Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Duderstadt Studie zeigt: Fachwerk ist im Aufwind
Die Region Duderstadt Studie zeigt: Fachwerk ist im Aufwind
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:29 22.02.2018
Fachwerkhaus in der Duderstädter Apothekerstraße 11 Quelle: Christoph Mischke
Duderstadt

Gerner ist Präsident der Arbeitsgemeinschaft Historische Fachwerkstädte, die im Europäischen Denkmalschutzjahr 1975 mit damals 70 Mitgliedsstädten in Hessen und Niedersachsen gegründet wurde. Heute zählt die Arbeitsgemeinschaft knapp 140 Mitgliedsstädte – darunter auch die Städte des Fachwerk-Fünfecks: Duderstadt, Osterode, Northeim, Einbeck und Hann. Münden.

Zwischenzeitlich nennt sich der Verein Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte und trägt Gerner zufolge auch zum Aufwind für das Fachwerk bei, was die Studie im Auftrag des Immobilienunternehmens Pantera bestätige. Der häufig als Fachwerk-Papst bezeichnete Experte nennt als Gründe dafür Entwicklungen in der Immobilienbranche, aber auch „die Aufrufe der EU zum Kulturerbejahr 2018 und die Initiativen der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte“.

Interesse an Fachwerkgebäuden groß

28 Prozent der Bevölkerung Deutschlands favorisiere, so gibt Gener aus der Studie wieder, beim Hauskauf unter den Denkmälern Fachwerkhäuser. Und bei den jüngeren Befragten im Altern von 16 bis 29 Jahren habe Fachwerk einen Stellenwert von 23 Prozent hinter Lofts und Burg- beziehungsweise Schlossanlagen und vor Gründerzeit- und Bauhausbauten. „Das zeigt, dass auch junge Menschen das Kapital unserer Städte zu schätzen wissen und durchaus Interesse an Fachwerkgebäuden haben“, so Gerner weiter.

Die Arbeitsgemeinschaft verfolge mit ihren Zielen ausschließlich den Erhalt von Fachwerkbauten und Fachwerkstädten, heißt es in Gerners Ausführungen weiter, und habe bereits vor vielen Jahren das Fachwerk als bedeutendes Kapital für Bürger und Fachwerkstädte herausgestellt.

Im von der Europäischen Union zum Kulturerbejahr erklärten Jahr 2018 sehe es die Arbeitsgemeinschaft als ihre besonderen Aufgabe an, auch für Klein- und Mittelstädte, die in der Studie weniger erfasst seien, „nicht nur die europäischen Fachwerkkulturlandschaften mit einem Bestand von über 2,5 Millionen Fachwerkgebäuden allein in Deutschland herauszustellen“. Vielmehr trage die Arbeitsgemeinschaft mit ihren Projekten Gerner zufolge dazu bei, Leerstände zu verringern, Fachwerkbauten in effektiver Weise energetisch aufzurüsten oder Migranten in Fachwerkgebäuden „einzubürgern“.

Weiteres Projekt in Planung

„Ein weiteres Projekt, das Eigentümern und Bewohnern von Fachwerkgebäuden aufzeigt, wie gut es sich im Fachwerk mit einer Haustechnik und Innenarchitektur von heute leben lässt“, so der Präsident der Arbeitsgemeinschaft, „wird anlässlich der Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft am Donnerstag, 15. März, in Duderstadt vorgestellt“.

Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU), Beisitzer im Vorstandsgremiuim der Arbeitsgemeinschaft, freut sich, dass Duderstadt Gastgeber für die Mitgliederversammlung sei. Duderstadt sei als Fachwerkstadt im Fachwerk-Fünfeck „sehr aktiv“ in der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte engagiert.

Von Britta Eichner-Ramm

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Für eine Stärkung des Bundes­polizei­standortes Duderstadt möchte sich der Bundestags­abgeordnete Konstantin Kuhle (FDP) einsetzen. Das hat er bei seinem Antrittsbesuch im Duderstädter Rathaus erklärt. Zuvor hatte er sich vor Ort auf dem Euzenberg über die Situation informiert.

14.02.2018

Gieboldehausens Samtgemeinde­bürgermeister Steffen Ahrenhold (CDU) hat auf die Vorwürfe eines Renshäuser Bürgers reagiert, welcher der Verwaltung vorgeworfen hatte, die Abwassergebühren in der Samtgemeinde seien viel zu hoch. Mit der Aufschlüsselung will er für Transparenz sorgen.

14.02.2018
Duderstadt Zweimal Unfallflucht in Duderstadt - Nach Remplern weggefahren

Gleich zwei Unfallfluchten hat jetzt die Polizei Duderstadt gemeldet. In beiden Fällen sind die Verursacher nach Remplern an fremden Fahrzeugen von der Unfallstelle weggefahren, ohne sich um den Schaden zu kümmern.

14.02.2018