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Duderstadt Streit um Gesamtschule dreht sich weiter
Die Region Duderstadt Streit um Gesamtschule dreht sich weiter
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13:37 08.05.2017
Von Kuno Mahnkopf
Die IGS Duderstadt beim Tag der offenen Tür Ende April Quelle: ku/Archiv
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Duderstadt

Die Integrative Gesamtschule (IGS) St. Ursula, die das Bistum auslaufen lassen will, sorgt seit Wochen für politischen Streit. Es gehe nicht um die von Dierkes als rechtswidrig dargestellte komplette Übernahme der Schule durch den Kreis, heißt es in einer Stellungnahme der Initiative. Es wäre durchaus möglich, im kommenden Jahr einen neuen Jahrgang in Trägerschaft des Kreises einzurichten, da dies als Neugründung gewertet würde. Statt über diese Möglichkeit zu diskutieren, werde auf Begriffen herumgeritten.

"Politisches Theater"

Dass Dierkes eine Ausweitung des Einzugsbereichs als "völlig unsinnig" verwirft, sei ein Schlag ins Gesicht der vielen Unterzeichner der Petition für eine staatliche IGS Duderstadt, an der auch Eltern aus umliegenden Orten Interesse hätten. Dafür müsste ohnehin ein neues Einzugsgebiet festgelegt werden. Auch das Argument zu niedriger Schülerzahlen will die Initiative nicht gelten lassen. Dass nach all dem Hin und Her die noch einmal ermöglichten Anmeldungen für zwei fünfte Klassen reichen würden, sei eine beachtliche Leistung für eine "Schule, die so oft totgesagt und schlechtgeredet wurde", meint Oliver Brunotte: "Wir Eltern glauben, dass sich an einer staatlichen IGS ohne Schulgeld wesentlich mehr Kinder anmelden würden." Es gehe aber weder um den Glauben der Eltern noch den von Dierkes, sondern um überprüfbare Fakten. Und dafür brauche man eine konkrete Elternbefragung. Ohne das "politische Theater" hätten sich doppelt so viele Schüler angemeldet, meint IGS-Elternvertreter Ulrich van Almsick und kündigt einen Infoabend für Eltern am Mittwoch, 10. Mai, um 19 Uhr in der Aula an, um der Verunsicherung entgegenzutreten.

Keine Änderung des Einzugsbereichs

Dierkes verweist erneut darauf, dass der Kreistag die Schule weder übernehmen noch am Duderstädter Stadtrat vorbei eine öffentliche IGS einrichten werde. Erst recht nicht werde er den Schuleinzugsbereich zum Nachteil von Schülern und Eltern des Altkreises Osterode verändern. Dierkes hält es auch nicht für ausgeschlossen, dass "die Schüler der 5. und 6. Klassen spätestens zum Schuljahr 2018/19 in das öffentliche Schulsystem übergehen". ku

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