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Duderstadt ProCant in der Liebfrauenkirche: Harmonie bis zum letzten Halleluja
Die Region Duderstadt ProCant in der Liebfrauenkirche: Harmonie bis zum letzten Halleluja
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00:27 30.05.2018
Das Ensemble ProCant in der Liebfrauenkirche. Quelle: ne
Duderstadt

„Halleluja“ – Was für ein Wort zum Ende eines Konzertprogramms. Im Falle des Auftritts des Ensembles ProCant in der Liebfrauenkirche in Duderstadt traf das große Wort genau zu. Denn so manch einem Zuschauer dürfte es während der 60 Minuten a-capella-Gesang, unterbrochen vom Spiel der Querflöte, doch sehr in den Fingern gejuckt haben, Beifall zu spenden. Doch Zwischenapplaus war nicht vorgesehen – um den Spannungsbogen des Programms zu halten. So mussten die Zuhörer in der für einen solch sommerlichen Sonntagabend gut gefüllten Kirche abwarten, bis das erlösende Stichwort fiel: „Halleluja“.

Sänger aus Göttingen und dem Eichsfeld

Das Programm, das Chorleiter Stephan Diedrich für seine Sänger – viele von ihnen aus Göttingen, aber auch einige Eichsfelder darunter – zusammengestellt hatte, ließ sich eine gute Dreiviertel-Stunde Zeit, um zum Titelstück zu gelangen: Psalm 116 („Das ist mir lieb“) op. 34. „Stricke des Todes hatten mich umfangen, und Angst der Hölle hatte mich getroffen, ich kam in Jammer und Not“, heißt es darin. Und nicht nur der Text des Stückes, das das Konzert beschloss, bevor die Sänger gern um eine Zugabe gebeten wurden, klingt zunächst alles andere als freudvoll. „Es geht um Tod und Vergänglichkeit – an einem schönen Tag wie heute“, hatte Diedrich die Zuhörer gewarnt. Zugleich hatte er ihnen „sehr positive Musik“ versprochen.

Querflöte ergänzt Gesang

Das war sie tatsächlich. Teils, beschwingt, teils fröhlich, teils leise lächelnd und manchmal auch dramatisch kamen die Stücke daher, die von „My Soul, there is a Country“ von Sir Charles Hubet Hastings Parry über „Ave verum corpus“ von William Byrd bis hin zu Edvard Griegs „Ave, maris stella“ reichten. Als Bindeglied zwischen den Chorstücken fungierte das Querflötenspiel Jan Darius Monazahians, das von technischer Präzision bei großer spielerischer Leichtigkeit geprägt war – sodass ein sehr freies, leichtes Klangbild entstand. .

Diedrich hatte einleitend zwei rote Fäden versprochen, die das Programm durchziehen sollten. Die Tatsache, dass jedes Stück mit einem Jubiläum, Geburtstag oder Todestag zu tun habe. Dann, dass jedes der Chorstücke ohne instrumentale Begleitung auskommen werde. Ein drittes Leitmotiv aber verschwieg er: Das hohe Maß an Zuhören-Können, das seine Sänger auszeichnet. Ihnen gelang es nicht nur, harmonisch zu singen. Sie achteten aufeinander. Erst so entsteht ein solch dichter Gesamteindruck, wie ihn die Zuhörer am Sonntag erleben durften. Zurecht spendeten sie viel Applaus nach dem letzten „Halleluja“.

Das ensemble ProCant stellt sich auf seiner Website vor.

Von Nadine Eckermann

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