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Duderstadt Sänger planen Duderstadts erstes Shanty-Chor-Festival
Die Region Duderstadt Sänger planen Duderstadts erstes Shanty-Chor-Festival
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17:00 07.08.2018
Der Shanty-Chor-Duderstadt brennt für die Seemannsmusik – auch wenn der Seeburger See das größte Gewässer ist, dass manche der Mitglieder je befahren haben. Quelle: r
Duderstadt

Die Busse für die Gast-Chöre aus Einbeck, Landwehrhagen, Geraberg und Bolzum seien gebucht, Stücke wie „Auf der Reeperbahn“ und „Heute geht’s an Bord“ einstudiert – bei seinen Schilderungen ist Peter Palmei die Vorfreude auf das Festival während des Duderstädter Kultursommers anzumerken.

Vom Norden geprägt

Als Vorsitzender ist er eine der Triebkräfte hinter der kleinen Shanty-Gala, die Duderstadt erstmals bevorsteht. Palmei, in Duderstadt auch bei den Stadtpfeifern aktiv, brennt für die Seemannsmusik. Auch, weil er einst selbst zur See gefahren ist. 13 Jahre sei er bei der Handelsmarine gewesen, auch in Hamburg habe er lange gewohnt „Der Norden hat mein Leben geprägt“, sagt der großgewachsene, breitschultrige Rentner.

Mittlerweile lebt er fernab der großen Häfen in Duderstadt. Doch das Liedgut aus seiner Zeit als Seemann hat ihn nicht losgelassen. Einerseits, weil bei manchen Liedern die Erinnerung an ferne Metropolen hochkomme. Und andererseits gelte für Shanty: „Das ist eben etwas fürs Ohr.“ Schließlich seien die Melodien eingängig – auch dank der vergleichsweise unkomplizierten Stücke mit wenigen Stimmlagen sowie der typischen Akkordeon-Begleitung.

Seit 2013 ist Palmei mit seiner Leidenschaft nicht mehr allein: Ein Aufruf im Eichsfelder Tageblatt brachte weitere Sänger zusammen, mittlerweile sei der Chor auf mehr als 20 Mitglieder angewachsen, schildert Palmei. Längst gehören ihm zufolge auch mehrere Akkordeon-Spieler und ein Gitarrist zum Ensemble. „Ein Chorleiter und ein Bassgitarrist fehlen uns hingegen noch“, sagt Wilfried Dierkes, stellvertretender Vorsitzender beim Shanty Chor Duderstadt.

Zur hohen See und auf dem Seeburger See

Einst zur See gefahren sind allerdings nicht alle Mitglieder. Mit einem Anflug von Stolz schildert zwar Schatzmeister Heinz Jenssen, dass ein Mitglied früher zur Besatzung des deutschen Segelschulschiffs Gorch Fock gehörte. „Andere sind bisher nur auf dem Seeburger See unterwegs gewesen“, gibt Dierkes freimütig zu.

Dass Shanty an den Küsten verwurzelt ist, halten die Duderstädter ohnehin für einen Mythos: „Es gibt überall Shanty-Chöre“, sagt Dierkes. „Mehr als 2000 sind es bestimmt“ weiß Jenssen. Vernetzt ist die Szene auch, wie er ergänzt. Freundschaftsbesuche bei anderen Chören und gemeinsame Auftritte gehörten zum Bestandteil des Vereinsleben – das ihm zufolge grundsätzlich von „guter Kameradschaft“ geprägt ist. „Neider gibt es bei uns nicht“, sagt Jenssen.

Ebensowichtig sind den Shanty-Fans die Festivals, die die Szene in Deutschland prägen: In Stade beispielsweise gebe es ein Festival, bei dem 20 Chöre auf drei Bühnen aufträten,erzählt Palmei. Für den einstigen Seemann ein Vorbild, weshalb er auf einen großen Erfolg des ersten Duderstädter Festivals hofft. „Wenn das klappt, machen wird das öfter“, sagt er im Brustton der Überzeugung.

Das Shanty-Chor-Festival in Duderstadt

Das Shanty-Chor-Festival beginnt am Sonntag, 19. August, auf dem LNS-Gelände in Duderstadt. Geplant sind im Stadtpark ab 14 Uhr einzelne Auftritte der Chöre aus Einbeck, Landwehrhagen, Bolzum und Duderstadt. Zum Abschluss gegen 18 Uhr wollen alle Sänger gemeinsam auftreten.

Gesungen werden klassische Seemannslieder wie „Auf der Reeperbahn“, „Windjammer“, das Gorch-Fock-Lied und „heute geht’s an Bord“. Außerdem sei ein Freddy-Quinn-Medley geplant, kündigt Peter Palmei von Shanty Chor Duderstadt an.

Das Festival ist Teil des Duderstädter Kultursommers. Vorverkaufskarten sind bei Gästeinformation des Rathauses Duderstadt erhältlich, Kinder unter sechs Jahren haben freien Eintritt.

Von Christoph Höland

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