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Duderstadt Kein Spaziergang bei Sturm
Die Region Duderstadt Kein Spaziergang bei Sturm
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16:09 25.02.2018
Mitarbeiter des Städtischen Bauhofs beseitigen im Bereich des Walls Schäden in den Bäumen. Quelle: Niklas Richter
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Duderstadt

Lose Äste aus Baumkronen entfernen, umsturzbedrohte Bäume fällen – in den vergangenen Wochen hatten Mitarbeiter des städtischen Bauhofs auf dem Wall alle Hände voll zu tun. „Die allerwichtigsten Arbeiten hat der Bauhof mittlerweile erledigt“, sagt Johannes Böning vom Bauamt der Stadt Duderstadt.

Trotzdem warnen er und Bauhofleiter Frank Widera vor Spaziergängen auf dem Wall, jedenfalls wenn es stürmt: Absolute Sicherheit bestehe dort derzeit nicht, sagt Widera. Tatsächlich sei es sogar „nicht so sicher, wie es der Gesetzgeber verlangt“. Ihm zufolge sind die Bäume entlang des Walls zwar mittlerweile mehrfach überprüft worden – doch in Baumgabeln und Baumkronen könnten immer noch lose Äste lauern. Die könnten sich bei starkem Wind lösen. „Und wenn da was runterkommt, wird es gefährlich“, sagt Widera.

Nach seinen Angaben will der Bauhof in den nächsten vier Wochen noch einmal die Baumkronen nach losem und totem Holz durchforsten. Ausgehend vom Neutor sollen fünf Abschnitte bearbeitet werden, der Bauhof wolle dabei im Uhrzeigersinn vorgehen. Deshalb werde es auch in den kommenden Wochen zu Teilsperrungen des Walls kommen, so Widera.

Mitarbeiter des Städtischen Bauhofs beseitigen im Bereich des Walls (Höhe Ebertring, gegenüber Am Stadtberg) mit einer mobilen Arbeitsbühne Schäden in den Bäumen, die Orkan Friederike hinterlassen hat. Auf der Bühne Gärtner und Bauhofmitarbeiter Frank Wüstefeld. Quelle: Niklas Richter

Sich an solche zu halten, fiel ihm zufolge vielen Duderstädtern zuletzt schwer: Angesichts der Sturmschäden waren Warnschilder aufgestellt worden, auch Flatterband zierte die gesperrten Aufgänge. „Es hat sich niemand dran gehalten“, beklagt Widera. Zwar habe der Bauhof erwogen, den Wall ganz abzusperren – doch dazu hätte er eingezäunt werden müssen, was laut Widera nicht praktikabel gewesen wäre. „Bitte respektieren Sie die Absperrung“, appelliert er deshalb an Duderstädter Bürger.

In Folge des Sturms hat sich außerdem kürzlich der Baumausschuss des Rates der Stadt Duderstadt auf dem Wall umgesehen. Und abseits der unmittelbaren Sturmschäden bereiten den Ausschussmitgliedern auch viele ältere Bäume Sorgen. Manche seien über 300 Jahre alt und mittlerweile sei er sich unsicher, inwiefern sie weitere Stürme überstehen würden, sagt Widera.

Der Bauhof plant deshalb, besonders die älteren Bäume näher zu untersuchen. Bei Einigen geht Widera davon aus, dass Baumpflege den Zustand dauerhaft erhalten kann. Bei anderen könne es aber wesentlich günstiger sein, sie wegzunehmen und nachzupflanzen. „Sowas passiert ja immer wieder“, sagt Widera über die seit knapp 300 Jahren kontinuierlich gepflegte Bepflanzung am Wall.

Spruchreif ist das Vorgehen dabei aber noch nicht, was auch am Naturschutz liegt: „Gerade die alten Bäume haben das Potenzial, Habitate für Tiere zu sein“, erklärt Widera. Unter anderem überwintern seinen Angaben zufolge Mausohren in Baumhöhlen. Und weil die Bäume lediglich im Winter gefällt werden dürften, müsse sich der Bauhof schon im vorigen Sommer überlegen, wie er die Mausohren von den zu fällenden Bäumen fernhalten könne. „Das Thema wird uns noch eine beschäftigen“, sagt deshalb auch Böning über die Baumpflege entlang des Duderstädter Walls.

Von Christoph Höland

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