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Duderstadt Rundkurs entlang von Leine, Rhume und Hahle
Die Region Duderstadt Rundkurs entlang von Leine, Rhume und Hahle
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15:43 23.08.2017
Gerold Wucherpfennig, Vorsitzender der HVE Touristik. Quelle: Rüdiger Franke
Eichsfeld/Göttingen/Northeim

„In den vergangenen Jahren hat sich ein regelrechter Fahradfahrerboom entwickelt“, erklärt der HVE-Vorsitzende. Gerade durch die E-Bikes sei auch die ältere Bevölkerung immer interessierter an Radtouren. Doch besonders das Eichsfeld würde nur wenig davon profitieren. „Hier entspringen zwar verschiedene Flüsse, doch bis zur Übernachtung haben die Radtouristen die Region bereits verlassen“, so Wucherpfennig. Deshalb sei die Idee entstanden, aus bereits bestehenden Radwegen einen Rundkurs zu entwickeln, um die Besucher in der Region zu halten.

Stärken und Schwächen kennenlernen

Zunächst einmal gebe es den Leine-Heide-Radweg, für den der HVE 2015 die Koordinierung von der Region Hannover übernommen habe, erzählt Wucherpfennig. Um die Stärken und Schwächen dieses Radweges zu kennen, ist der Vorsitzende die 413 Kilometer vor drei Wochen selbst gefahren. „Im Eichsfeld ist der Radweg hervorragend ausgebaut und auch beschildert“, berichtet er. Auch in den Bereichen Göttingen und Northeim sei es noch gut. „Doch darüber hinaus sieht es schlecht aus“, so Wucherpfennig. Sowohl in der Region Hannover als auch im Heidekreis gebe es Nachholbedarf.

Vorhandene Strukturen

Für den geplanten Leine-Rhume-Hahle-Rad(rund)weg sei es gut, dass der Leine-Heide-Radweg von Leinefelde, wo die Leine entspringt, bis Northeim gut ausgebaut und beschildert sei. Die Struktur lasse sich nutzen. Von Northeim gebe es dann den Rhume-Erlebnispfad, der sich ebenfalls gut in die Planungen für das neue Projekt einbauen lasse. So fehle die nötige Infrastruktur entlang der vorhandenen Radwege nur noch auf der Strecke zwischen Gieboldehausen und Leinefelde, also entlang der Hahle zurück zum Leineursprung.

Sehenswürdigkeiten einbinden

Der geplante neue Rad(rund)weg werde eine Länge von rund 150 Kilometern haben, so Wucherpfennig. Aufgeteilt auf die Landkreise entfallen auf Northeim 35, auf Göttingen 60 und auf das Eichsfeld 55 Kilometer. Die Touristen könnten bequem mit der Bahn anreisen und in Leinefelde, Heiligenstadt, Göttingen oder Northeim aussteigen und losradeln. „Wenn wir die Strecke ausgeschildert haben, wollen wir in einem weiteren Schritt noch die Sehenswürdigkeiten der Region einbinden“, sagt der HVE-Vorsitzende und nennt als Beispiele die Rhumequelle und den Seeburger See. Auf ihrer Tour kämen die Radfahrer an fünf Städten, vier Flecken und etwa 30 Dörfern vorbei. In unmittelbarer Nähe zu der dann ausgeschilderten Strecke könnten sieben Burgen oder Burgruinen, vier Schlösser, acht (ehemalige) Klöster, zehn Museen und zwölf Gärten oder Parks besichtigt werden.

Für die Einrichtung des Leine-Rhume-Hahle-Rad(rund)weges liegen nach Angaben von Wucherpfennig Kostenschätzungen von insgesamt rund 65 000 Euro vor. Dazu zähle außer der Ausschilderung zum Beispiel auch die Erstellung von Flyern, einer App und eines Internetauftritts. Gefördert werden soll das Projekt durch europäische Leader-Mittel, die zur Verfügung gestellt werden für die Leader-Regionen Göttingerland, Harzweserland und Eichsfeld. Die drei lokalen Leader-Aktionsgruppen hätten für das Projekt bereits ihre Zustimmung gegeben, so Wucherpfennig. Antragsteller sei aber der HVE. Zurzeit fehle noch der Kooperationsvertrag, der wegen des Sitzes des HVE in Thüringen vom Flurneuordnungsamt Gotha erstellt werde. Die Fertigstellung des Vertrages solle nicht mehr lange auf sich warten lassen. „Dann können wir den Antrag stellen“, sagt Wucherpfennig, „und hoffen, dass wir in 2018 an einer Stelle des Rundkurses das Band durchschneiden können.“

Von Rüdiger Franke

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