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Duderstadt Hunde meistern Herausforderungen
Die Region Duderstadt Hunde meistern Herausforderungen
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00:27 11.04.2018
Vereinsvorsitzender Thomas Borchard und Mitglied Sandra Zander Quelle: Art
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Brochthausen

Über zwei Tage erstreckte sich die Fährtenprüfung nach der Internationalen Prüfungsordnung. Die Tiere mussten auf einer 1800 Schritte langen Strecke anhand des Geruchs sieben jeweils zehn Zentimeter lange Gegenstände aus Holz, Leder, Filz und Kork identifizieren. Mitglieder und Freunde des Brochthäuser Vereins hatten die Strecken individuell für jeden Hund gelegt.

„Das ist eine schwere Aufgabe“, erklärte Ausbildungswart Hermann Brämer. „Die Hunde machen an dem Tag nichts anderes mehr, weil es für sie eine körperliche Anstrengung ist“, berichtete das Vereinsmitglied.

Bewertet wurde nach einem Punktesystem. Abzüge gab es anderem für Gegenstände, die der Hund nicht fand. Außerdem beobachtete ein Prüfer vom Deutschen Gebrauchshundeverband Niedersachsen das Verhalten der Tiere. Er achtete unter anderem darauf, ob die Hunde in der Spur blieben, konzentriert waren, sich nicht ablenken ließen, die Nase tief hielten und nicht zu stark an der Leine zogen. Die Hunde hatten maximal 45 Minuten Zeit, die Herausforderung zu bewältigen. „Für die Besitzer ist es eine Ehre, wenn sie bestehen“, erklärte Brämer.

Für Teilnehmer an der Schutzhundprüfung galt es, eine kürzere Fährte zu bewältigen. Auf dem Übungsplatz standen Unterordnung und Gehorsam auf dem Programm. Die Tiere mussten den Kommandos „Sitz“ und „Platz“ folgen, durch eine Personengruppe gehen und niemanden dabei belästigen.

Beim Schutzdienst hatten die Hunde die Aufgabe, nach einer Person in einem Versteck zu suchen und sie zu verbellen. Während ein Mitglied des Vereins in das Versteck schaute, versuchte der Entdeckte wegzulaufen. Die Hunde stellten den Flüchtenden, bissen in dessen Unterarmschutz und mussten nach dem Kommando „Aus“ sofort von der Person ablassen.

Zu den teilnehmenden Vierbeinern gehörten außer Schäferhunden auch Cockerspaniel und Mischlinge, berichtete Brämer, nach dessen Worten der Verein derzeit rund 50 Mitglieder habe. Der Altersdurchschnitt liege bei 40 Jahren.

Die erste Stufe in der Hundeausbildung, die Prüfung zum verkehrssicheren Begleithund, war ein weiteres Angebot des GHSV. Dabei mussten die Tiere Gehorsam zeigen, „bei Fuß“ gehen, Platz machen, eine Weile alleine liegen können und sich unbefangen gegenüber Fahrradfahrern, Autofahrern, Joggern und Menschenmengen zeigen. Der Gebrauchshundesportverein zähle derzeit rund 50 Mitglieder, das Durchschnittsalter liege bei 40 Jahren, berichtete Brämer.

„Ich bin mit Hunden groß geworden, mein Opa hatte früher immer einen Dackel und einen Schäferhund“, erzählte Teilnehmerin Sandra Zander. „Als ich mit sieben meinen ersten Hund bekommen habe, da war ich happy wie ein Ochse“, berichtete die Pöhlderin schmunzelnd. Mittlerweile habe sie den fünften und sechsten Hund. Mit Nummer fünf, dem dreijährigen Cockerspaniel namens Joker von der Burgmühle absolvierte sie erfolgreich den Fährtenteil der Schutzhundprüfung. „Ich will mal den Stand des Hundes wissen“, beschrieb sie ihre Motivation für die Teilnahme. Das „Miteinander mit dem Hund“ mache für sie den Reiz des Hobbys aus.

Von Axel Artmann

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