Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Duderstadt Projekt „Boje“ in Duderstadt soll Lebenslagen stabilisieren
Die Region Duderstadt Projekt „Boje“ in Duderstadt soll Lebenslagen stabilisieren
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:30 29.04.2018
Der „Boje“-Standort in der Duderstädter Bahnhofstraße. Quelle: Art
Anzeige
Duderstadt

Die Bezeichnung Boje steht für Beratung und Orientierung für Jugendliche und junge Erwachsene erläuterte sie den Mitgliedern des Gremiums. Mit dem Projekt gingen Jobcenter und Jugendberufshilfe seit 1. August 2017 gemeinsame neue Wege, Kooperationsträger ist die Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung (GAB) in Duderstadt. Das niederschwellige Angebot in der Innenstadt sei offen und freiwillig. Ein wichtiges Ziel sei es, „die Lebenslage zu stabilieren“. Die Boje biete der Zielgruppe relativ unbürokratische Unterstützung auf dem Weg zur Ausbildung zum Schulabschluss, zur Ausbildung und zum sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz oder auch zum Praktikum und weiterführenden Maßnahmen, berichtete der Gast am Rande der Ausschusssitzung.

Schulden und Wohnungssuche sind Themen

Bei den Jugendlichen, die das Angebot in Duderstadt nutzen, seien Schulden, Wohnungssuche oder Auflagen für Sozialstunden wichtige Themen. „Manche kommen auch zu einem Termin in die Boje, um den Weg zu finden, wieder öffentliche Termine wahrzunehmen“, nannte der Gast ein weiteres Beispiel. Unterstützend tätig würden die Mitarbeiter generell auch bei Bewerbungen, Besuchen von Ämtern und Behörden.

Erstkontakt

In der Clearingstelle könnten Jugendliche Erstkontakt bei Problemen aufnehmen, hinzu kommt die aufsuchende Arbeit, bei der Jugendliche direkt angesprochen werden und eine offene Gruppe. Die Ämter würden „Hand in Hand zusammenarbeiten, um die Jugendlichen voranzubringen“. Deren Altersspektrum reiche von 13 bis 26 Jahren.

Gut vernetzt

„Duderstadt ist immer gut vernetzt und flexibel“, begründete Spangenberg-Wegner die Wahl des Standortes. Die Zusammenarbeit unter den lokalen Akteuren sei gut. Die Kooperation der beiden Ämter ermögliche es, „die gemeinsamen Ressourcen und Kapazitäten zu bündeln und in dieser Räumlichkeit ganz konkrete Angebote für den einzelnen Jugendlichen zu machen“, betonte Stefan Komander, Fallmanager für die unter 25-Jährigen.

Übergang von Schule und Beruf

Ein ähnliches Konzept sei bereits zu einem früheren Zeitpunkt in der Apothekenstraße realisiert worden. Auch dabei sei der Übergang von Schule und Beruf der Schwerpunkt gewesen. Zu den Kooperationspartnern zählten die Schulen, die Caritas, die Schuldnerberatung, die Arbeitsagentur und die Jugendgerichtshilfe. „Das Netzwerk ist genauso breit wie die Probleme“, erklärte Komander.

Vernünftiger Austausch

„Einzigartig“ sei es, dass alle, die sich irgendwo mit Jugendlichen beschäftigen und die Probleme von Jugendlichen bearbeiten, „kooperieren und auf datenrechtlich vernünftiger Weise sich miteinander austauschen können“, betonte der Gast. „Wir klären die Dinge im Sinne der Jugendlichen und mit den Jugendlichen.“

Projekt bis Jahresende befristet

Das Projekt sei bis Jahresende befristet. „Wir wünschen, dass es weitergeht“, sagte Matthias Schenke (SPD) im Namen der Ausschussmitglieder. „Wir würden es von unserem Fachbereich auf jeden Fall weitermachen, weil es notwendig ist und man viele Sachen da gut unterbringen kann“, ergänzte Spangenberg-Wegner. Aus ihrer Sicht würde es Sinn machen, das Projekt in andere Bereiche des Landkreises zu übertragen.

Von Axel Artmann

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

4000 Euro Sachschaden sind am Dienstag bei einem Auffahrunfall in Heiligenstadt im Landkreis Eichsfeld entstanden. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, ereignete sich der Unfall gegen 18.55 Uhr auf der Petristraße. Personen wurden nicht verletzt.

25.04.2018

Die Jugendlichen in Westerode sollen einen Container als provisorischen Treffpunkt erhalten. Das ist einstimmiger Wille des Ortsrates. Dessen Mitglieder bitten die Verwaltung der Stadt Duderstadt zeitnah um konkrete Informationen, ab wann der Container bereit steht und genutzt werden kann.

28.04.2018

Über ein Parkverbot in der Goethestraße sowie Geschwindigkeits­überschreitungen in der Mühlhäuser Straße diskutierten die Mitglieder des Duderstädter Ortsrates. In beiden Fällen soll die Verwaltung gebeten werden, die Situation zu überprüfen.

28.04.2018
Anzeige