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Duderstadt 140 Kilometer entlang an Leine, Rhume und Hahle
Die Region Duderstadt 140 Kilometer entlang an Leine, Rhume und Hahle
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16:57 02.11.2018
HVE-Vorsitzender Gerold Wucherpfennig erläutert das Projekt "Leine-Rhume-Hahle-Rad(rund)weg". Quelle: Rüdiger Franke
Eichsfeld

Er führt 140 Kilometer entlang der Flüsse Leine, Rhume und Hahle und soll dazu beitragen, dass Radtouristen länger in der Region Südniedersachsen und Nordthüringen verweilen. Der „Leine-Rhume-Hahle-Rad(rund)weg“ soll frühestmöglich im Jahr 2019 eröffnet werden, hat der HVE-Vorsitzende Gerold Wucherpfennig berichtet.

Übernachtungszahlen

„Unser Problem ist, dass bei uns in der Region zwar die Flüsse entspringen“, sagt Wucherpfennig, „doch die Radtouristen, die an ihnen entlang fahren, haben bis zur ersten Übernachtung die Region bereits wieder verlassen.“ Deshalb sei die Idee enstanden, die bestehenden Strukturen entlang der Leine, der Rhume und der Hahle zu nutzen und zu einem eigenen Rundkurs zu verbinden. „So können wir dazu beitragen, die Übernachtungszahlen in der Region zu erhöhen.“

Durch drei Landkreise

Der geplante Radweg soll durch die drei Landkreise Eichsfeld, Göttingen und Northeim führen. Dabei sei der Landkreis Göttingen mit 58 Kilometern und 41 Prozent der Strecke am stärksten beteiligt, wie Wucherpfennig erklärt. Durch den Landkreis Eichsfeld verlaufen 47 Kilometer beziehungsweise 34 Prozent der Strecke und der Landkreis Northeim stelle die verbleibenden 35 Kilometer (25 Prozent). „Der Wille zur Umsetzung war bei allen Kooperationspartnern von Anfang an vorhanden“, so der Vorsitzende der HVE Eichsfeld Touristik. Allerdings hätten die notwendigen Prozesse recht lang gedauert. Schuld daran sei unter anderem, dass es ein länderübergreifendes Projekt sei.

Bescheid erteilt

„Der Vorteil ist, dass für den Leine-Rhume-Hahle-Radweg nirgendwo etwas gebaut werden muss“, sagt Wucherpfennig. Die Befestigung der Wege sei in Ordnung. An einigen Stellen sei lediglich zu überlegen, wie die Streckenführung genau verlaufen soll. Über das Amt für Landesentwicklung sei nun der Bescheid über 12 000 Euro gekommen, so Wucherpfennig. Antragsteller sei der HVE gewesen, als Kooperationspartner die Regionale Aktionsgruppe Eichsfeld sowie die Lokalen Aktionsgruppen Göttinger Land und Harzweserland. Das Geld sei bestimmt für die Erstellung des Radroutenkonzeptes.

Drei Angebote

„Auf die beschränkte Ausschreibung sind drei Angebote eingegangen“, berichtet der HVE-Vorsitzende. Das wirtschaftlichste habe die Leipziger Agentur absolutGPS abgegeben. Die habe unter anderem dem Elbe-Radweg und das Natursport-Streckennetz auf Zypern als Referenzen nennen können. Auch sei die Agentur für Strecken im Fichtelgebirge, im Sauerland und um Bayerischen Wald zuständig gewesen. „Eine Anlaufberatung hat bereits stattgefunden“, erzählt Wucherpfennig. Wenn das Konzept vorgelegt sei, soll möglichst schnell mit der Umsetzungsphase begonnen werden. Weitere Gelder für die Planungsphase stellen der Landkreis Göttingen mit 2500 Euro, der Landkreis Eichsfeld mit 2000 Euro und der HVE mit 3000 Euro.

Mittel für Umsetzungsphase

Auch die Mittel für die Umsetzungsphase seien vorhanden, berichtet Wucherpfennig. In der Phase soll der Weg ausgeschildert, aber auch mit einem Buch und Flyern beworben werden. „Dabei wollen wir auf die Sehenswürdigkeiten in der Nähe des Weges hinweisen, aber auch auf gastronomische Einrichtungen.“ Geplant werde mit Kosten von rund 35 000 Euro, von denen 20 000 Euro durch Leader-Mittel abgedeckt seien. Die Landkreise Göttingen und Eichsfeld würden sich mit jeweils 2500 Euro beteiligen, der Landkreis Norheim mit 2000 Euro. Wucherpfennig selbst beteilige sich mit einer Spende von 5000 Euro, die er anstelle von Geschenken zu seinem 60. Geburtstag erbeten hatte. Den Rest übernehme der HVE.

Von Rüdiger Franke

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