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Duderstadt Schlosspark ist zum Sicherheitsrisiko geworden
Die Region Duderstadt Schlosspark ist zum Sicherheitsrisiko geworden
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20:12 30.10.2009
Nachdenkliche Gesichter: Bei einer Park-Begehung wurden die Ergebnisse des Baumgutachtens vorgestellt und diskutiert. Quelle: Pförtner
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Einige Bäume hätte Gutachter Udo Sowitzki am liebsten gar nicht mehr stehen sehen: Je zwei Linden, Hainbuchen und Rubinien sowie eine Erle und ein Kirschbaum müssten sofort gefällt werden, da Gefahr im Verzuge sei. Das soll jetzt eine Fachfirma erledigen, weitere achte Bäume vom Bauhof gefällt werden. Die von Sowitzki und Andreas Rademacher als Vertreter der Naturschutzbehörde des Kreises geäußerten Bedenken zu juristischen Konsequenzen der Verkehrssicherungspflicht stießen im Ausschuss auf fruchtbaren Boden. Das Gremium war sich über die Fällung ebenso einig wie über die Beseitigung von Totholz und Durchforstung des Wäldchens zwischen Spielplatz und Teich – gegebenenfalls durch eine Fachfirma. „Die Sicherheit geht vor“, so Bürgermeister Norbert Leineweber (CDU): „Da stehen mir die letzten Haare zu Berge.“

Ordnende Hand fehlt

„Der Handlungsbedarf zur Wiederherstellung der Verkehrssicherheit ist überschaubar“, meinte Sowitzki und schlug für weitere alte Bäume des 1873 nach englischem Vorbild angelegten Landschaftsparks Seilverbindungen zur Kronen-Sicherung vor. Grundsätzlich, so die persönliche Einschätzung des Gutachters, fehle dem Park die ordnende Hand. Sichtachsen seien nicht mehr erkennbar: „Überlässt man den Park sich selbst, verbuscht er zu einem waldähnlichen Etwas.“ Wie Rademacher empfahl er dem Flecken, einen Landschaftsplaner einzuschalten. Auch die Nachpflanzungen einzelner Bäume in der Vergangenheit sorgten für Stirnrunzeln bei den Experten, da sie ohne Gesamtkonzept erfolgt seien.

Im Ausschuss sorgte die Expertise für Erleichterung, da es in Vergangenheit immer wieder Proteste aus der Bevölkerung gegeben hatte, sobald aus Sicherheitsgründen ausgelichtet wurde. Die bisherigen Arbeiten des Bauhofs seien nicht zu beanstanden, stellte Maria Bock (CDU) fest und regte mit Blick auf die Initiative zum Erhalt des Parks und im Einklang mit Leineweber die Gründung eines Fördervereins an. Konsens bestand darüber, dass ein Planungskonzept zur Entwicklung des Parks vonnöten sei.

Leineweber hofft dabei auf Schützenhilfe von Studenten der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK), die bereits ein Pflegekonzept für den Schlosshof erstellen. Auch auf den Entwicklungsplan des Fachbüros Birkigt-Quentin von 1991 könne zurückgegriffen werden.

Von Kuno Mahnkopf

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