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Duderstadt Hallenbadsanierung: Stadt geht in Vorleistung
Die Region Duderstadt Hallenbadsanierung: Stadt geht in Vorleistung
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08:00 07.12.2018
20.09.2018 Schwimmen in Duderstadt, im Sommer im Freibad und eigentlich auch im Winter im Hallenbad. Das ist allerdings zum Ende der Freibadsaison Baustelle. Quelle: Foto: Hinzmann
Duderstadt

Noch immer hofft die Stadt Duderstadt darauf, die für einen Hallenbadneubau bereits bewilligten Zuwendungen aus dem Bundesförderprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ umzuwidmen. Da die Gegenfinanzierung für einen Neubau von der Stadt nicht zu stemmen ist, hatte der Rat beschlossen, den Altbau zu sanieren.

Nun steht von den Geldgebern noch die Entscheidung aus, ob die Förderung auch für die Sanierung im Bestand möglich ist und mit noch einzuwerbenden Landesmitteln kummuliert werden können. Es geht um immerhin 3,2 Millionen Euro aus dem Bundesfördertopf, die sich Duderstadt zu sichern hofft. Denn die Verantwortlichen haben außerdem die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass von Landesseite weitere Fördergelder in die Hallenbadsanierung fließen.

Projekt muss bis Ende 2020 umgesetzt sein

Das Problem ist, dass das Projekt Sanierung des Hallenbades bis Ende des Förderzeitraums zum 31. Dezember 2020 realisiert sein muss. Eine Verlängerung werde es nicht geben, erfuhren die Kommunalpolitiker vor Kurzem im zuständigen Fachausschuss. Dort hatte Wolfgang Hein, Geschäftsführer des Planungsbüros Vision 12, von Gesprächen beim niedersächsischen Landesamt für Bau und Liegenschaften und den weiteren Institutionen berichtet, die am Ende zu entscheiden haben.

Ziel war es – so heißt es in der Vorlage zur Sitzung des Rates am Dienstag, Möglichkeiten abzustimmen, wie die jetzt anstehenden notwendigen und zeitintensiven Schritte zur Weiterentwicklung des Projektes realistisch gesetzt werden könnten, um überhaupt noch die Chance zu erhalten, das Projekt bis Ende 2020 umzusetzen.

Planungsleistungen freihändig vergeben

Das funktioniert allerdings nur, wenn der Projektstart sich nicht noch weiter verzögert. Und dafür hat jetzt der Rat den Beschluss gefasst, in Vorleistung zu treten. Die Stadt wird die Planungen für die Hochbauarbeiten und die technischen Gewerke vergeben – ausdrücklich mit dem Hinweis, dass eventuell erforderliche Planungs- und Bauleistungen bei der Prüfung durch die Fördergeber gestrichen werden könnten. Das hätte zur Folge, dass die Stadt diese Kosten selbst zu finanzieren hätte.

Denn aufgrund der derzeitigen Auftragslage bei Projektsteuerungs- und Planungsbüros, die auf Bäder spezialisiert sind, werde allerdings keine andere Möglichkeit gesehen, den Projektablauf bis Ende 2020 einhalten zu können, argumentierte die Verwaltung. Während der Ratssitzung am Dienstag wurde daher einstimmig beschlossen, das Risiko einzugehen, dass die freihändige Vergabe der Planungsaufträge möglicherweise als nicht förderfähig anerkannt werden und zulasten der Stadt gingen. Immerhin geht es um voraussichtlich 220000 Euro. Diese sind im Finanzierungsrahmen von 2,1 Millionen Euro, den die Stadt Duderstadt für die Gesamtmaßnahme zu tragen hat, vorgesehen. Die Mittel sind für die Haushalte 2019 bis 2021 angemeldet.

Zustimmung trotz Risiko

Ratsherr Gerd Goebel (CDU) sagte, man sehe das Risiko, die Finanzierung der Planung selbst tragen zu müssen. Dennoch sei er dafür, die Planung zu vergeben. Er wies auch darauf hin, dass der Aufsichtsrat der EWB bisher nicht zugestimmt habe. Bürgermeister Nolte sagte, das der EWB-Aufsichtsrat informiert würden, „wenn es Klarheit“ gebe. „Wenn wir überhaupt eine Chance haben wollen,“ so Nolte, dann gebe es keine Alternative.

Für aktuellen Badbetrieb alte Technik repariert

Unterdessen haben die Eichsfelder Bäderbetriebe (EBB), ein Tochterunternehmen der Eichsfelder Wirtschaftsbetriebe (EWB), den Betrieb im Hallenbad Anfang November wieder aufgenommen. Zuvor musste, wie Geschäftsführer Manfred Kuhlmann mitteilt, die Technik soweit repariert werden, dass überhaupt ein Badbetrieb möglich ist. Unter anderem wurden die Filtertechnik des Schwimmbeckens und Rohre zu den Filtern repariert sowie Wartungsarbeiten am Hubboden ausgeführt. Dafür wurden 90000 Euro investiert. Dennoch werde das Hallenbad zurzeit mit alter Technik betrieben, Kuhlmann hofft, dass diese die Saison über durchhalte.

Mehr zum Thema Hallenbad gibt es hier.

Von Britta Eichner-Ramm

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