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Duderstadt Storchenpaar bei Ebergötzen richtet sich auf Nachwuchs ein
Die Region Duderstadt Storchenpaar bei Ebergötzen richtet sich auf Nachwuchs ein
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00:22 06.04.2015
Gekommen, um zu bleiben: Weißstörche haben die Nisthilfe bei Ebergötzen wieder angenommen und sich eingerichtet. Quelle: Pförtner
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Ebergötzen

Die ersten Störche waren dieses Jahr bereits Anfang März,  zwei Wochen früher als erwartet, aus dem Süden zurückgekehrt mit dem Ziel Ebergötzen. Der Storchenfreund Friedel Bode aus Gieboldehausen, der auf seinen Rundtouren auch die Ebergötzer Weißstörche beobachtet, macht sich angesichts des nassen Wetters allerdings Sorge um den Nachwuchs. Folien oder eine Matschschicht könne verhindern, dass Regenwasser abfließe. „Das Schlimmste, was passieren kann, ist Wasser im Nest.“ 

Eine Punktlandung zum Frühlingsbeginn hatte ein Storchenpärchen auf dem Schornstein der ehemaligen Molkerei in Gieboldehausen am 21. März hingelegt. Bereits vor Tagen habe ein Storch das Nest in Augenschein genommen und sich für eine potenzielle Partnerin herausgeputzt, berichtete  Bode, der den Molkerei-Schornstein stets im Blick hat. Dann bekam der Storch Gesellschaft und das frischgebackene Pärchen vertrieb einen dritten Storch. Bereits Ende Februar war der erste Storch über Seeburg gesichtet worden.

Schon vor mehr als einem Jahrzehnt haben Weißstörche das Eichsfeld wieder zurückerobert. Immer mehr Paare richteten in der Region auch ihre Kinderstube ein. Die Zahl der Brutpaare nimmt zu, und auch die Zahl der aufgestellten Horste wächst.

Auch in Obernfeld waren seit Anfang der 50er-Jahre erstmals wieder im vorigen Jahr Jungstörche großgezogen worden. Im Eichsfeld gibt es inzwischen acht Brutstätten, in fünf von ihnen wurde im vorigen Jahr Nachwuchs aufgezogen. Insgesamt 13 Jungstörche wurden 2014 registriert. Neben dem Nachwuchs in Wollbrandshausen wuchsen jeweils drei Jungtiere in Gieboldehausen und Obernfeld auf sowie zwei in Seeburg.

Vierfachen Bruterfolg hatte sich in Ebergötzen eingestellt. In Lütgenhausen, Seulingen und Westerode hatte der Nachwuchs hingegen nicht überlebt. Nach Beobachtung des Storchenbetreuers des Landes, Georg Fiedler, stieg im Landkreis Göttingen die Zahl der nistenden Paare um drei, auch in Northeim und in der Umgebung von Kassel nahm die Zahl zu.

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