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Duderstadt Schutz vor Schmutz im Seeburger See
Die Region Duderstadt Schutz vor Schmutz im Seeburger See
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14:01 03.09.2014
Wird vor Versandung geschützt: Der Seeburger See Quelle: Pförtner
Seeburg

Der Göttinger Biologe und Geologe Rainer Hartmann hatte dies in einem Gutachten zum Seeburger See festgestellt.

Darauf reagiert nun ein Bündnis aus Verbänden, Behörden und Kommunen: Zum Schutz des Seeburger Sees wurde eine Vereinbarung unterzeichnet, in der  Maßnahmen mit einem Gesamtvolumen in Höhe von rund 367 000 Euro vorgesehen sind. „Gegenstand der Vereinbarung sind Sedimentrückhaltemaßnahmen an den Zuflüssen zum See“, erklärt Christel Wemheuer, Geschäftsführerin des Zweckverbands Naturschutz- und Erholungsgebiet Seeburger See.

Schlamm und Nährstoffe sollen also in weniger hohem Maße in den See eindringen können und damit die Verlandung verlangsamt werden.

Mit Querriegeln Bodenerosion verhindern

Drei Sedimentrückhaltemaßnahmen sollen dies ermöglichen: An den beiden Zuflüssen Freisenbeeke und Bedole sollen durch aufgeschüttete Erdwälle Rückhaltebecken entstehen, in denen bei Bedarf Wasser angestaut werden kann. Dort sollen sich die Sedimente ablagern, bevor sie in den See gelangen. „Das Abfließen des Wassers wird durch einfache Drosselbauwerke geregelt“, erklärt Wemheuer.

Eine als Rückhaltebecken geplante Flächen befindet sich südlich des Sportplatzes an der Friesenbeeke. Hier sind Investitionen in Höhe von 42 000 Euro zur Umgestaltung nötig. Wie auch im Falle der zweiten Fläche, an der Bedole südlich der Bundesstraße 446, die für rund 43 000 Euro umgestaltet werden muss, sei eine Förderung mit Bundes- und Landesmitteln im Rahmen der Flurbereinigung möglich, so Wemheuer.

„Mit Querriegeln will man an der Bedole zusätzlich eine weitere Bodenerosion verhindern“, kündigt sie an.

Finanzielle Unterstützung

Auch für den größten Brocken, die Umgestaltung am Kleinen Bruch, erwartet der Landkreis finanzielle Unterstützung, und zwar durch EU-Fördermittel, die bereits beantragt wurden. Hier werden Kosten in Höhe von rund 282 000 Euro anfallen. Die Arbeiten sollen im kommenden Jahr beginnen.

An dem Bündnis beteiligen sich der Landkreis Göttingen und der Zweckverband Naturschutz- und Erholungsgebiet Seeburger See, das Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen (LGLN), die Gemeinde Seeburg, die Samtgemeinde Radolfshausen, die Realgemeinden Seeburg und Bernshausen, der Realverband Seeburg und die Teilnehmergemeinschaft der Flurbereinigung Seeburg.

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