Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Duderstadt Schüler besuchen Ausstellung in St. Servatius
Die Region Duderstadt Schüler besuchen Ausstellung in St. Servatius
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:31 22.09.2017
Quelle: Arne Bänsch
Anzeige
Duderstadt

Am Freitagmittag war die Klasse 6c mit ihrem Religionslehrer Lars Bednorz in die Kirchen gekommen, um die dortigen acht Kunstwerke näher zu betrachten.

„Ich finde es gut, dass wir durch ’Das Gebet’ eine internationale Ausstellung in Duderstadt zu Gast haben, bei der neben internationalen Künstlern auch welche aus Duderstadt dabei sind“, erklärte Lehrer Bednorz. Außerdem würden die meisten Schüler sich zu wenig mit Kunst beschäftigen und bekämen so einen Einblick in die Ausstellung. „Außerdem sind in ihr auch alle Religionen vertreten“, sagte Bednorz.

Ausstellung „Das Gebet“

Die internationale Kunstausstellung „Das Gebet“ ist noch bis Sonntag, 8. Oktober, in Duderstadt zu sehen. Die Kunstwerke in der evangelischen Kirche St. Servatius, Marktstraße 6, können täglich von 9 bis 18 Uhr besichtigt werden. Im Gemeindehaus St. Servatius, Haberstraße 7, haben Interessierte täglich von 11 bis 17 Uhr die Gelegenheit, die dortigen Kunstwerke zu betrachten. Im historischen Rathaus, Marktstraße 66, kann die Ausstellung täglich von 11 bis 16 Uhr besucht werden. Die Basilika St. Cyriakus, Bei der Oberkirche 2, ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. In der Hauptgeschäftsstelle der Sparkasse Duderstadt, Bahnhofstraße 41, sind die Kunstwerke montags, dienstags und freitags von 8.30 bis 16.30 Uhr zugänglich, mittwochs von 8.30 Uhr bis 12.30 Uhr und donnerstags von 8.30 bis 18 Uhr.

Vor seinem Besuch mit den Sechstklässlern in St. Servatius, hatte der Religionslehrer schon mit Schülern des zwölften Jahrgangs den Ausstellungsteil in der Basilika St. Cyriakus besucht. „Die Bilder dort sind noch einmal anspruchsvoller und setzen sich mit dem Thema Terror auseinander“, sagte Bednorz, „das halte ich für den sechsten Jahrgang aber noch nicht für angebracht“. Er habe sich bewusst dafür entschieden mit den Mädchen und Jungen nicht alle fünf Ausstellungsorte zu besuchen, weil er glaube, dass die Schüler sich, wenn sie nur an einem Ort sind, besser und konzentrierter mit den Kunstwerken auseinandersetzen könnten. Bei St. Servatius als Ausstellungsort gefalle ihm, dass die die Schüler hier Kirche einmal als Raum, in dem Kunst zu sehen ist erleben könnten – nicht nur als einen Ort, an dem ein Gottesdienst gefeiert werde.

Der Ausstellungsbesuch wurde für die Kinder in mehrere Arbeitsphasen eingeteilt. Erst sollten sie sich einen Überblick über die Kunstwerke machen, dann entscheiden, welches der Werke ihnen am besten gefällt. „Hierzu schreibt ihr dann einen Brief, in dem ihr eure Gedanken zu dem Werk aufschreibt und was dieses für euch mit dem Gebet zu tun hat“, erklärte Bednorz den Schülern ihre Aufgabe. Wer wolle, könne auch Kritik an einem Kunstwerk üben. „Pastorin Christina Abel möchte eure Briefe dann gern an die Künstler schicken“, erklärte der Religionslehrer den Schülern den weiteren Ablauf.

Kunstwerke interpretieren und Eindrücke in Worte fassen

In der Phase des Schreibens durften die Schüler sich einen Platz in der Nähe ihres gewählten Kunstwerkes suchen. Mit Kissen setzten sie sich in die Nähe des ausgewählten Werkes, arbeiteten allein an ihren Briefen oder tauschten sich in kleinen Gruppen über ihre Eindrücke aus. Egal in welcher Konstellation: Alle waren konzentriert dabei, ihre Eindrücke zu dem ausgewählten Ausstellungsobjekt zu Papier zu bringen.

Im Anschluss daran gab es eine kleine Klassenvernissage, bei der die Schüler von Kunstwerk zu Kunstwerk gingen, und jeder, der etwas zu einem der Werke geschrieben hatte, seine Gedanken dazu vorlesen durfte. Hierbei zeigte sich auch, dass die Kinder ein Kunstwerk durchaus anders interpretierten als ihr Lehrer oder der Künstler. Mit dem Bild „Seelenfrieden“ von Jopp Borsch verbanden die Schüler, dass es sowohl das Ende als auch den Anfang von etwas darstelle. Zudem sahen sie in ihm durch den gezeigten Anfang etwas Hoffnungsvolles. In der Skulptur „Lichtgestalt – verbunden im Wort“ von Alexander Boeminghaus sahen die Sechstklässler die Auferstehung Jesus und seine Auffahrt in den Himmel, da er hier nicht mehr am Kreuz hänge, sondern über ihm schwebe, aber gleichzeitig noch erkennen sei, dass er gekreuzigt wurde. „Es ist toll, was die Kinder alles in den Bildern erkennen“, sagte Bednorz.

Zitat: „Pastorin Christina Abel möchte eure Briefe gern an die Künstler schicken“, Religionslehrer Lars Bednorz zu seinen Schülern.

Von Vera Wölk

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Duderstadt Eichsfelder Hof in Leinefelde - Konzert von TM6 und Jutta König

Die Classic-Rock-Formation TM6 und die Rock-Sängerin Jutta König treten am Montag, 2. Oktober, in Leinefelde auf. TM6 präsentiert Songs von ihrer aktuellen CD „Time has come in Avalon“.

22.09.2017

Die Damen des Kreisschützen­verbandes Südharz sind in Pöhlde zu ihrem Jahrestreffen zusammengekommen. Sie besuchten die örtliche Kirche und bekamen Einblick in die Geschichte des Klosters, berichtet Pressewart Hans-Joachim Werner. Im Anschluss ging es zur Straußenfarm.

22.09.2017

90 Schüler der Heinz-Sielmann-Realschule aus Duderstadt sind zu einer Exkursion nach Wittenberg gestartet. Dort haben sie die Wirkungsstätten Martin Luthers besucht.

21.09.2017
Anzeige