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Duderstadt Mehr als 300 Portionen Suppe verkauft
Die Region Duderstadt Mehr als 300 Portionen Suppe verkauft
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13:13 04.11.2018
Tageblatt-Hilfsaktion "Keiner soll einsam sein" in Duderstadt. Hier Karl-Hubert Wüstefeld, Anka-Maria Walther und Uwe Hacke (v.l.). Quelle: Eichner-Ramm
Duderstadt

„Wir sind bereit“, verkündete Steffen Gellert vom DRK Bereitschaftsdienst in Duderstadt rund eine Stunde vor Beginn des Suppenausschanks zugunsten der Tageblatt-Hilfsaktion „Keiner soll einsam sein“ auf der Duderstädter Marktstraße. Einige Musiker der Mingeröder Brass & Drum Band lockten die Besucher des angrenzenden Wochenmarktes an und sorgten für einen rhythmischen Start.

Ehrenamtliche Helfer

18 Ehrenamtliche des DRK Duderstadt, sechs des Bevölkerungsschutzes des Landkreises und drei vom Malteser Hilfsdienst hatten am frühen Sonnabendmorgen bereits die Zelte für die Hilfsaktion aufgebaut – ein Kassenzelt, eines für den Getränkeverkauf, eines für die Geschirr-Rückgabe und natürlich eines für den Suppenausschank. Tags zuvor hatte das DRK Duderstadt bereits die Suppe vorbereitet, am frühen Sonnabendmorgen dann gekocht und die mobile Feldküche in die Fußgängerzone gebracht. Dort hatten sich dann ab 10.30 Uhr bekannte Eichsfelder in den Dienst der guten Sache gestellt und die Erbsensuppe an den Mann und die Frau gebracht.

Die KSES-Erbsensuppe im Video– mit Bürgerstimmen

 

Günter Mahlmann aus Ebergötzen konnte es kaum erwarten. Noch bevor das erste Duo zu den Schöpfkellen gegriffen hat, stand er bereits an der Ausgabe und forderte eine Erbsensuppe ein. Im Tageblatt habe er zuvor von der Aktion gelesen, die zeitgleich auch in Göttingen stattfand. Er sei lieber nach Duderstadt gekommen, weil „man hier gut parken kann“, begründete er. „Deshalb fahren wir gerne nach Duderstadt.“

Duos an den Schöpfkellen

Während der Ebergötzer schon als erster einen Teller Suppe löffelte, hatten Caritas-Chef Ralf Regenhardt und Propst Bernd Galluschke Schürzen und Base-Caps mit dem Logo der Tageblatt-Aktion sowie Handschuhe übergestreift und Position an den Suppentöpfen bezogen. Beide hatten sichtlich Spaß bei der Arbeit an der Kelle und gaben den Kunden auch manchen lockeren Spruch mit auf den Weg. So klärte Galluschke darüber auf, woher der Begriff Bockwürstchen komme – „weil jemand Bock auf Würstchen hat“.

Eindrücke vom Erbsensuppenverkauf auf der Marktstraße für den guten Zweck.

Sie wurden abgelöst von Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte und Pastorin Christina Abel. Bei der Kellen-Übergabe sagte der Propst: „Heute löffelt der Bürgermeister die Suppe aus.“ Und das tat dieser denn auch nach seinem Einsatz. Er habe beim Schöpfen Appetit bekommen und seine Schöpfpartnerin Abel zu einer Portion Erbsensuppe für den guten Zweck eingeladen, um diese dann gemeinsam mit ihr auszulöffeln.

Zweite Keiner-soll-Aktion in Duderstadt in der Marktstraße mit prominenten Suppenschöpfern. Foto: Pastorin Christina Abel und Bürgermeister Wolfgang Nolte essen nach getaner Arbeit auch eine Suppe. Quelle: Niklas Richter

Die Pastorin hält Hilfsaktionen wie die „Keiner soll einsam sein“ des Tageblatts für sehr wichtig, „weil Armut ja auch im Verborgenen ist. Die Menschen brauchen reale Hilfe, damit die Seele nicht verzweifelt“, sagte sie. Und um Hilfe zu geben, brauche es Geld, das durch solche Aktionen eingenommen werde. Aber der Suppenverkauf in der Innenstadt rücke auch das Problem Armut ins Bewusstsein, so Abel und hofft, „dass sich die Aktion auch in Duderstadt etabliert“.

„Eine tolle Sache“

Nolte und Abel übergaben die Schöpfkellen an Holger Willuhn von der Volksbank Mitte und Manfred Thiele von der Lebenshilfe Eichsfeld. Willuhn nannte den Suppenausschank im Rahmen der Tageblatt-Hilfsaktion „eine tolle Sache“. Er hob das bürgerschaftliche Engagement hervor, das in Duderstadt an den Tag gelegt werde und gab sich überzeugt, dass sich „Keiner soll einsam sein“ in Duderstadt einspielen werde.

Zweite Keiner-soll-Aktion in Duderstadt in der Marktstraße mit prominenten Suppenschöpfern. Quelle: Niklas Richter

Mancher hat sich Topf oder Thermosgegäß mitgebracht, um sich die Erbsensuppe mit nach Hause zu nehmen. So auch Doris Wendland aus Duderstadt. Sie ließ sich gleich drei Portionen Erbsensuppe in ihren Henkelmann abfüllen. „Dann muss ich schon nicht selbst kochen“, sagte sie. Eine Portion für die Enkelin nahmen Lydia und Klaus Bär aus Mingerode „To-go“, während sie selbst gleich vor Ort ihre Erbsensuppe löffelten. „Schön dass es diese Veranstaltung gibt“, kommentierte das Paar.

Liedchen im Duett

Tische und Bänke hatten sich zwischenzeitlich gut gefüllt, als ab 12 Uhr Björn Henkel, ebenfalls von der Volksbank Mitte, und Duderstadts Polizei-Chef Karl-Hubert Wüstefeld den Suppenausschank übernahmen. Beide hatten sichtlich Spaß an ihrer Aufgabe. Sie stimmten sogar geschäftstüchtig das Liedchen „Es ist noch Suppe da“ an. Während Henkel in den Vorjahren bereits Erfahrungen bei der Suppenausgabe in Göttingen gesammelt hatte und Position an der Kelle bezogen hatte, übernahm Wüstefeld die Rolle des Azubis an der Würstchenzange. „Nächstes Jahr darf er dann auch an die Kelle“, scherzte Henkel.

Spendenkonten zur Aktion Quelle: Göttinger Tageblatt

Premiere an der Suppenausgabe feierte auch Uwe Hacke von der Sparkasse Duderstadt. Ihm stand als erfahrene Kraft Anka-Maria Walther vom Treffpunkt Stadtmarketing zur Seite. Sie bildeten das Abschluss-Duo an der Suppenausgabe. Als ihre „Schicht“ endete, war tatsächlich noch Suppe da. Die ließen sich am Ende die ehrenamtlichen Helfer um Bereitschaftsleiter Gellert schmecken, bevor es routiniert ans Abbauen ging.

Weitere Termine

Fans und Unterstützer, die die Aufktakt-Essen in Duderstadt und Göttingen verpasst haben, können am 17. November im „Kauf Park“ Göttingen einen Nachschlag der Erbsensuppe ordern – und nicht nur Göttinger können zum zweiten Mal mit einem Teller Platz nehmen. Zudem werden Anfang Dezember (der genaue Termin steht noch nicht fest) Filmplakate im Cinemaxx für den guten Zweck versteigert und am 17. Dezember spielt das Göttinger Symphonie-Orchester.

Anka-Maria Walther freute sich, dass sich Aktionen wie der Erbsensuppenverkauf für „Keiner soll einsam sein“ in Duderstadt ohne größere Probleme umsetzen ließen. Das liege daran, dass es hier viele Engagierte gebe mit denen nur kurze Absprachen nötig seien, damit es klappt.

Mehr als 300 Portionen verkauft

Die Akteure zeigten sich daher am Ende auch mit der Aktion zufrieden. „Es wurden mehr als 300 Portionen Suppe verkauft“, gab Wolfgang Stoffel, Organisator der Tageblatt Weihnachtshilfe „Keiner soll einsam sein“, gegen 13.30 Uhr eine erste Einschätzung ab.

Tageblatt-Hilfsaktion "Keiner soll einsam sein" in Duderstadt. Haben die Aktion vorbereitet und unterstützt (v.l.): Wolfgang Stoffel von der Tageblatt-Hilfsaktion, Anka-Maria Walther (Treffpunkt Stadtmarketing), Wolfgang Kutzborski (Stadt Duderstadt) und Ralf Regenhardt (Caritas). Quelle: Eichner-Ramm

Auch Ralf Regenhardt, Vorstandssprecher des Caritasverbands Südniedersachsen, sprach von einem „Erfolg“. Ablauf und Athmosphäre stimmten, so Regenhardts Fazit. Ehrenamtliche Helfer wie auch die Käufer der Suppe hätten an diesem Tag ihre Solidarität mit den Menschen gezeigt, denen es nicht so gut geht. Aus dem Erlös des Suppenverkaufs in Duderstadt werde unter anderem der Heiligabendkreis Duderstadt unterstützt, der an Heiligabend dafür sorge, dass keiner einsam sein müsse, sagte Stoffel. Und auch Menschen in besonderen Notlagen könnten in Absprache mit den Hilfsorganisationen vor Ort Unterstützung erhalten.

Suppe auch in Göttingen

In Göttingen wurde am selben Tag am Gänseliesel Suppe zugunsten der Tageblatt-Aktion „Keiner soll einsam sein“ verkauft. Rund 2000 Portionen gingen in Göttingen weg.

Von Britta Eichner-Ramm

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