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Duderstadt Die „kleine Grenzöffnung“ vor 45 Jahren im Eichsfeld
Die Region Duderstadt Die „kleine Grenzöffnung“ vor 45 Jahren im Eichsfeld
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14:23 24.06.2018
Während der Führung durch das Grenzlandmuseum Quelle: Soeren Kracht
Teistungen

Podiumsdiskussion, Präsentationen und weitere Angebote gehörten zum Programm. Durch die Einrichtung der Übergangsstelle sei es zu Veränderungen im Eichsfeld gekommen, sagte der Vorsitzende des Trägervereins Grenzlandmuseum, Horst Dornieden. „Was sich unsere Vorfahren nach der Trennung des Eichsfeldes durch die innerdeutsche Grenze erhofft und gewünscht hatten, dass Eichsfelder wieder zusammenkommen und in Kontakt treten können, ist in Erfüllung gegangen“, betonte Dornieden. Mit dem kleinen Grenzverkehr seien Reiseerleichterungen insbesondere in Richtung Ost eingetreten.

Geschäftsführerin erinnert an Geschichte des Grenzübergangs

Geschäftsführerin Mira Keune erinnerte daran, dass die Geschichte des Grenzübergangs Duderstadt-Worbis nur vor dem Hintergrund der neuen Ostpolitik der im Jahre 1969 gewählten sozial-liberalen Regierung und der internationalen Entspannungspolitik zu verstehen ist. Für jüngere Menschen sei es oft nur schwer nachzuvollziehen, dass die Verantwortlichen der beiden Staaten bis Ende der sechziger Jahre nicht miteinander gesprochen hätten.

Vor 45 Jahren wechselte das Ampellicht an der damals neu errichteten Grenzkontrollstelle zwischen Gerblingerode und Teistungen von Rot auf Grün. An die Bedeutung der Übergangsstelle für die Region erinnerte das Grenzlandmuseum Eichsfeld am Sonntag mit einem Tag der offenen Tür.

Teilnehmer der Podiumsdiskussion erinnerten an die Schikanen, die häufig mir einer Fahrt über die Grenzübergangsstelle in Verbindung standen. Vor Eröffnung des Übergangs sei eine Fahrt über Eisenach und Bebra notwendig gewesen, um von Teistungen nach Duderstadt zu gelangen.

Studierende informiert über Forschungsprojekt

Studierende der Universität Erfurt informierten über das Forschungsprojekt „Der Grenzübergang Duderstadt-Worbis im Blick des Ministeriums für Staatssicherheit“. Hierzu sei ein Forschungsantrag bei der Stasi-Aktenbehörde gestellt worden. Anhand der Baugeschichte solle erzählt werden, „was alles an diesem Grenzübergang stattgefunden hat“, erläuterte Keune. Weitere Aspekte seien die Einbindung in das Grenzregime der DDR, außerdem sollen besondere Vorfälle thematisiert werden.

Viele Besucher nutzten die Gelegenheit und besuchten das Archiv und die Bibliothek. Andere konnten an Info-Ständen über ihre individuellen Erfahrungen mit der Grenzübergangsstelle berichten. Diese würden aufgeschrieben und für das Archiv des Museums gesammelt, berichtete Keune. Die Geschichten könnten auch zu neuen Ideen für die Gestaltung des Areals führen.

Erinnerungen weckte eine Präsentation auf dem Gelände des früheren Grenzübergangs. Der PS-Speicher in Einbeck zeigte zwei historische Busse aus Ost und West, die zum beliebten Foto- und Filmmotiv wurden. Die jüngsten Besucher hatten unter anderem Spaß bei einem Quiz und altersgerechten Führungen.

Von Axel Artmann

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