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Duderstadt Stiftung soll Zukunft des Museums sichern
Die Region Duderstadt Stiftung soll Zukunft des Museums sichern
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19:44 11.05.2011
Von Kuno Mahnkopf
Bei Besiegelung der Stiftungssatzung: Manfred Konradi, Alfons Wüstefeld, Horst Dornieden, Wolfgang Nolte (v. l.). Quelle: Hellmold

Das Thema Stiftungsgründung gärt schon seit Jahren, jetzt hat der Trägerverein des Grenzlandmuseums mit der Sparkasse Duderstadt als Partner Nägel mit Köpfen gemacht. Um das Museum für die Zukunft finanziell abzusichern, ist die „Stiftung Grenzlandmuseum Eichsfeld“ aus der Taufe gehoben worden. Wie bei der Bürgerstiftung Duderstadt bleibt das Stammkapital unangetastet. Mit den Zinserträgen sollen Betrieb und Unterhaltung des Museums, Ausstellungen, Sanierungsarbeiten wie die noch ausstehende Dacherneuerung, neue Exponate und Vorhaben sichergestellt werden. Denn die Zahl der rund 200 Mitglieder des Trägervereins ist nur schwer zu steigern, Hauptproblem des Museums bleibt das liebe Geld. Vereinsbeiträge, Eintrittsgelder und Zuschüsse reichen auf Dauer nicht aus, um die Grundfinanzierung abzusichern.

Als Mindestkapital der Stiftung sind 25 000 Euro angestrebt. Dieser Sockelbetrag soll nach und nach durch weitere Spenden und Nachlässe aufgestockt werden. Dabei ist man in einer weniger glücklichen Lage als die Stiftung für die Gedenkstätte Point Alpha, die vom Land Thüringen als Startkapital eine Millionensumme bekommen hat. „Wir fangen bei Null an“, sagt Dornieden bei Unterzeichnung der Satzung. Minuten später hält er den ersten Scheck in der Hand: 1000 Euro, überreicht von Sparkassenvorstand Alfons Wüstefeld. Das Geldinstitut verwaltet treuhänderisch das Vermögen der unselbständigen Stiftung, Projektpate bei der Sparkasse ist Torsten Schwarze.

Der Stiftungsvorstand ist identisch mit dem des Trägervereins unter Vorsitz von Teistungens Bürgermeister Horst Dornieden und seinem Duderstädter Stellvertreter Wolfgang Nolte (beide CDU). Die sind stolz auf das Erreichte, freuen sich über den nächsten „historischen Schritt“ zur Weiterentwicklung des Museums nach Umbau und Neukonzeptionierung. Das Museum solle zukunftsfähig gemacht, die Aufarbeitung der Vergangenheit fortgesetzt werden und für kommende Generationen erfahrbar bleiben. Eine Stiftung sei beständig und führe zu mehr Unabhängigkeit von politischen Mehrheiten und wechselnden Förderkulissen, betont Nolte mit Blick auf die unwägbare ideologische Verortung künftiger Landesregierungen.

Geschichte im Wandel – von der „bloody frontier“ zum „borderlandmuseum“, vom kleinen Grenzverkehr zum sanften Tourismus – spiegeln auch die Außenanlagen des Museums wider, an denen weiter gearbeitet wird. So sollen über den geplanten Erdbunker-Pavillon zum Grünen Band (Tageblatt berichtete) hinaus die ehemaligen Beobachtungstürme im des Pferdeberges authentisch hergerichtet und begehbar gemacht werden. Zum 50. Jahrestag des Mauerbaus sollen sie ihrer Bestimmung übergeben werden. An diesen schwarzen Tag der deutschen Geschichte knüpft auch die Kontonummer der Stiftung bei der Sparkasse an: 1381961.

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