“ der betroffenen Ortschaften Gerblingerode und Teistungen, wie der Duderstädter Stadtplaner Rudolf Wengerk erläutert.

Haselmaus-Vorkommen im Trassenbereich

Die jetzt erfolgte erneute Auslegung der Planunterlagen sei unter anderem aber auch erforderlich geworden, weil bei der ersten Auslegung aufgrund von Einwendungen und Stellungnahmen noch Änderungen erforderlich wurden. So war auf Vorkommen der Haselmaus im Bereich der Trasse hingewiesen worden, und auch Art und Lage der Kompensations- und Ausgleichsflächen wurden überarbeitet. Auf niedersächsischer Seite sind Stellungnahmen noch bis einschließlich 5. März möglich – sie dürfen sich aber ausschließlich auf die geänderten Punkte beziehen, so Wengerk.

Lärm- und Schadstoffbelastung reduzieren

Unterdessen ist die länderübergreifende Bürgerinitiative „Ortsumgehung JA“ dabei, Unterschriften für das Verkehrsprojekt zu sammeln. Fast 800 Bürger hätten bereits unterschrieben. Von der Umgehung erhoffen sich die Unterstützer Entlastung vom Verkehr und damit mehr Lebensqualität. „Es gilt nicht nur Flora und Fauna, es gilt auch den Menschen, die seit 1989 unter dem gegebenen Verkehrsaufkommen und dem damit verbundenen Lärm, Stickoxiden, Feinstaub und Wertverlust ihrer Wohnhäuser leiden, endlich gerecht zu werden“, betonen die Sprecher der Initiative. Mit einer Sanierung der Ortsdurchfahrt habe das Problem der hohen Lärm- und Schadstoffbelastung nicht gelöst werden können, sagt der Gerblingeröder CDU-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Müller.

Von Britta Eichner-Ramm

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