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Duderstadt Neukonzeption des Spielplatzes im Stadtpark
Die Region Duderstadt Neukonzeption des Spielplatzes im Stadtpark
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21:38 03.12.2018
Verena Schröter aus Gieboldehausen ist gerne mit ihren Kindern Helge (2) und Elfie (4) auf dem Spielplatz im Stadtpark Duderstadt. Quelle: Eichner-Ramm
Duderstadt

Derzeit plant die LNS-Gesellschaft den zur Landesausstellung im Städtebau (LNS) 1994 eingerichteten Spielplatz künftig neu zu gestalten und aufzuwerten. Anlass dafür ist das LNS-Jubiläum im kommenden Jahr. Sowohl der Aufsichtsrat der städtischen Tochtergesellschaft als auch der Verwaltungsausschuss des Rates der Stadt seien dem Vorschlag gefolgt, sagt Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) und LNS-Geschäftsführer. Beide Gremien seien sich einig gewesen, dass der Spielplatz im LNS-Gelände die eine oder andere Auffrischung bekommen solle, um ihm eine zukunftsfähige Form zu geben.

Rat muss Spenden formell annehmen

In den vergangenen Jahren sei bereits einiges ersetzt und erneuert worden, dennoch bedürfe es „in vielerlei Hinsicht einer grundlegenden Neukonzeption“, wie es in der Vorlage zur Ratssitzung am Dienstag, 4. Dezember, heißt. Das Gremium soll nämlich außerplanmäßigen Aufwendungen dafür zustimmen. Die Rede ist von einem Gesamtvolumen in Höhe von etwa 200000 Euro, das investiert werden soll. Die Finanzierung soll durch zweckgebundene Spenden, Sponsoringgelder und sonstige Zuwendungen sichergestellt werden. Konkrete Zusagen und zur Verfügung gestellte Finanzmittel in Höhe von mehr als 150000 Euro seien bereits vorhanden.

Unter anderem hatte Edeka Gotthardt aus Duderstadt vor wenigen Tagen erst einen Spendenscheck in Höhe von 10000 Euro übergeben. Ebenfals als Finanzgeber sind die Edeka-Handelsgesellschaft Hessenring aus Melsungen mit 7000 Euro und die Edeka-Stiftung Hamburg mit 25000 Euro mit dabei. 37500 Euro spendiert die Harzenergie aus Osterode für den Spielplatz im Stadtpark. Und schließlich will die LNS-Gesellschaft selbst bis zu 85000 Euro für eine Neukonzeption bereitstellen. Von der VGH/Landschaftlichen Brandkasse werden 20000 Euro übernommen, die aus der Versicherungsleistung nach einem Brand im Jahr 2016 stammen. Der Rat muss nun allen Zuwendungen und Spenden formell während seiner Sitzung zustimmen.

Natürlichen Charakter des Geländes erhalten

Gerald Werner von der LNS-Gesellschaft und der städtische Bauhofleiter Frank Widera sind derzeit dabei, sich mit dem Spielplatz im Stadtpark zu befassen. Einige Geräte, die vor 25 Jahren errichtet wurden, seien „abgängig“, so Werner. Bisher sei einiges im Rahmen der Spielplatzunterhaltung „mit Bordmitteln“ gemacht worden, so Werner. Aber selbst die tollsten Geräte gingen nach 25 Jahren einmal kaputt. Dabei handle es sich vorwiegend um Holz. Dennoch sollen Holzspielgeräte, „die attraktiv sind und einen hohen Spielwert haben“, nach und nach ausgetauscht und ersetzt werden. „Wir wollen den natürlichen Charakter des LNS-Geländes erhalten“, sagt Werner.

Wasserspiele auf dem Spielplatz im Stadtpark Duderstadt Quelle: Eichner-Ramm

Darüber hinaus sollen neue Akzente gesetzt werden, kündigt Werner an. Ziel sei es, dass auf dem LNS-Spielplatz verschiedene Altersgruppen angesprochen werden sollen – vom Sandkasten für die Kleinsten und die Wasserspiele für Kinder mittleren Alters bis hin zu Angeboten für die etwas älteren. Auch sollen das Thema Barrierefreiheit und möglicherweise Angebote für Senioren den Spielplatz attraktiver machen.

Derzeit werden Ideen gesammelt. Dabei sollen auch die Nutzer selbst zu Wort kommen – etwa über das Kinder- und Jugendbüro der Stadt. Die Neukonzeption soll bis zur Eröffnung des 25. Duderstädter Kultursommers, voraussichtlich am 2. Juli, umgesetzt sein.

Positive Reaktionen

Die Vertreter der Ratsfraktionen begrüßen das Vorhaben, den Spielplatz im Stadtpark zum Jubiläum im nächsten Jahr neu zu gestalten. „Das ist gut so“, sagt FDP-Fraktionsvorsitzender Thorsten Feike, und auch Andreas Diedrich (CDU-Fraktionsvorsitzender) begrüßt die geplanten Investitionen angesichts der „Bedeutung des Gesamtareals“.

Da sich seit 1994 im LNS-Gelände nicht viel getan habe, so WDB-Fraktionsvorsitzender Thomas Gerlach, werde es jetzt Zeit, dass etwas Vernünftiges gemacht werde. „Wenn das Ganze über Spenden funktioniert, umso besser“, sagt er. Positiv sieht auch der Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Jochen Mitschke, das Vorhaben: „Es ist eine gute Sache, den Spielplatz auf ein tolles Niveau zu bringen.“

Und auch Doris Glahn, Fraktionsvorsitzende der SPD, sagt: „Es ist gut, dass Geld in die Hand genommen wird, gerade weil es so ein wichtiger Spielplatz ist“. Ihr ist es wichtig, dass die Pläne zur Neukonzeption im Fachausschuss und Rat vorgestellt werden und dort diskutiert werden.

„Das ist einzigartig“

Der Spielplatz im Stadtpark hat weit über die Stadt hinaus eine Bedeutung und wird gut angenommen. Zwar nur „ab und zu“, dafür aber sehr gerne kommt Verena Schröter aus Gieboldehausen mit ihren Kindern Helge (2) und Elfie zum LNS-Spielplatz. „Das Schöne an diesem Spielplatz ist, dass man im Sommer die Wasserpiele hat. Das ist einzigartig“, sagt sie. Positiv sei auch, dass für alle Altersklassen der Kinder etwas geboten werde, so die junge Mutter, die am Montagnachmittag den Spielplatz besucht hat.

Ortsratsbudgets und Spielplätze

Vor einigen Wochen hatten einige Ortsbürgermeister beklagt, dass die zum Teil geringen Budgets der Ortsräte kaum ausreichen, um die Spielplätze in den Ortschaften zu unterhalten. Vor allem nicht, wenn marode alte gegen neue Spielgeräte ausgetauscht werden müssen. „Das Problem sollte nicht einseitig auf Spielplätze fokussiert werden“, so Glahn, die im Ortsrat Duderstadt die Arbeitsgemeinschaft Spielplätze leitet. Sie sagt aber auch, dass bei notwendigen Neuinvestitionen oder aufwendigen Instandsetzungen der Spielgeräte die Beträge in einem Ortsratsbudget kaum dargestellt werden könnten. Im Ortsteil Duderstadt hätten aufgrund einer Vereinbarung durch einmalige Verkaufserlöse bei Umwandlung von Spielplätzen in Baugrundstücke zwar Investitionen getätigt werden können, was aber nicht ausreiche, um alle Spielplätze laufend auf einem guten Stand zu halten. Glahn kritisiert, dass „in den vergangenen Jahren in Sachen Investitionen in Spielplätze Stillstand“ geherrscht habe.

Dem widersprechen gleich mehrere Ratsmitglieder. Gleichwohl wird auch das Problem der Ortschaften gesehen. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Diedrich schlägt vor, generell für Spielplätze Mittel in einem Haushaltsposten aufzunehmen. „Das muss möglich sein“, sagt er. Genau das wäre auch in Glahns Sinne, die einen festen Betrag im Haushalt fordert, der dann in den Folgejahren fortgeführt werde. Wie am Ende die Ortsräte bei der Unterhaltung der Spielplätze unterstützt werden können, darüber wird auf politischer Ebene sicher noch zu diskutieren sein.

Von Britta Eichner-Ramm

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