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Duderstadt Schlussverkauf soll Platz schaffen
Die Region Duderstadt Schlussverkauf soll Platz schaffen
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10:00 14.02.2018
Corinna Jacobi, Waltraud Malorny und Gabriele Stölting im Fair-Kauf-Laden in Duderstadt. Quelle: Art

Besonders gefragt sei Kleidung, die vor Kälte schütze, sagt Corinna Jacobi, zusammen mit Martina Hesse hauptamtlich beim Caritasverband Südniedersachsen zuständig für diesen Laden. „Wir haben schon ganz viel für das Frühjahr und den Sommer bekommen, dafür benötigen wir Platz“, erläutert sie. Die Zahl der Spender nehme kontinuierlich zu, es seien in aller Regel Privatpersonen, berichtet Hubert Malorny, der das Sozialprojekt des Caritasverbandes von Beginn an unterstützt. Bei Geschäftsauflösungen oder -umbauten kämen größere Sachspenden dazu. Die Spender stammten aus allen Teilen des Untereichsfeldes, teilweise auch aus Göttingen.

Sauber, hell und geruchsneutral

Wichtig sei die Qualität der Ware. „Sie muss sauber, heil und geruchsneutral, modisch und tragbar und längere Zeit anziehbar sein“, nennt Martina Hesse die entscheidenden Kriterien. Notleidende Menschen, die kein Geld hätten, bekämen auch etwas umsonst. 90 Prozent der Artikel im Sortiment des Fairkauf-Ladens sei Bekleidung, hinzu komme Hausrat. Dazu zählten Geschirr, Übertöpfe, Elektrogeräte, Bücher und Spielzeug.

„Wenn ich zu Hause aufräume, dann kommt alles hier in den Fairkauf-Laden“, berichtet Marlies Haseler. Der Wollbrandshäuserin gefällt an dem Projekt, dass damit sozial schwächer gestellte Menschen und Flüchtlinge unterstützt werden. „Das ist doch in Ordnung, wenn sie für kleines Geld gute Sachen erhalten können“, betont die 71-Jährige, die auch von Nachbarn entsprechende Artikel in den Laden mitnehme. Auch aus Haushaltsauflösungen bringe sie Dinge wie Geschirr mit.

„Wir machen keine Prüfung der Bedürftigkeit, wir sind offen für alle“, versichert Hesse. Die Auswahl reiche von gut gebrauchter Kleidung über Hausrat, Kleinmöbel, Spielzeug und Bücher bis zu vielem mehr. Die Erlöse diesen nach Angaben der Caritasverbandes der Beratung und Unterstützung von Menschen, die sich mit ihren vielfältigen Probleme an die professionellen Fachdienste des Caritasverbandes wenden.

Ehrenamtliche Helfer im Einsatz

„Unser Traum ist größer zu werden“, sagt Hesse. Ein entsprechender Standort müsse stadtnah sein, Parkflächen haben, ebenerdig sein und von Lastkraftwagen angefahren werden können. „Ich würde es toll finden, wenn wir noch mehr Möbel haben könnten“, betont Hesse. Sie verweist darauf, dass dieses Projekt vom Einsatz ehrenamtlicher Helfer lebe.

„Wenn man aufhört zu arbeiten, braucht man soziale Kontakte. In so einem Projekt, mit dem man anderen Menschen helfen kann, fühle ich mich aufgehoben“, erklärt die 73-jährige Waltraud Malorny. „Ich höre etwas, sehe was und kann mich mit Kunden unterhalten“, beschreibt ehrenamtliche Mitarbeiterin Gabriele Stölting ihre Motivation, sich hier zu engagieren.

Zum 20-jährigen Bestehen soll es im Sommer ein Fest mit einem großen Flohmarkt geben, kündigt Hesse an. Hinzu seien weitere Aktionen geplant, die aber noch nicht feststünden.

Geöffnet ist der Fairkauf-Laden, Schützenring 1, montags bis freitags von 10 bis 12 Uhr sowie montags bis donnerstags von 15 bis 16.15 Uhr. Wer eine größere Spende abholen lassen möchte, kann sich mit dem Team unter Telefon 05527/981392 in Verbindung setzen.

Von Axel Artmann

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