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Duderstadt Ordensleute informieren über ihre Gemeinschaften
Die Region Duderstadt Ordensleute informieren über ihre Gemeinschaften
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00:22 24.04.2018
Schwester Ignatia zeigt den Besuchern im Ursulinenkloster Duderstadt eine Ausstellung.  Quelle: Art
Duderstadt

Auf die Spuren ihrer im Jahr 1941 in Oberschlesien geborenen Mutter begaben sich Petra Schmidt aus Erbsen und Heike Bröll aus Wolbrechtshausen. Die Mutter habe Ende der fünfziger Jahre für mindestens ein Jahr als Schülerin im Ursulinenkloster in Duderstadt gelebt und häufig von dessen Schlafsälen berichtet. „Wir wollen schauen, ob wir aus den Erzählungen etwas entdecken können“, sagte Schmidt. Außerdem interessierten sie sich für die Gründe, die Menschen dazu bewege, ihren Glauben in einer solchen Gemeinschaft zu leben. Beide schlossen sich einer Führung von Schwester Ignatia an, die den Teilnehmern zunächst vor Schautafeln die Geschichte des Klosters erläuterte.

Ursulinen aus Erfurt gründen das Kloster

Auf Bitten von Duderstädter Bürgern, die für ihre Töchter eine schulische Bildung und religiöse Erziehung wünschten, seien fünf Ursulinen aus Erfurt nach Duderstadt gekommen und hätten das hiesige Kloster gegründet. Nachdem Schwester Ignatia dessen Historie bis in die Gegenwart erläutert hatte, führte sie die Gruppe durch mehrere Räume, den kleinen Garten mit Terrasse und den großen Garten. Dort sahen die Teilnehmer auch die Kapelle mit der Pieta.

„Ich möchte mehr über das Kloster erfahren“, erklärte Margot Zaunitzer den Grund ihres Besuchs. Die Duderstädterin, die regelmäßig zum Klosterfrühstück und Sonntagsessen komme, wollte auch den großen Garten kennen lernen.

„Wir sind nicht aus dem Altertum, wir sind modern und mitten in der Welt, auch ohne uns weltlich anzupassen“, sagte Schwester Carola Brun vom Konvent St. Martini in Duderstadt, der zum gemeinsamen Kaffeetrinken eingeladen hatte. Die Bevölkerung solle wissen, dass die Schwestern noch da seien. „Wir sind für Gespräche offen, für Seelsorge, wir helfen, wo wir können und möchten einfach gut sein zu den Menschen, die zu uns kommen“, betonte Brun.

Schwester berichtet vom Leben mit Gott

„Es gibt offenbar im Leben etwas, was die Währungen dieser Welt nicht bieten können“, betonte Schwester Dorothea Rumpf vom Konvent Vinzenz von Paul, die Besuchern darüber berichtete, wie das Leben mit Gott gelingen könne. Reichtum, Schönheit und Erfolg garantierten nach ihren Worten kein sinnerfülltes Leben. „Dafür gelten andere Kriterien“, erklärte Rumpf, die im Raum der Stille an der Vinzenz-von-Paul-Schule von ihren persönlichen Eindrücken berichtete. Das Ordensleben füge sich in die vielen Berufungen in Kirche und Welt ein.

Das Programm im Augustinerkloster in Germershausen begann mit einer Messe. Anschließend hatten Besucher die Gelegenheit, mit den Mönchen ins Gespräch zu kommen. In Göttingen konnten sich Interessierte im Kirchenzentrum St. Heinrich und Kunigunde über die Schwestern von Germete informieren und an Sankt Michael über den Jesuitenorden.

Von Axel Artmann

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