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Duderstadt Jede Kelle Suppe hilft
Die Region Duderstadt Jede Kelle Suppe hilft
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10:54 28.10.2017
Ehrenamtliche schnippeln Gemüse für Aktion “Keiner soll einsam sein“. Quelle: Niklas Richter
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Duderstadt

Jede Kelle Suppe hilft: Prominente aus der Region wollen am Sonnabend, 28. Oktober, von 10 bis 13 Uhr vor dem Duderstädter Rathaus viele Teller füllen und damit die Aktion „Keiner soll einsam sein“ unterstützen, die Armut und Einsamkeit lindern soll. Ehrenamtliche und das Küchenteam des DRK-Ortsvereins haben die Suppe am Freitagnachmittag vorbereitet.

Bereits am Donnerstag kauften Mitglieder des DRK in einem großen Duderstädter Verbrauchermarkt 50 Kilogramm Kartoffeln und 25 Kilogramm Möhren für die Aktion ein. Das Kasseler holte Koch Horst-Dieter Remin aus Mingerode. Aktive aus der DRK-Seniorengruppe schnitten und schälten Kartoffeln und Möhren. Nach dem Waschen stellten sie die Lebensmittel in Zehn-Liter-Eimern in einen Kühlschrank.

Der von Remin nach einem Hausrezept zubereitete Fond mit den Erbsen und dem Kasseler bleibt über Nacht in einem großen Kessel. Mit dem getrennten, rund drei Stunden dauernden Kochen des Fonds sowie der Erbsen und Möhren beginnt für Remin und Koch Simon Huch um 5 Uhr der Veranstaltungstag. „Wenn es fast gar ist, werden die Kartoffeln und das Gemüse unter den Fond gehoben und die Würstchen dazu gegeben“, erläuterte Doris Remin, Leiterin der Küchen- und Seniorengruppe des DRK. Zwei Helfer bringen mit einem Transportwagen die Warmhalte­thermen mit der Suppe auf die Duderstädter Marktstraße. Dort sollen rund 30 Helfer, zu denen auch Angehörige des Malteser-Hilfsdienstes aus Göttingen gehören, um 6 Uhr mit dem Aufbau von fünf beheizten Zelten, Tischen, Bänken, Kassen, Geschirrausgabe und der beiden überdachten Ausgabestellen beginnen. Zusätzlich wird eine Getränke-Ausgabe aufgebaut.

250 Sitzplätze stünden bereit, erläuterte Bereitschaftsleiter Steffen Gellert. 40 Bierzeltgarnituren würden aufgebaut. Wer möchte, könne sich seine Suppe auch im eigenen Behältnis mit nach Hause nehmen. Ein halber Liter werde vier Euro kosten. „Wir wollen mit dem Event zeigen, dass das DRK nicht nur Pflaster kleben, sondern auch ein bisschen etwas anderes auf die Beine stellen kann“ sagte der Bereitschaftsleiter des Ortsvereins. Gemeinsam mit der Lebenshilfe Eichsfeld, Treffpunkt Stadtmarketing Duderstadt, der Stadt Duderstadt, der Bundespolizei am Standort Duderstadt, der evangelischen und katholischen Kirche sowie dem Heiligabendkreis unterstützt das DRK die von Ralf Regenhardt, Vorstandssprecher der Caritas Südniedersachsen, und Tageblatt-Chefredakteur Uwe Graells entwickelte Idee.

„Mir macht Spaß, dass ich unter Menschen bin und anderen helfen kann“, erzählte die 86-jährige Luise Boniakowsky, warum sie bei der Schnippelaktion half. „Die Gemeinschaft und das Helfen“, war auch für die ebenfalls aus Duderstadt stammende 78-jährige Irene Stiemer der Grund dabei zu sein. Nicht nur Frauen waren aktiv. „Spaß an der Freude“ und die Möglichkeit helfen zu können, nannte der 83-jährige Heinz Bahr aus Westerode als Beweggründe, zum Schälmesser zu greifen. Es sei wichtig, etwas für ärmere Menschen zu machen, betonte die 90-jährige Inge Ertmer, die ebenfalls in der Seniorengruppe aktiv ist.

„Wir hoffen, dass viele Besucher kommen und die Veranstaltung künftig jährlich ausgerichtet wird“, berichtete Remin. Sie blicke dem Suppenausschank mit Optimismus entgegen.

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„Es ist ein wunderbarer Ausdruck einer gelebten Bürgergesellschaft und das sollte uns auszeichnen, dass wir füreinander einstehen.“ Lothar Koch, Ehrenbürgermeister

Von Axel Artmann

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