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Duderstadt Innenstadt-AG soll Ideen für konkrete Maßnahmen entwickeln
Die Region Duderstadt Innenstadt-AG soll Ideen für konkrete Maßnahmen entwickeln
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00:34 30.04.2018
Papierkorb an der Duderstädter Marktstraße Quelle: Rüdiger Franke
Duderstadt

Über das Thema „Sauberkeit im Bereich der Kernstadt, Verschönerung des Ortsbildes“ haben die Mitglieder des Ortsrates Duderstadt diskutiert. Anlass war ein Antrag der Wählergemeinschaft Duderstädter Bürger (WDB). Ideen soll nun die Arbeitsgruppe Innenstadt entwickeln.

Sechs Punkte hatte die WDB vorgeschlagen. „Der Antrag ist entstanden, weil wir immer wieder von Bürgern auf das Thema angesprochen wurden“, erläuterte Lothar Dinges den Hintergrund. Allerdings sollten die vorgeschlagenen Punkte eher als Diskussionsanregungen gedacht und nicht als unbedingte Abstimmungsgrundlage. Es sei wichtig, „dass wir als Ortsrat geschlossen für Sauberkeit stehen“.

Gegen Verpackungsmüll

Im ersten Punkt schlug die WDB vor, alle Gewerbetreibenden, die Nahrungsmittel in Verpackungen oder Verzehrhilfen außer Haus abgeben, schriftlich aufzufordern Abfallbehälter aufzustellen. Mit Hinweisschildern sollen sie zudem auf Sauberkeit in der Stadt hinweisen. Hundebesitzer sollen künftig auf der Rückseite des Hundesteuerbescheides oder in einem separaten Schreiben informiert werden, dass Hundekot auf öffentlichen Flächen den Tatbestand unerlaubter Abfallentsorgung erfülle und zukünftig geahndet werde.

Ideen bei Leerstand

Für besondere Projekte in der Kernstadt Duderstadt, die der Verschönerung oder der sonstigen qualitativen Verbesserung des Ortsbildes und der Aufenthaltsqualität dienen, soll der Ortsrat jährlich mit einem oder mehreren Geldpreisen verbundene Anerkennungen vergeben. Leerstehende Schaufenster sollen für Initiativen zur Verfügung gestellt werden. „Die nette Toilette“ weist auf Toiletten hin, die im Bedarfsfall kostenlos zu benutzen sind. Und in leerstehenden Häusern sollten die Fenster mindestens einmal jährlich geputzt werden.

Eingeschränkte Möglichkeiten

„Das Problem ist, dass die Möglichkeiten eines Ortsrates eingeschränkt sind“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Thomas Rössing-Schmalbach. Er habe lediglich den Status eines Ausschusses und könne Empfehlungen aussprechen. „Die Ideen tragen wir mit“, sagte er für seine Fraktion. Allerdings könnten diese nur als Wunsch geäußert und nicht vorgeschrieben werden. Die SPD-Fraktion sei ungefähr zum gleichen Ergebnis gekommen, sagte die Vorsitzende Doris Glahn. Die Realisierung sei eher unrealistisch. Der Antrag sei als Ideenpool zu sehen, um gemeinsam einen Maßnahmenkatalog zu erarbeiten, betonte Dinges noch einmal.

Mehr Hundetoiletten

Vielleicht könne man mehr Hundetoiletten aufstellen. Das wäre dann etwas Handfestes. FDP-Fraktionsvorsitzender Thorsten Feike erinnerte daran, dass das Thema Hundekot den Ortsrat schon seit Jahren beschäftige. Er glaube nicht, dass mehr Hundetoiletten Abhilfe bringen. Sie würden aber den Hundehaltern zumindest die Möglichkeit geben, erwiderte Jenny Ahlbrecht (Grüne). Wichtig sei, die Mitarbeiterinnen, die den ruhenden Verkehr kontrollieren zu schulen, damit diese die Befähigung erhalten, Personalien aufzunehmen, sagte Frank Germeshausen (CDU). Dann könnte ein Hundekotvergehen auch bestraft werden.

Leerung der Mülleimer

Feikes Vorschlag die Leerung der Mülleimer in der Kernstadt vor dem Wochenende zu leeren, da diese im derzeitigen Turnus an den Wochenenden immer überquellen, fand allgemeine Zustimmung. Ebenso Rössing-Schmalbachs Kompromissvorschlag, Punkt zwei mit der Benachrichtigung an die Hundebesitzer zu beschließen. Die Innenstadt-AG könne weitere Punkte ausarbeiten, sagte Glahn. Ein Kompromiss, auf den Dinges einging und den Antrag bis auf Punkt zwei zurückzog. „Lassen wir die Innenstadt-AG Vorschläge beschließen“, sagte er. Denn er denke, „als Ortsrat ist es unsere Aufgabe, Einfluss zu nehmen, dass sich unsere Stadt ordentlich präsentiert“.

Der Ortsrat putzt

Eine Idee, die Stadt sauberer zu machen, hatte Ortsbürgermeister Manfred Otto (CDU) gleich zu Beginn der Sitzung in seinen Mitteilungen geäußert. 2019 sollen Mitglieder des Ortsrates an einem Sonnabend im April an der Frühjahrsputz-Aktion in der Stadt teilnehmen und in Absprache mit dem Bauhof ein Stück Duderstadt sauber machen. Das habe es früher schon einmal unter Ortsbürgermeister Theo Oeben gegeben, berichtete er.

Von Rüdiger Franke

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