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Duderstadt Positive Entwicklung seit vier Jahren konstant
Die Region Duderstadt Positive Entwicklung seit vier Jahren konstant
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00:31 19.04.2018
Geschäftsführer Markus Kohlstedde, Ärztlicher Direktor Dr. Udo Iseke und Pflegedienstleiterin Katrin Markert (v.l.) stellen die Bilanz von Krankenhaus und Altenpflegeheim St. Martini in Duderstadt vor. Quelle: Rüdiger Franke
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Duderstadt

Lange Jahre mit problematischen Situationen habe es gegeben, blickte Kohlstedde zurück. Erst 2014 habe das Haus mit 997 000 Euro wieder ein positives Jahresergebnis präsentieren können. Nach 975 000 (2015) und 702 000 Euro (2016) erscheine die Summe von 220 000 Euro zunächst einmal eher gering, aber anlässlich des öffentlichen Investitionsstaus habe St. Martini Investitionen aus Eigenmitteln getätigt, darunter die Gründung einer Geriatrie und einer Gefäßchirurgie. Insgesamt seien rund 500 000 Euro investiert worden. Allerdings habe es auch die harte Entscheidung der Schließung der Geburtshilfe gegeben.

Demografische Entwicklungen berücksichtigen

Bei allen Entscheidungen müssten unter anderem die demografischen Entwicklungen berücksichtigt werden, erläuterte Kohlstedde. So werde es einen deutlichen Anstieg an alten Patienten geben, wie die Erhebungen des statistischen Bundesamtes und der Bertelsmannstiftung erwarten ließen. Es sei mit einem Zuwachs von 25 Prozent im Bereich der 60- bis 79-Jährigen und sogar von 40 Prozent bei den Patienten ab 80 Jahren zu rechnen. Auf den damit verbundenen Versorgungsbedarf ziele auch die Strategie des Krankenhauses ab.

St. Martini Krankenhaus und Altenpflegeheim in Duderstadt schreiben im vierten Jahr in Folge schwarze Zahlen Quelle: Rüdiger Franke

Der Vergleich der Jahre 2014 und 2017 zeige ein deutliches Wachstum, berichtete Kohlstedde. Die Zahl der Planbetten im Krankenhaus sei von 126 auf 140 gestiegen, die Fallzahlen von 6778 auf 7200 und die ambulanten Fallzahlen von 13 900 auf 14 400. Die Umsatzerlöse von Krankenhaus und Altenpflegeheim, welches von 66 auf 78 Plätze erweitert wurde, kletterten von 25,7 Millionen Euro auf 31,3 Millionen Euro. Die Zahl der Mitarbeiter sei von 392 in 346 Stellen auf 432 in 382 Stellen gewachsen. Außerdem seien auch die Personalkosten von 14,6 auf 20,6 Millionen Euro gestiegen. Und die Krankenpflegeschule biete nun bei 62 Schülern zwei Plätze mehr.

Für 2018 stehen Veränderungen im St. Martini Krankenhaus in Duderstadt an

Für 2018 stehen weitere Veränderungen an. So ist die Verschmelzung des Vinzenz-Verbundes Hildesheim mit dem Elisabeth Vinzenz Verbund geplant, erklärte Kohlstedde. Auch werde eine engere Zusammenarbeit mit Otto Bock sowie eine Ausweitung des Leistungsspektrums angestrebt. Der Start der geplanten Umbauarbeiten hingegen werde erst im ersten Halbjahr 2019 erwartet. Hier habe es noch Änderungen an den Plänen gegeben. Diese müssen erst noch durch den Krankenhausplanungsausschuss genehmigt werden.

Nach den neuen Plänen soll in der Nähe des Eingangsbereiches ein Ambulanzzentrum entstehen, wie Kohlstedde erklärte. Das soll der Bevölkerung die Möglichkeit der ambulanten Versorgung erhalten. So gebe es in Duderstadt zahlreiche Fachärzte, die älter als 55 Jahre sind und vermutlich Schwierigkeiten haben werden, einen Nachfolger zu finden.

Kritik aus Duderstadt an Schaffung von Krankenhauszentren

Kritisch sehe das Leitungsteam hingegen die seit geraumer Zeit laufende Diskussion über Mindestzahlen und die Schaffung von Krankenhauszentren, sagte der ärztliche Direktor Dr. Udo Iseke. In Ballungsgebieten sei die Spezialisierung einzelner Krankenhäuser durchaus sinnvoll, ergänzte Kohlstedde. Im ländlichen Raum sollte aber eine Grundversorgung angeboten werden. Und das sei durchaus wirtschaftlich tragbar.

Alle Entscheidungen zielen darauf ab, das Gesamthaus überlebensfähig zu machen, erläuterte Kohlstedde. Überlebensfähig sei das Haus aber nur, wenn es sich mit anderen Gesundheitsdienstleistern vernetze. So gebe es bereits eine enge Zusammenarbeit mit der Universitätsmedizin in Göttingen, an die St. Martini als Lehrkrankenhaus angegliedert sei.

Von Rüdiger Franke

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